Der Stammtisch zur 16. Runde

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Nehmt Platz und macht es euch gemütlich: Der Stammtisch ist angerichtet!

Klar, ihr kennt die Ergebnisse schon.

Und ihr wisst auch, wie es in der Tabelle aussieht.

Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Runde? Welche Zahlen muss man kennen? Was ist sonst noch so passiert?

Wir liefern euch nach jedem Spieltag der heimischen Liga eine Zusammenfassung der etwas anderen Art.

DER WINNER: RUBIN OKOTIE

Rubin, Rubin, Rubin! Wie wichtig der Stürmer für Sturm Graz ist, hat er in den vergangenen Wochen immer öfter beweisen können. Mit seinem zweiten Doppelpack in dieser Saison brachte er gegen Ried sein Team auf die Siegerstraße und markierte die Saisontreffer sechs und sieben - und das, obwohl er nach einer Operation aufgrund eines Jochbeinbruchs fünf Runden zum Zuschauen verdammt war. Okotie setzte mit seinem "Doppler-Effekt" ein Ausrufezeichen und stellte unter Beweis, dass es mit ihm in Form besser läuft. Der dritte Sieg in Folge unterstreicht das.

DER LOSER: MANUEL SEIDL

Klar ist, dass sich bei zehn Spielen ohne Sieg Frust aufstaut. Klar ist, dass bei Mattersburg die Erinnerung an den letzten vollen Erfolg am 25. August diesen Jahres immer mehr schwindet. Klar ist aber auch, dass Manuel Seidl noch immer einer der auffälligsten Akteure war und trotz aussichtloser Situation das Beste aus sich herausholte. Wenn aber beim 0:3 gegen Rapid selbst der "heimliche Chef" (Zitat Lederer im August) die Nerven wegschmeißt und sich binnen zehn Minuten mit zwei Fouls (das erste führte zum 0:2, das zweite aus der Kategorie "Frust") Gelb-Rot abholt, zeigt das, wie prekär die Lage im Burgenland wirklich ist. Ein Frust-Seidl der anderen Art...

SCHMANKERL DER RUNDE

  • DER FAN IST KÖNIG: Szenen, wie beim 3:0-Erfolg Rapids in Mattersburg sind wohl bundesligaweit nur mehr im Pappelstadion möglich. Während woanders Spieler abgeschottet werden, um nicht zu nahe in Kontakt mit Zuschauern zu kommen, spazierten nach dem Schlusspfiff mehrere Kinder auf den Rasen, um Autograme zu ergattern. In einem beliebig anderen Stadion hätten sie wohl unliebsame Bekanntschaft mit dem Securitypersonal gemacht. Für die SVM-Profis war es eine weitere Watsch'n. Denn in der Gunst der burgenländischen Nachwuchs-Fans standen die Rapidler über den Mattersburgern. Während Alar und Co. Autogramme schrieben, war der Gegner bereits in der Kabine.
  • DIE PFEIFE BLIEB STUMM: Schauplatz Wolfsberg. Erste Hälfte: Windbichler dringt in den Strafraum, WAC-Verteidiger Solano kommt zu spät und rutscht den Admiraner von hinten um. Zur Überraschung aller bleibt die Pfeife von Schiedsrichter Manuel Schüttengruber jedoch stumm. Klare Fehlentscheidung! Dass der Oberösterreicher kein Freund von Strafstößen ist, zeigt die letzte Saison. Denn schon vergangenes Spieljahr "übersah" (um es freundlich auszudrücken) der 29-Jährige fünf ganz klare Elfmeter. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
  • STRAFE MUSS SEIN: Die Wacker-Fans sorgten im West-Derby nicht nur für Stimmung, sondern auch für unschönen Szenen. So wurde Andreas Ulmer bei einem Eckball mit Bierbechern beworfen, ebenso der Assistent. Die "Strafe" folgte nur kurze Zeit später durch Sadio Mane, der die "Bullen" in Führung brachte. Da der Stürmer jedoch sehr provokant vor dem Gästeblock jubelte, wurde auch er mit Gelb bestraft.

