Untergangsstimmung bei Rapid

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Rapid verliert gegen den WAC

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Rapid wandert weiter durch das Tal der Tränen.

Am Sonntag kassierte der Rekordmeister in der 15. Runde der Bundesliga vor eigenem Publikum gegen Aufsteiger WAC eine 0:2 (0:1)-Niederlage und liegt damit bereits neun Zähler hinter Tabellenführer Austria.

Ein Doppelpack von Falk (6., 48./Saisontore 7 und 8) besiegelte das Schicksal der ersatzgeschwächten und verjüngten Hütteldorfer, die gegen die konterstarken Kärntner eine ganz schwache Leistung ablieferten und sich Hohn und Spott des eigenen Anhangs gefallen lassen mussten.

Fans ziehen im Minut 60 ab

Die Wolfsberger sind damit zum Angstgegner von Grün-Weiß avanciert, schon im ersten Saisonduell hatte die Bjelica-Truppe zu Hause einen 1:0-Erfolg über Rapid gefeiert.

Rapid holte damit in den jüngsten fünf BL-Partien nur vier Punkte, zur Ligakrise gesellt sich das vorzeitige Aus in der Europa-League, in der man noch ohne Punkt ist.

Der Anhang quittierte die schwache Darbietung mit Pfiffen und "Vorstand raus"-Rufen und zeigte der Mannschaft in der letzten halben Stunde die kalte Schulter: In der 60. Minute traten die Fans auf der Westtribüne geschlossen den Rückzug an, der Anhang auf der "Ost" folgte wenig später.

Mut zur Jugend

"Wenn wir nicht gewinnen, würde das die Situation noch verschärfen", hatte Rapid-Coach Schöttel schon vor dem Spiel vermutet.

Mit der Aufstellung bewies Schöttel, dem Hofmann, Drazan und Alar verletzt fehlten, jedenfalls Mut zur Jugend. Der 19-jährige Dominik Starkl kam als Solospitze zu seinem Startelfdebüt, Boyd saß nur auf der Bank.

Der verletzte Regisseur Hofmann wurde vom - letztlich enttäuschenden - Burgstaller vertreten, der zentral an der Seite Wydras (18) agierte, während an den Seiten Prokopic und Grozurek (20) postiert waren.

WAC im Konter gefährlich

Ohne Leithammel trat Rapid aber statisch und planlos auf und wurde vom gut verteidigenden WAC - ohne Polverino und Messner - immer wieder im Konter unter Druck gesetzt.

Die erste Möglichkeit führte dann auch zum 1:0 für die Gäste: Liendl narrte Katzer an der Seite, seine scharfe und präzise Flanke setzte Falk per Kopf zum 1:0 in die Maschen (6.).

Grün-Weiß hatte schließlich riesiges Glück, dass Falk nach Jacobo-Flanke per Kopf eine "Hundertprozentige" vergab (20.).

Blitzstart in Hälfte zwei

Selbst konnte der Rekordmeister kaum gefährlich werden, erst Wydra (Weitschus, 26.) und Starkl (am langen Eck vorbei, 32.) sorgten für leise Hoffnung beim bereits hörbar enttäuschten Rapidanhang.

Auch eine etwas dominantere Phase gegen Ende der ersten Hälfte führte zu keinen guten Möglichkeiten, ein Pfeifkonzert zur Pause war die Folge.

Dieses verstärkte sich kurz nach dem Seitenwechsel, als Falk auf 2:0 für die Kärntner erhöht hatte (48.): Einem Einwurf zum Gegner nutzte man blitzschnell, neuerlich leitete eine Jacobo-Flanke den Treffer ein.

Boyd verpasst

Die Hausherren antworteten postwendend, scheiterten aber am glänzend reagierenden Dobnik, der erst gegen Grozurek parierte und dann Trimmels Doppelchance zunichte machte (49.).

Zeit, um den Rückstand aufzuholen, wäre da noch gewesen, allein die kopflos agierenden Hütteldorfer waren nicht in der Lage, für echte Gefahr zu sorgen - auch nicht aus Standards.

Beste Möglichkeit blieb so eine Vorlage Grozureks, die der zu spät heranrutschende Boyd nicht mehr erwischte (60.).

WAC-Fans machen "Stimmung"

Die eingefleischten Fans auf den Rängen hinter den Toren verließen da bereits ihre Plätze, die Stimmung war in der Folge für Rapid-Verhältnisse verheerend.

Die Rufe der wenigen WAC-Fans schallten umso lauter durch die Arena, ihr Team konnte sich schließlich damit begnügen, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Königshofer musste in der Nachspielzeit sogar noch gegen Zakany eingreifen, um das dritte Gegentor zu verhindern.

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