WAC überflügelt Sturm in Graz

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WAC fügt Sturm 2. Heimpleite der Saison zu

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Sturm Graz kommt im Frühjahr noch nicht auf Touren.

Eine Woche nach dem torlosen Remis in Mattersburg kassierten die Steirer am Samstag in der UPC-Arena gegen Aufsteiger WAC eine verdiente 1:3-(0:1)-Niederlage.

Die Grazer verabsäumten es damit, zumindest für einen Tag am Tabellendritten SK Rapid vorbeizuziehen.

Die Hütteldorfer gastieren zum Abschluss der 22. Bundesliga-Runde am Sonntag beim Zweiten Red Bull Salzburg.

Mihret Topcagic (8.) mit seinem zweiten Treffer in Folge, Michael Liendl (58./Freistoß) und Manuel Kerhe (94.) sorgten für den ersten vollen Erfolg der Wolfsberger nach sechs sieglosen Partien.

Den Grazern gelang durch Nikola Vujadinovic (67.) nur der Ehrentreffer, sie kassierten die erst zweite Heimniederlage in der laufenden Saison nach dem 0:2 am 21. Juli in der ersten Runde gegen Salzburg.

Umstellungen auf beiden Seiten

Beide Teams waren personell gegenüber dem Frühjahrsauftakt nicht wiederzuerkennen. Bei den Grazern rückten die zuletzt gesperrt gewesenen Tobias und Florian Kainz genauso wie Andreas Hölzl und Jürgen Säumel in die Anfangsformation.

Milan Dudic und Imre Szabics fehlten verletzungsbedingt, Manuel Weber (Bank) und Haris Bukva (nicht im Kader) mussten zu Beginn zuschauen.

Bei den Kärntnern gab es gegenüber dem 1:1 in Ried am Mittwoch gleich fünf Änderungen. Boris Hüttenbrenner (für den gesperrten Nenad Jovanovic) sowie Kerhe, David de Paula, Jacobo und Topcagic rückten in die Startelf.

Gute WAC-Leistung von Beginn an

Und die neuzusammengewürfelte Truppe schloss nahtlos an den guten Auftritt im Innviertel ein.

Die Kärntner starteten frech und flott und fanden im Offensivspiel gegen in der Defensive extrem fehleranfällige Grazer auch immer wieder Chancen vor. Kerhe schoss am langen Eck vorbei (6.).

Zwei Minuten später konnte Kerhe in Ruhe flanken und Topcagic unbedrängt einköpfeln. Für den zuletzt als "Joker" aufgebotenen Stürmer war es der zweite Treffer in Folge. Die ganze Sturm-Hintermannschaft sah dabei schlecht aus.

2:0 näher als 1:1

Und in der Tonart ging es auch weiter, der WAC war dem 2:0 klar näher. Kerhe verfehlte eine Jacobo-Flanke (15.), zudem fehlte Jacobo aus guter Position die nötige Effizienz, sein Abschluss ging knapp daneben (39.).

Einzige Ausbeute der ideenlosen Heimischen war ein gut angetragener, gefährlicher Schuss von Leonhard Kaufmann (40.).

"Mister Standard" schlägt zu

Nach der Pause war bei den Grazern nur eine kleine Steigerung erkennbar. Ein Vujadinovic-Kopfball ging hauchdünn am Tor vorbei (48.), zudem musste sich WAC-Goalie Christian Dobnik bei einem Florian-Kainz-Schuss auszeichnen (52.).

Die Wolfsberger machten ihre Sache dank ihres "Mister Standard" besser. Ein gut gezirkelter Liendl-Freistoß aus 35 Metern landete im Gehäuse von Sturm-Tormann Johannes Focher.

Für den Mittelfeldstrategen war es schon Saisontreffer Nummer acht.

Konter besiegelt Schicksal

Die Grazer kamen symptomatisch für ihre Leistung nur aus einer Standardsituation zum Anschlusstor.

Nach Klem-Corner schloss Vujadinovic per Kopf zum 1:2 ab (67.). Von einer richtigen Schlussoffensive der "Blackies" war aber nichts zu sehen und in der letzten Minute machte Kerhe mit dem 3:1 endgültig alles klar.

Der Tabellensechste WAC empfängt am Dienstag Mattersburg, Sturm gastiert am Mittwoch bei Rapid.

Sturm WAC
Torschüsse F. Kainz, Sukuta-Pasu je 3 Liendl 3
Torschuss-Vorlagen T. Kainz 6 Liendl 2
Ballkontakte Madl 101 Liendl 80
Zweikampfquote Madl 81,8% (18/4) Sollbauer 63,1% (12/7)
Passquote Okotie 93,8% (15/1) Sollbauer 88,9% (8/1)
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