Wohin geht die Reise von Sturm?

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Richtungsweisende Partie für Sturm gegen Wacker

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Sturm Graz will in der Bundesliga den Punktepolster auf den aufstrebenden WAC zumindest halten.

Die Kärntner haben den Rückstand auf den Tabellenvierten auf bereits fünf Zähler reduziert. Für Sturm ist im Heimspiel gegen Wacker Innsbruck am Samstag (18.30 Uhr) aber auch nach vorne einiges möglich.

Der Dritte Rapid ist bei einem Punkt Vorsprung in Reichweite. Der Siebente Wacker strebt im Kampf um den Klassenerhalt in der UPC Arena aber eine Überraschung wie im Cup-Achtelfinale an.

Sukuta-Pasu bleibt gesperrt

Verzichten muss Sturm auf Richard Sukuta-Pasu. Der Stürmer erhielt in Ried nach seinem Siegestreffer zum 2:1 nach übertriebenem Torjubel seine fünfte Gelbe Karte, seine darauf folgenden Rassismusvorwürfe gegen Fans der Oberösterreicher werden von der Liga untersucht.

Sturm reagiert auf die Vorfälle im Innviertel mit einer Anti-Rassismus-Aktion vor dem Anpfiff gegen Wacker. Trainer Peter Hyballa hoffte auf ein hartes Durchgreifen: "Ich hoffe, dass diese Personen, die Richie beschimpft haben, nie wieder ins Stadion dürfen."

Wacker wollen die Steirer auch ohne Sukuta-Pasu in die Schranken weisen. Nach dem ersten Erfolgserlebnis im Jahr 2013 ist die Stimmungslage deutlich besser.

Florian Kainz nach Cup-Pleite vorgewarnt

Auch wenn die Statistik bei sieben Siegen in den jüngsten acht Liga-Heimspielen gegen Wacker klar für die Hausherren spricht, sind diese gewarnt: Im Cup-Achtelfinale am 30. Oktober 2012 gingen die Innsbrucker in der UPC Arena nach einem Tor des gebürtigen Grazers Roman Wallner als 2:1-Sieger vom Platz.

"Wir lassen uns sicher nicht täuschen vom Tabellenplatz. Gerade, weil wir im Cup unterlegen sind", stellte Sturms Florian Kainz klar.

Der Mittelfeldmann rief auch ins Gedächtnis, dass Wacker beim 2:3 gegen Salzburg in der Vorwoche erst in letzter Sekunde einen Punkt liegen gelassen hat.

Szabics wieder im Kader

Wieder im Kader steht Imre Szabics, der ins ungarische Nationalteam einberufene Stürmer fehlte zuletzt aufgrund einer Schambeinentzündung.

Für Hyballa ist der Routinier eine zusätzliche Option. "Wir werden sehen, wie das Drehbuch läuft. Es ist schön, wenn man Stürmer wie Imre in der Hinterhand hat", meinte der Deutsche.

Bei Wacker hob Hyballa Carlos Merino und Wallner als gefährlichste Akteure hervor. "Nichtsdestotrotz werden wir schauen, dass wir so schnell wie möglich ein Erfolgserlebnis haben, sprich in Führung gehen."

Wacker probiert es offensiv

Wacker will nach zwei Niederlagen gegen die Titelkandidaten Austria (0:4) und Salzburg wieder anschreiben. Roland Kirchler bezeichnete Sturm als "spielerische Mannschaft, die uns liegt". Auch deshalb probiert es Wackers Trainer in der Steiermark mit einer offensiveren Variante.

Anstelle von Dario Dakovic, der im Training einen Handbruch erlitt, rückt Marco Kofler in die Innenverteidigung. Kapitän Tomas Abraham soll wieder solo im defensiven Mittelfeld agieren.

Kirchler: "Nur gut spielen ist zu wenig"

Die Last-Minute-Pleite gegen Salzburg will Kirchler aus den Köpfen verbannt haben. Wackers Coach will in Graz auf der starken Leistung aufbauen. "Es geht darum, uns auch einmal zu belohnen. Nur gut spielen ist zu wenig, wir müssen auch einmal punkten", meinte Kirchler, der ebenfalls das Cup-Erfolgserlebnis in Erinnerung rief.

Die Tiroler haben an Sturm aber nicht nur gute Erinnerungen. Die Partie am Tivoli Ende November wurde nach Ausschreitungen der Zuschauer in der Nachspielzeit mit 0:3 strafverifiziert.

Seither haben die Tiroler auch den Malus, bei Punktegleichheit immer nach hinten gereiht zu werden - ein klarer Nachteil im Abstiegskampf. In diesem liegt Wacker aktuell je einen Zähler vor der Admira und Schlusslicht Wiener Neustadt.

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