Schöttel: "Wollen Polster auf Sturm aufbauen"

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Der Schlager der 23. Bundesliga-Runde am Mittwoch im Hanappi-Stadion wird zum Duell zweier zuletzt erfolgloser Klubs.

Sowohl Rapid als auch Sturm Graz stehen mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Frühjahrs-Partien da und haben damit endgültig den Anschluss an Spitzenreiter Austria verpasst.

Dennoch gehen beide Teams mit unterschiedlicher Gemütsverfassung in die Partie.

Während bei Sturm in Folge der 1:3-Heimniederlage gegen den WAC Krisenstimmung herrschte, tankte Rapid mit dem 3:3 bei Doublegewinner Red Bull Salzburg trotz Unterzahl Selbstvertrauen.

Schöttel lobt Sturm

Auch beim 1:2 zum Jahresauftakt gegen die Austria hatten die Hütteldorfer keine schlechte Figur gemacht.

"Wir können mit dem Gezeigten in diesen zwei Spielen leben, aber am Ende haben wir nur einen Punkt gemacht. Jetzt wollen wir einen Polster auf Sturm aufbauen. Unser Ziel ist ganz klar, zu gewinnen", sagte Trainer Peter Schöttel.

Drei Zähler beträgt derzeit der Vorsprung der drittplatzierten Rapidler auf den Tabellenvierten Sturm, bei dem nach den dürftigen Frühjahrsleistungen Feuer am Dach ist.

"Aber das hat auf das Spiel am Mittwoch keinen Einfluss", betonte Schöttel und lobte die Steirer. "Sie haben viel Qualität in der Offensive und können sich nicht hinten reinstellen. Deshalb erwarte ich einen offenen Schlagabtausch."

Boyd: "Sind klar besser als Sturm"

Dass seine Mannschaft praktisch unter Siegzwang steht, ist für den Wiener kein Problem. "Wir sind Druck gewohnt, und das ist ein positiver Druck. Die Spieler werden sehr hungrig sein."

Auf den weiteren Saisonverlauf wagte Schöttel einen optimistischen Ausblick. "Wir haben jetzt die zwei besten Gegner hinter uns. Wenn wir mit dem Feuer der letzten Spiele in die nächsten Partien gehen und die Fehler in der Defensive abstellen, werden wir noch viele Spiele gewinnen."

In punkto Aufstellung hielt sich der Coach, der auf die gesperrten Harald Pichler und Thomas Schrammel verzichten muss, bedeckt und verriet lediglich, dass Terrence Boyd von Beginn an stürmen wird.

Der US-Amerikaner ist voller Selbstvertrauen. "Sturm darf uns nicht gefährlich werden, weil wir von der Qualität her klar besser sind", stellte der Angreifer fest.

Keine Spekulation über Hyballa-Ablöse

Mit von der Partie ist auch wieder Lukas Königshofer, obwohl der Tormann zuletzt in Salzburg patzte. "Das gehört im Leben dazu", meinte Schöttel, bemerkte aber auch, man werde die Entwicklung des 23-Jährigen genau beobachten.

Bei Sturm will General Manager Gerhard Goldbrich der Entwicklung der "Blackies" noch zwei Spiele lang zuschauen.

"Wir haben in dieser Woche zwei wichtige Partien, danach wird eine Analyse erfolgen", sagte der Ex-Kicker. Spekulationen um eine Ablöse von Trainer Peter Hyballa kommentierte Goldbrich nicht.

Hyballa: "Schütze Mannschaft bis zum Gehtnichtmehr"

Hyballa selbst zeigte sich von den Gerüchten unbeeindruckt. "Ich beschäftige mich mit der Mannschaft und nicht damit, was geredet oder geschrieben wird. Ich habe eine seelische Hornhaut."

Der Deutsche glaubt an eine baldige Trendumkehr. "Diese Situation ist für alle eine Herausforderung. Man muss mit dem Druck umgehen und daran wachsen."

Kritik an seinen Spielern ließ Hyballa nicht gelten. "Ich schütze die Mannschaft bis zum Gehtnichtmehr und werde meinen Teil dazu beitragen, dass gegen Rapid elf Männer auf dem Platz stehen."

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