Der SK Sturm siegte für seine Legende

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Sturm Graz hat beim Abschied von Mario Haas den anvisierten Pflichtsieg gegen den SC Wiener Neustadt eingefahren.

Die Steirer setzten in der 18. Runde am Samstag ihren Lauf von nun bereits acht Meisterschaftsspielen ohne Niederlage mit einem 3:1-(2:0)-Heimsieg fort.

Haas absolvierte dabei in der letzten Viertelstunde seinen 451. und letzten Einsatz in der höchsten Spielklasse.

Sturm bleibt Rapid auf den Fersen

Richard Sukuta-Pasu (16., 62.) mit seinen Saisontoren sieben und acht sowie Milan Dudic (43.) trafen für die Steirer, die damit im neunten Meisterschafts-Heimauftritt den bereits sechsten Erfolg bejubeln durften.

In der Tabelle blieb Sturm dem ebenfalls erfolgreichen Dritten Rapid damit bei weiter einem Zähler Rückstand auf den Fersen.

Für die nun punktgleich mit Schlusslicht Wacker Innsbruck auf Rang neun liegenden Wiener Neustädter traf Dario Tadic (50.) zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.

Die Partie stand ganz im Zeichen des Abschieds von Haas. Sturms Rekordtorschütze saß zum voraussichtlich letzten Mal im Aufgebot der Grazer, im Winter wechselt der 38-Jährige ins Management.

Sukuta-Pasu mit der Führung

Die Fans forderten von Beginn weg den Einsatz ihres Idols und ließen dabei auch keine Zweifel daran, dass sie mit dessen Ausbootung durch Trainer Peter Hyballa in dieser Saison nicht unbedingt glücklich waren.

Haas durfte vorerst von der Bank beobachten, wie sein Team die Weichen erfolgreich auf Sieg stellte.

Die zuletzt 2:1 gegen den WAC erfolgreichen Gäste begannen zwar forsch, nach einer Viertelstunde zeigten die ohne den beim Aufwärmen verletzten Vujadinovic angetretenen Hausherren die Kräfteverhältnisse aber erstmals auf: Sukuta-Pasu schraubte sich nach einer Koch-Flanke erfolgreich hoch und versenkte den Ball in hohem Bogen im Tor.

Okotie scheiterte kurz darauf bei der Chance auf das 2:0 an SC-Torhüter Siebenhandl (20.), ansonsten schienen die Grazer aber bedacht, die Führung zu verwalten.

Überraschender Anschlusstreffer

Wiener Neustadt kombinierte zwar gefällig, Torgefahr strahlte der Vorletzte aber keine aus. Kurz vor der Pause legte Sturm noch einmal erfolgreich einen Gang zu.

Dudic war nach Vorarbeit von Florian Kainz per Kopf zur Stelle, Schönheitsfehler war jedoch, dass der Serbe knapp im Abseits stand.

Nach einem in dieser Höhe verdienten Pausenstand brachte eine Unachtsamkeit von Sturm die Niederösterreicher kurzzeitig ins Spiel zurück. Eine verunglückte Abseitsfalle der Heimischen nutzte Tadic zum Anschlusstreffer.

Sturm schlägt zurück

SC-Trainer Pfeifenberger witterte daraufhin die Chance auf einen Punktegewinn und brachte mit Friesenbichler eine zweite echte Spitze.

Nach einer Stunde schaffte Sturm aber durch Sukuta-Pasu die endgültige Entscheidung, der Deutsche stand nach einem Stangenschuss des Ex-Neustädters Madl goldrichtig.

Die Fans fieberten danach nur noch dem Eintausch von Haas entgegen. Bis zur 77. Minute spannte Hyballa die 12.268 Zuschauer auf die Folter, ehe er den bei seinem Eintausch sichtlich gerührten "Super Mario" brachte.

Zweimal war Haas seinem 146. Tor für seine Grazer sogar gefährlich nahe. Siebenhandl (81.) sowie der per Kopf klärende Wallner (84.) bescherten dem ehemaligen Torjäger aber kein Abschiedsgeschenk nach Maß.

Nach dem Schlusspfiff verabschiedete sich Haas tränenüberströmt von seinen Fans.

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