  • KAZI ON FIRE: Auch in Graz gingen die Emotionen hoch. Schuld war, wie so oft, der Schiedsrichter. Unzählige Male gab es von beiden Seiten Beschwerden in Richtung Harald Lechner. Doch diesmal war es nicht Rumpelstilzchen Peter Hyballa, der bestraft wurde, sondern sein Torwart-Trainer Kazimierz Sidorczuk. Lechner verwies den 45-Jährigen kurz vor Spielende auf die Tribüne. "Der Schiedsrichter pfeift, einmal steht der Rieder Trainer auf, einmal stehe ich auf. Dann kam einmal Kazi Sidorczuk von hinten und den kann ich nun mal nicht wegschubsen. Das ist zu viel Masse", zeigte sich Hyballa hilflos.

BILD DES SPIELTAGS

VOLL AUF DIE NÜSSE

ZAHLENSPIELE

1 - Premiere für den WAC! Seit dem Aufstieg in die Bundesliga hieß es für die Kärntner daheim entweder Sieg oder Niederlage. Ein Unentschieden vor heimischem Publikum gab es nun erstmals beim 1:1 gegen die Admira.

2 - direkt verwandelte Freistoß-Tore in einem Spiel gelangen vor Deni Alar beim 3:0 in Mattersburg schon lange niemandem. Zuletzt schaffte dies Teamkollege Steffen Hofmann im November 2009, als er zwei ruhende Bälle im Wiener Derby im Netz versenkte.

2 - Halbzeiten hat bekanntlich ein Fußballspiel. Das dürfte Mattersburg beim 0:3 gegen Rapid nicht bewusst gewesen sein. Zwar waren die Burgenländer in den zweiten 45 Minuten in Unterzahl, kein einziges Torschuss ist aber dennoch nicht zu rechtfertigen. Zumal es so etwas im Pappelstadion auch noch nie gab.

3 - Spiele in Folge konnte Salzburg Siege feiern. Bei diesen drei Auftritten - zuletzt beim 2:0 gegen Wacker - blieben die Bullen stets ohne Gegentor.

3 - In der Fremde fühlt sich Ried unwohl. Während die letzten beiden Spiele vor eigenem Publikum gewonnen werden konnten, war das 1:3 bei Sturm bereits die dritte Auswärtsniederlage in Folge.

4 - Niederlagen in Folge kassiert der SC Wiener Neustadt bisher noch nie. Mit der 0:3-Niederlage bei der Austria wurde dieser Negativrekord jedoch erstmals besiegelt.

4 - Sadio Mane kommt bei Salzburg immer besser in Fahrt. Beim 2:0 gegen Wacker erzielte er bereits sein viertes Saisontor. Allerdings hat der Senegalese bisher einen Auswärts-Komplex. Alle Treffer erzielte er in der Bullen-Arena.

5 - Mal in dieser Saison kam die Admira nicht über ein Unentschieden hinaus. So war es auch beim 1:1 gegen den WAC. Mit fünf Remis halten die Südstädter den Ligahöchstwert.

5 - Die Wiener Neustädter sind in dieser Saison bisher die bösen Buben der Liga. Mit der Gelb-Roten Karte für Stefan Rakowitz kassierte gegen die Austria bereits der fünfte Spieler einen Platzverweis. Kein anderes Team musste so oft ein Spiel in Unterzahl weiterführen.

6 - Scorerpunkte hat Austrias Alexander Grünwald bereits auf seinem Konto - allesamt jedoch als Joker, denn Stammspieler ist er unter Trainer Peter Stöger bisher nicht. Neben zwei Toren legte er vier Treffer auf - jeweils ein Tor und einen Assist beim 3:0 gegen Wiener Neustadt.

7 - Mehr Torvorlagen konnte bisher noch kein Spieler in der laufenden Bundesliga-Saison für sich verbuchen. Haris Bukva und Marco Meilinger schlossen sich diesem Kreis beim 3:1-Sturms gegen Ried an. Rapids Steffen Hofmann und Wolfsbergs Michael Liendl hatten bereits so viele Assists auf ihrem Konto.

