Ried-Spiel für Salzburg so wichtig wie Duell mit Austria

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Red Bull Salzburg ist in der Bundesliga so richtig in Fahrt und will sich auch im Auswärtsspiel bei der SV Ried am Samstag (18.30 Uhr) nicht stoppen lassen.

Der Titelverteidiger gewann sieben der jüngsten acht Partien, mit einem weiteren Erfolg würde er aus eigener Kraft die Chance am Leben erhalten, in der 18. Runde am 2. Dezember im Heimspiel gegen Tabellenführer Austria (am Samstag gegen Mattersburg) an den Wienern vorbeizuziehen.

Der Liga-Schlager ist für die Salzburger momentan aber noch kein Thema, die volle Konzentration gilt dem Trip ins Innviertel. "Das Spiel gegen Ried ist genauso wichtig wie das gegen Austria Wien", betonte Georg Teigl.

Der 21-Jährige hat sich mit seinem Treffer zum 2:0-Endstand im Duell mit Wacker Innsbruck einen Platz in der Startformation erkämpft, er wird für den angeschlagenen Kevin Kampl zum Zug kommen.

"In Ried immer schwierig"

"In Ried ist es immer sehr schwierig zu spielen. Wir haben aber genug Selbstvertrauen, um dort bestehen zu können, auch wenn es kein Selbstläufer wird", sagte der Offensivspieler. Teigl ist nicht der Einzige, der gegenüber dem Wacker-Spiel in die Startformation rückt.

Coach Roger Schmidt muss auch auf die Ausfälle von Innenverteidiger Rodnei und Stürmer Jonathan Soriano reagieren. Darauf, dass Franz Schiemer bei einer weiteren Gelben Karte im Duell mit der Austria gesperrt wäre, nimmt Schmidt keine Rücksicht.

Schmidt appelliert

"Wir müssen auch in Ried eine Topleistung abrufen, um die Punkte einzufahren", betonte der Deutsche. Das erste Saisonduell endete in der Mozartstadt mit einem 1:1, trotz fast 90-minütiger Unterzahl nach einem Torraub-Ausschluss von Salzburgs Isaac Vorsah (5.).

Die Partie markierte damals den Beginn der "neuen" Zeitrechnung bei den Salzburgern, war es doch das erste Ligaspiel nach dem kräftigen Personalumbau Ende August.

Drei Spiele ohne Gegentor

Die Schmidt-Truppe siegte zuletzt nicht nur dreimal in Folge, sondern blieb dabei auch ohne Gegentreffer. "Wir haben mittlerweile an Stabilität gewonnen und sind in der Lage, das Spiel von hinten heraus sehr gut zu entwickeln", sagte Salzburgs Trainer.

"Wir haben die spielerische Klasse und Qualität, dass die Wahrscheinlichkeit da ist, die Spiele zu gewinnen, und sind nicht auf Zufall oder Glück angewiesen."

Ried ersatzgeschwächt

Die Oberösterreicher werden demgegenüber wohl schon auf Glück angewiesen sein, um ihre Serie von drei Heimpartien ohne Niederlage (zuletzt zwei Siege) fortführen zu können. Neben Thomas Hinum, Mario Reiter und Ivan Carill fallen mit Toptorschütze Rene Gartler und Markus Hammerer zwei wichtige Offensivkräfte aus.

Zudem ist auch der Einsatz von Clemens Walch fraglich. "Unsere Ausfälle tun uns viel mehr weh, bei Salzburg könnte auch die zweite Mannschaft in der Bundesliga voll mitspielen", meinte Gerhard Schweitzer.

Schweitzer träumt von Überraschung

Rieds Interimstrainer, der nicht damit spekulierte, dass der Gegner schon ans Austria-Spiel denken könnte, berief aufgrund der Personalmisere auch Amateure-Stürmer Jakob Kreuzer in den Kader. Vorzeitig geschlagen geben wollen sich die Innviertler aber keinesfalls.

"Salzburg ist mit der Austria momentan ganz klar über uns zu stellen, in einem Spiel ist aber immer alles möglich. Zu punkten, wäre super", sagte Schweitzer.

Die Marschroute

Das Erfolgsrezept hat er seiner Truppe mitgegeben, jetzt gilt es dieses in die Tat umzusetzen. "Wir müssen die gute Offensive der Salzburger bekämpfen, wichtig wäre es, einmal hinten die Null stehen zu haben", sagte der Ried-Trainer.

"Und im Konter müssen wir ihnen wehtun. Wir müssen im Abschluss konkreter werden, denn gegen Salzburg werden wir nicht so viele Chancen bekommen."

Ried seit 12 Spielen gegen RBS sieglos

Der letzte Ried-Sieg gegen Salzburg liegt mit einem 1:0 am 25. Juli 2009 im Innviertel schon lange zurück, seither gab es für die Oberösterreicher in zwölf Duellen bei sieben Niederlagen nur fünf Remis. Hoffnung macht den fünftplatzierten Riedern dafür folgendes Zahlenspiel:

Seit dem 5:2 in Wolfsberg wechselten sich bei den Innviertlern in sechs Runden immer Sieg und Niederlage ab, demnach wäre nach dem 1:3 in Graz gegen Sturm wieder ein Sieg an der Reihe.

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