Ried will im Heimspiel Serie der Austria brechen

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In der derzeitigen Form ist Tabellenführer Austria auch beim Mittwoch-Gastspiel in der seit September nicht mehr eingenommenen "Festung" Ried ein Sieg zuzutrauen.

Gerade in der Fremde sind die Wiener eine Klasse für sich, haben auswärts noch kein Spiel verloren.

Ried-Trainer Michael Angerschmid zeigte sich jedenfalls selbstbewusst: "Wir werden uns nicht verstecken und wollen die Serie der Austria brechen."

"Es wird nicht leicht werden"

Austria-Coach Peter Stöger, der seit 13 Partien ungeschlagen ist, warnte jedenfalls. "Es wird nicht leicht werden. Ried hat kurz geschwächelt, sich aber wieder gefangen, was die Heimspiele betrifft", meinte der Wiener im Hinblick auf die Tatsache, dass die Oberösterreicher in ihrer Heimstätte zuletzt sechsmal ohne Niederlage blieben.

"Wir haben sicher schon leichtere Aufgaben gehabt." 12 Punkte haben die Wiener Vorsprung auf Salzburg, das ein Spiel weniger absolviert hat. "Das schaut viel aus, aber mit der Drei-Punkte-Regel kann das aber schnell gehen", meinte Stöger, der als Austria-Coach in neun Partien noch nie gegen Ried verloren hat.

Gebauer optimistisch

Durch das 4:0 gegen die Admira am vergangenen Samstag hält Violett bei 54 Punkten und hat damit den bisherigen Rekord nach 22 Runden des FC Tirol 2001/02 eingestellt. Ried-Tormann Thomas Gebauer zeigte sich dennoch optimistisch.

"Die Austria hat einen Lauf, davor hat jeder Respekt. Wir haben aber nichts zu verlieren. Zuhause können wir jeden Gegner schlagen", erklärte der Neo-Österreicher.

Stöger hat alle Spieler an Bord

Personell kann Stöger aus dem Vollen schöpfen, auch die zuletzt gesperrten Fabian Koch und Tomas Jun stehen wieder zur Verfügung.

Letzterer darf laut Stöger mit seinem Einsatz von Beginn an rechnen, Ersatz-Stürmer Roman Kienast, der zuletzt mit einem Doppelpack in den Schlussminuten glänzte, wird aber wohl nur auf der Bank Platz nehmen. "Es war schön zu sehen, dass er in der kurzen Zeit Akzente setzen konnte, schauen wir, wie sich das entwickelt", erklärte Stöger.

Nach seiner Nullnummer gegen die Admira darf sich Goalgetter Philipp Hosiner also Hoffnungen machen, sein Konto von 23 Toren weiter aufzustocken. Schließlich traf der Burgenländer schon beim 6:1-Heimsieg im November drei Mal.

 Sorgen, die Mannschaft könnte auf Wolke sieben in Richtung Nachlässigkeit entschweben, hat Stöger nach wie vor nicht. "Sicher nicht. Dazu ist das Ziel zu klar definiert."

Dankbare Aufgabe

So wie Gebauer sah auch Ried-Coach Angerschmid eine dankbare Aufgabe auf sein Team zukommen. "Gegen den Tabellenführer kann man nur gewinnen. Wir werden uns nicht verstecken. Die Austria ist nicht so übermächtig, dass wir sie nicht schlagen können", meinte der 39-Jährige, der als Ried-Trainer nach zwei Spielen noch ungeschlagen ist. Gegen die Austria wird man freilich mehr offensive Durchschlagskraft als beim 0:0 gegen Wr. Neustadt an den Tag legen müssen.

"Vorne fehlt oft noch die letzte Konsequenz", meinte Angerschmid, der auch die Jugend der Mannschaft in Rechnung stellte.

Die Personalsituation im Innviertel hat sich einigermaßen entspannt. Nacho ist wieder im Training, die zuletzt gesperrten Clemens Walch und Andreas Schicker sind zurück. Bis auf den verletzten Goalgetter Rene Gartler sowie den langzeitverletzten Carril sind alle "Wikinger" an Bord.

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