"Wir werden Geduld haben müssen"

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Nach dem knappen 0:1 im Heimspiel gegen die Wiener Austria ist Bundesligaaufsteiger Wolfsberg am Sonntag bei Ried heiß auf Zählbares.

Die Oberösterreicher wiederum sind mit einem 2:0-Erfolg bei der Admira und dem Aufstieg in der Europa-League-Qualifikation perfekt in die Saison gestartet - auch wenn die Vorstellung beim 0:0 gegen Soligorsk am Donnerstag spielerisch enttäuschend war. "Wir wollen unser wahres Gesicht zeigen", meinte Ried-Coach Heinz Fuchsbichler.

Jammern auf hohem Niveau

"Wenn wir im Europacup aufsteigen und jammern, dann ist das für uns natürlich auf sehr hohem Niveau", sagte Fuchsbichler. "Es haben viele Sachen nicht geklappt, da ist die Mannschaft selbstkritisch genug. Wir werden kurz über dieses Spiel reden und haken es dann ab, damit wir uns voll auf die schwere Aufgabe gegen den WAC konzentrieren können."

Und das sei von großer Bedeutung. "Das wird kein Honiglecken", betonte Fuchsbichler. "Ich habe die Mannschaft gegen die Austria beobachtet. Sie waren sehr offensiv aufgestellt, haben schnelle Außenspieler und spielen frech nach vorne."

Fuchsbichler ("Wir werden Geduld haben müssen") warnte zudem vor der für Aufsteiger so typischen Unbekümmertheit. "Da kommt ein undankbarer Gegner. Ein Aufsteiger hat nichts zu verlieren. Jeder erwartet einen Sieg von uns. Und der WAC hat sich in der Sommerpause auch gut verstärkt. Das macht diese Aufgabe doppelt gefährlich."

Gartler fraglich

Auch Mittelfeldmann Thomas Hinum sah Steigerungsbedarf. "Wir müssen zu Hause Wiedergutmachung für das Spiel am Donnerstag betreiben, aggressiver und lauffreudiger auftreten. Spielerisch und taktisch ist noch viel Luft nach oben für uns", erklärte der 25-jährige.

Fraglich ist indes Neo-Rieder Rene Gartler, der den Innviertlern mit seinen beiden Treffern gegen die Admira den ersten Auswärtssieg im Jahr 2012 bescherte. Gegen die Weißrussen musste der Stürmer wegen einer Muskelblessur passen, über seinen Einsatz wurde erst am Samstag entschieden.

Wolfsberg-Coach Nenad Bjelica musste am Mittwoch beim Heim-0:1 gegen die Austria zwar als Verlierer vom Platz gehen, war mit der Vorstellung seiner Bundesliga-Neulinge aber großteils zufrieden. "Was Einsatz, Einstellung und Kampf betrifft, erwarte ich mir am Sonntag in Ried auch so ein Spiel", erklärte der Kroate, der personell aus dem Vollen schöpfen kann und "den einen oder anderen Punkt mitnehmen" will.

Keine Zeit für Taktik

In taktischer Hinsicht freilich müsse man einige Sachen besser machen. "Wir haben dem Gegner zu viel Raum gegeben und müssen effektiver sein", sagte Bjelica, der die "Fehlentscheidung" des Schiedsrichters beim Gegentor noch immer nicht vergessen hat.

Angst, seine Mannschaft könnte im ersten Auswärtsspiel im Oberhaus zu viel Respekt zeigen, hat Bjelica nicht: "Die haben wir schon in der zweiten Hälfte gegen die Austria abgelegt."

Auf das spezielle System des Gegners habe man sich nicht intensiv eingestellt: "Wir hatten nach dem Spiel keine Zeit, um uns taktisch vorzubereiten, wir glauben aber zu wissen, wie wir das Spiel auch gewinnen können."

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