8 - Ried ist eine Art Lieblingsgegner von Sturm Graz. Im achten Bundesligaduell in Folge blieben die "Blackies" ungeschlagen. Eine noch verheerendere Negativserie wiesen die Innviertler gegen Sturm nur zwischen 1997 und 1998 auf.

10 - Wacker gewöhnt sich langsam daran, Partien mit nur zehn Mann zu Ende zu bringen. Vier der jüngsten sechs Bundesliga-Spiele beendeten die Tiroler in Unterzahl.

13 - ist als Unglückszahl bekannt. Auch Roman Wallner machte unangenehme Erfahrung damit. Auf den Tag genau 13 Jahre nach seinem Bundesliga-Debüt sah der Wacker-Stürmer erstmals eine glatte Rote Karte.

50 - Torschüsse gab Admira-Stürmer Benjamin Sulimani in dieser Saison mit seinen Füßen ab, fünf Treffer resultierten daraus. Gegen den WAC traf er erstmals mit Köpfchen - insgesamt erst sein zweites Kopfball-Tor in der Bundesliga.

Torschüsse, Torschuss-Vorlagen, Zweikämpfe, Pässe, Ballkontakte - die Arbeitsnachweise aller eingesetzten Spieler findest du hier im Stat-Check!

TEAM DER RUNDE

Das ist unser Team der 16. Runde!

Im diesem stehen immer jene Kicker, die im Bundesliga-Manager die besten Noten bekommen.

Ihre Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Sturm) sind jene, die die Klubs dem Daten-Liferant IMPIRE, der auch die Bundesliga beliefert, übermittelt haben - deshalb müssen sie nicht zwangsläufig mit jener Position, auf der sie tatsächlich eingesetzt wurden, entsprechen.

Die Noten der Spieler werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet.

So habt ihr in den Spielberichten der Runde abgestimmt (Stand Mo., 13:30 Uhr).





"On Fire" - Der Wendler

Gelungenes Trainer-Debüt für Klaus Schmidt beim Kapfenberger SV. Im ersten Spiel nach Thomas von Heesen, der als Sportdirektor weiter am Werk ist, konnten die Steirer Grödig 2:0 bezwingen. Es war im neunten Heimspiel der erste Sieg (!). Verantwortlich dafür: der Wendler! Nicht der Schlagerstar aus Deutschland, sondern der Stürmer aus der Obersteiermark. Philipp traf gegen die Salzburger zwei Mal. Schon beim ersten Duell netzte Wendler, traf zum 1. KSV-Sieg der Saison!

"On Ice" - Die Horner

Nein, Oktober und November sind nicht die Monate des SV Horn! Der Aufsteiger müht sich offenbar schonin die Winterpause. In beiden Monaten gab es in sechs Spielen nur einen Sieg, erst am Freitag verloren die Niederösterreicher bei der Vienna 0:3 und müssen schön langsam einen Blick nach hinten riskieren. Neun Punkte beträgt der Vorsprung auf das Schlusslicht, nur fünf auf den Relegationsplatz. Glücklicherweise sind nur noch zwei Partien in diesem Jahr zu spielen...

DER BLICK INS ARCHIV:

Respekt Herr Franz Lederer, Respekt! Zwischen diesen beiden Aufnahmen liegen neun Jahre. Damals, im Sommer 2003 waren Sie noch Co-Trainer in Mattersburg, mittlerweile sind Sie der dienstälteste Trainer der Bundesliga. Am vergangenen Samstag feierten Sie als 48-Jähriger Ihr achtjähriges Jubiläum als Chefacoach des SVM. Das Match gegen Rapid ging allerdings mit 0:3 verloren. Auch sonst sieht die aktuelle Lage im Burgenland nicht rosig aus - seit 10 Spielen sieglos. Dafür sehen Sie noch immer so frisch, wie vor neun Jahren aus, Respekt!

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