Freud und Leid bei EL-Fightern

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Ried und Admira mit unterschiedlichen Generalproben

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Zwei der drei heimischen Europa-League-Starter haben am Wochenende gelungene Generalproben für ihre Donnerstag-Auftritte in den Hinspielen der dritten Qualifikationsrunde abgeliefert.

Rapid siegte bereits am Samstag in Wr. Neustadt mit 1:0, am Sonntag durfte sich die Admira über einen 2:1-Auswärtserfolg in Innsbruck freuen.

Ried hingegen ging im Innviertel gegen Aufsteiger WAC mit 0:2 k.o. und erlitt im vierten Pflichtspiel die erste Niederlage der neuen Saison.

Seit vier Heimpartien sieglos

Ried, das nun schon seit vier BL-Heimpartien sieglos ist, hatte sich die Schlappe vier Tage vor dem Heimduell mit Legia Warschau aufgrund zahlreicher vergebener Chancen selbst zuzuschreiben.

"Wir hätten noch fünf Stunden spielen können und hätten kein Tor gemacht", meinte Trainer Heinz Fuchsbichler achselzuckend.

Der weiterhin angeschlagene Stürmer Rene Gartler, der für die Partie gegen die Polen geschont wurde, musste von der Tribüne aus mitansehen, wie alleine sein Ersatzmann Guillem zwei Großchancen ausließ.

Doppelbelastung ist es nicht

Die Doppelbelastung durch Europa League und Liga wollten drei Tage nach dem Spiel gegen Soligorsk weder Fuchsbichler noch Goalie Thomas Gebauer als Ausrede geltenlassen.

"Nein, es gibt nichts Schöneres, als jeden dritten Tag Fußball zu spielen", stellte Rieds Schlussmann klar.

Der Deutsche führte andere Gründe für die Niederlage ins Treffen.

"Offensichtlich können wir mit dem Druck noch nicht umgehen, dass wir Favorit sind und ein Spiel machen müssen. Wir hatten ein paar Unsicherheiten im Spiel, wodurch wir nicht so in Zweikämpfe gekommen sind wie gewohnt."

"Dürfen nicht alles schwarzmalen"

Gebauer erinnerte aber daran, dass der Saisonauftakt grundsätzlich ein geglückter sei. "Wir müssen mit dem Start zufrieden sein und dürfen nicht alles schwarzmalen."

Als positiv darf jedenfalls das Startelfdebüt von Markus Grössinger gewertet werden, der für den verletzten Nacho ins rechte Mittelfeld gerückt war und ein solides Spiel ablieferte.

"Die ersten Aktionen haben mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Ich bin mit dem Debüt zufrieden", erklärte der 22-Jährige.

Admira zufrieden

Zufriedenheit herrschte nach dem ersten Saisonsieg in der Bundesliga auch bei der Admira. "Wir waren die bessere Mannschaft und haben den Dreier verdient gemacht", stellte Trainer Dietmar Kühbauer fest.

Optimistisch für das Heimspiel gegen Sparta Prag am Donnerstag darf ihn auch die Form von Stürmer Philipp Hosiner machen, gegen dessen Kaltschnäuzigkeit und Schlitzohrigkeit die Tiroler kein Mittel wussten.

Beim 1:0 luchste Hosiner Innsbrucks Verteidiger Svejnoha den Ball ab und lief allein aufs Tor, holte später den letztlich verschossenen Elfmeter heraus und stand auch beim 2:1 wieder goldrichtig.

"Ich habe meine zwei Chancen eiskalt ausgenützt", kommentierte der 23-jährige Burgenländer, für den es bereits das sechste Pflichtspieltor in dieser Saison (2 Cup, 2 EL, 2 BL), sowie der dritte Doppelpack in Österreichs Oberhaus war.

Kogler bekommt mehr Sorgenfalten

Bei Wacker-Trainer Walter Kogler werden die Sorgenfalten hingegen immer länger.

"Wir haben die Nackenschläge durch die individuellen Fehler wieder selbst ausgeteilt", sagte Kogler, der in seinen fünften Jahr in Innsbruck noch nie einen derart schlechten Meisterschaftsstart mit zwei Niederlagen, 1:6 Toren und der Roten Laterne des Schlusslichts hatte.

"Wir müssen jetzt schauen, sukzessive in die Saison zu finden." Als nächstes steht das Auswärtsspiel in Ried an.

Nach dem Umbau und der Verjüngung der Innsbrucker Truppe, unter anderem verließen die Routiniers Miran Burgic und Inaki Bea die Tiroler, kritisierte Kogler auch leise den Vorstand: "Wenn man die Mannschaft so setzt, dass wir immer improvisieren müssen, dann bleibt uns nur Geduld zu haben."

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