Hält Kirchlers Höhenflug an?

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"Die Mannschaft hat Spaß, da gewinnt es sich leichter"

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Der FC Wacker Innsbruck hat sich in der Bundesliga unter Neo-Coach Roland Kirchler wieder herangekämpft. Nach Siegen gegen Ried und Mattersburg beträgt der Rückstand des Schlusslichts auf den Vorletzten SC Wiener Neustadt nur mehr einen Punkt.

Die Tiroler haben somit die Chance, die "Rote Laterne" am Samstag (16.00 Uhr) zum Auftakt der 14. Runde mit einem Sieg im direkten Auswärtsduell an die Niederösterreicher abzugeben.

Abstiegskampf völlig offen

Aufgrund der Tabellenkonstellation steht für beide Mannschaften viel auf dem Spiel. Sowohl die Tiroler (9 Punkte) als auch die Wiener Neustädter (10) könnten mit einem vollen Erfolg auch weiteren Teams wie Mattersburg oder dem WAC (je 14) näher rücken und diese damit mehr in den Abstiegskampf hineinziehen.

"Es ist ein wichtiges Spiel für uns", betont Kirchler. Sein Trainer-Pendant und Freund Heimo Pfeifenberger sah die Sache ähnlich: "Es ist ein sehr wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Ich werde dem Roli nichts schenken und er mir nichts."

Die Tiroler präsentieren sich seit Kirchlers Amtsantritt erstarkt und haben das Siegen wieder gelernt. Neben den Erfolgen in der Meisterschaft zeigt das Schlusslicht am Dienstag auch mit dem 2:1-Auswärtssieg gegen Sturm Graz im ÖFB-Cup-Achtelfinale auf.

"Alle guten Dinge sind vier"

Wackers Cheftrainer änderte deshalb kurzerhand ein Sprichwort um: "Alle guten Dinge sind vier", hofft der Ex-ÖFB-Teamspieler auf Sieg Nummer vier in seinem vierten Spiel auf der Trainerbank der Tiroler.

Kirchler bleibt auch vor der vorerst wichtigsten Partie locker, sieht die Sache gelassen. "In den Spielen gegen Ried und Mattersburg hatten wir mehr Druck, weil da haben wir unbedingt gewinnen müssen, um überhaupt in die jetzige Ausgangsposition zu kommen", sagt der 42-Jährige, der mit einem Vierkampf gegen den Abstieg rechnet.

Seine Truppe werde in Niederösterreich jedenfalls nicht "auf Teufel komm raus" stürmen. Kapitän Tomas Abraham und Co. strotzen nach der jüngsten Erfolgsserie vor Selbstvertrauen.

"Die Siege haben uns gut getan, das nötige Selbstvertrauen gebracht, und damit wird alles viel einfacher. Die Mannschaft hat Spaß, das macht das gewinnen auch leichter", sagte Christoph Saurer im Namen der Mannschaft. Für den Mittelfeldspieler ist es eine besondere Partie, geht es doch gegen seinen Ex-Club.

Wer hat die bessere Tagesverfassung?

Die Niederösterreicher mussten zuletzt mit 1:3 gegen Ried wieder einmal eine Niederlage hinnehmen. Pfeifenberger war allerdings mit dem Auftritt seiner Mannschaft im Innviertel zufrieden und blickte optimistisch in Richtung "Kellerduell".

"Wir werden versuchen, so zu spielen wie in den letzten Spielen", sagte der Wiener-Neustadt-Trainer. "Die Tagesverfassung wird entscheidend sein, wer die Zweikämpfe gewinnt, wer in der Offensive Akzente setzt. Ich glaube, dass beide Mannschaften ähnlich spielen."

Dem Gegner streute der Salzburger Rosen. "Sie haben sich gefunden. Der Roli hat der Mannschaft neue Impulse einhauchen können, aber das habe ich auch erwartet", sagt Pfeifenberger, der seine Abwehr aufgrund der Sperre von Jiri Lenko umbauen muss.

Das erste direkte Saisonduell in Innsbruck könne man deshalb auch nicht mehr als Anhaltspunkt hernehmen. Am 18. August hatte Günter Friesenbichler beim 3:2-Erfolg der Niederösterreicher einen Triplepack erzielt. "Jetzt gibt es ganz andere Voraussetzungen, ich rechne mit einem spannenden Spiel", meint Pfeifenberger.

Der von seiner Augenverletzung genesene Friesenbichler ist als "Joker" auch diesmal ein Thema. Die Niederösterreicher haben in der Bundesliga zu Hause gegen die Tiroler in vier Spielen noch nicht verloren, dabei gab es aber gleich drei Remis.

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