Schlittert Mattersburg in Krise?

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"Bei uns ist es höchste Zeit die Punkte mitzunehmen"

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Der SV Mattersburg und Aufsteiger WAC stehen in der 14. Runde der Bundesliga im Duell des Achten mit dem Siebenten vor einer richtungsweisenden Partie. Bei einem Sieg könnten sich die Teams in Richtung Europacup-Platz orientieren, bei einer Niederlage am Samstag (18.30 Uhr) im Pappelstadion droht hingegen der Vorsprung auf das Liga-Schlusslicht von aktuell fünf Zählern kleiner zu werden.

Kann Mattersburg noch gewinnen?

Für die Burgenländer ist der Druck größer, sie sind in der Meisterschaft seit sieben Runden sieglos und blamierten sich zudem am Dienstag im ÖFB-Cup-Achtelfinale gegen den Regionalligisten LASK. Deshalb ist nun vor eigenem Publikum, wo es zuletzt drei Niederlagen in Folge setzte, Wiedergutmachung angesagt.

"Bei uns ist es höchste Zeit, dass wir nicht nur halbwegs eine Leistung zeigen, sondern auch die Punkte mitnehmen", sprach Mattersburg-Trainer Franz Lederer Klartext. Vor allem auch, da es gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn gehe.

Bei einem vollen Erfolg hätte man die Chance, nach Punkten eventuell mit dem Tabellenfünften Ried gleichzuziehen. Die Chance nächstes Jahr im Europacup vertreten zu sein, wäre damit voll intakt, qualifizieren sich doch dieses Jahr fünf ÖFB-Vertreter für den Europacup.

"Das erste Ziel, über den Cup in den Europacup zu kommen, müssen wir ad acta legen. Jetzt geht es nur mehr über die Meisterschaft", ist sich Lederer bewusst.

"Wir werden die drei Punkte machen"

Gegen die Kärntner sei ein schweres Spiel zu erwarten. "Wir wollen und werden die drei Punkte auch machen, wenn alles einmal für uns läuft", sagte Lederer. Die Wolfsberger dürfe man allerdings sicher nicht unterschätzen.

"Sie haben viele gute Individualisten, die darf man nicht in Spiellaune kommen lassen, sonst wird es gefährlich", meinte der Mattersburg-Trainer.

In Wolfsberg setzten sich die Mattersburger in einer engen Partie knapp mit 1:0 durch, das wäre auch diesmal nach dem Geschmack von Lederer.

"Wir haben in Wolfsberg gezeigt, wie man gegen sie auftreten sollte. Gewonnen und zu Null, das wäre natürlich auch dieses Mal ideal", meinte Mattersburgs Coach, der nur auf Pöllhuber verzichten muss.

Bjelica denkt Step by Step

Der WAC gab sich im Cup keine Blöße, siegte gegen den FC Lustenau 2:1. Zuvor gab es vor der witterungsbedingt abgebrochenen Partie gegen Sturm Graz drei Bundesligaspiele ohne Sieg.

"Deshalb wäre ein Sieg jetzt sehr wichtig", betonte WAC-Coach Nenad Bjelica. Der Auftritt im Cup sowie davor gegen Sturm stimmte den Kroaten zuversichtlich. "Auf diese Leistungen können wir aufbauen, wir müssen uns genauso wie zuletzt präsentieren."

Mit einem Sieg würde der Aufsteiger dem angepeilten Ziel Klassenerhalt wieder ein Stück näher rücken. "Es wäre wieder ein kleiner Schritt, aber auch mit 17 Punkten wird man die Klasse nicht halten", sagte Bjelica, der damit rechnete, dass es für beide Teams bis zum Schluss gegen den Abstieg gehen werde.

Dass die Burgenländer im Cup gescheitert sind, könnte laut dem WAC-Trainer ein Vorteil für die Wolfsberger sein. "Und Mattersburg spielt zu Hause, hat sicher mehr Druck als wir", ergänzte Bjelica, der noch um den Einsatz der angeschlagenen Jacobo und Polverino bangte.

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