"Austria zu 90 Prozent durch"

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"Es ist sehr, sehr traurig"

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„Für uns ist es ein riesen Rückschritt im Kampf um Platz eins.“

RBS-Coach Roger Schmidt ist klar, was das 1:1 im Nachtrag beim WAC für die Titelambitionen bedeutet.

Sollte Salzburg das ausständige Spiel bei der Admira gewinnen, würde der Rückstand auf Spitzenreiter Austria Wien immer noch elf Punkte betragen.

Schmidt macht sich im „Sky“-Interview dementsprechend auch gar keine großen Illusionen: „Die Austria hat extrem gute Chancen und ist wahrscheinlich zu 90 Prozent durch. Aber eben noch nicht zu 100 Prozent.“

"Es wird immer schwerer"

„Die Austria hat den Lauf, den wir nicht haben. Es wird immer schwerer, das ist klar“, sind auch Fränky Schiemers Hoffnungen nicht mehr allzu groß.

Zwei Mal hat der Titelverteidiger im Frühjahr nun schon ausgelassen und lediglich remis gespielt. „Es ist sehr, sehr traurig. Gegen Rapid hätten wir gewinnen müssen und haben nur einen Punkt geholt und jetzt haben wir auswärts wieder nur unentschieden gespielt“, so Schiemer.

"1:1 verdient"

„Das 1:1 ist verdient“, ist sich WAC-Trainer Nenad Bjelica nach dem Schlusspfiff sicher.

Sein Schützling Boris Hüttenbrenner sagt sogar: „Zum Schluss hatten wir super Konter und hätten vielleicht sogar als Sieger vom Feld gehen können.“

Schiemer findet indes: „Wir waren eigentlich das ganze Spiel überlegen.“ Klingt soweit ja gut, wäre da nicht noch ein Aber: „Vor dem Tor waren wir zu wenig konkret.“

"Wieder ein katastrophaler Abwehrfehler"

Oder wie es Schmidt ausdrückt: „Trotz der zahlreichen Angriffe musste der WAC-Tormann keine einzige Parade zeigen, das sagt alles über unser Spiel.“

„Außerdem haben wir wieder einen katastrophalen Abwehrfehler gemacht“, fügt der Deutsche hinzu. Tatsächlich machte Isaac Vorsah beim Führungstor durch Ruben Rivera keine gute Figur.

„Im Moment machen wir viele individuelle Fehler und es uns immer selbst sehr schwer“, ärgert sich der RBS-Coach. Schiemer: „Momentan ist fast jede Chance des Gegners ein Tor.“

21 Flanken – 0 Erfolg

Freilich war es nicht alleine das Salzburger Unvermögen, das zu diesem Ergebnis führte, sondern auch die beachtliche Leistung der Wolfsberger.

„Wir haben mit unseren Mitteln verteidigt und gekontert, wenn wir die Chance dazu hatten. Wir haben taktisch perfekt gearbeitet. Uns ist alles gelungen, was wir uns vorgenommen haben“, freut sich Bjelica.

Tatsächlich kamen die „Bullen“ kaum durch die Mitte und mussten es vermehrt über die Flügel versuchen. Doch die insgesamt 21 Flanken (zum Vergleich: der WAC schlug vier) führten zu keinem nennenswerten Ergebnis.

Keine Spekulationen

In Wolfsberg ist die Brust nach dem Sieg gegen Rapid und dem Punkt gegen den Titelverteidiger breit. Dennoch will in Kärnten noch niemand mit dem internationalen Geschäft spekulieren.

„Für uns ist es einfach nur wichtig, dass wir die 40 Punkte machen, um nicht abzusteigen“, erklärt Hüttenbrenner. Elf Punkte fehlen noch. Eine Zahl, die man in Salzburg derzeit weniger gerne hört.

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