Der Stammtisch zur 14. Runde

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Nehmt Platz und macht es euch gemütlich: Der Stammtisch ist angerichtet!

Klar, ihr kennt die Ergebnisse schon.

Und ihr wisst auch, wie es in der Tabelle aussieht.

Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Runde? Welche Zahlen muss man kennen? Was ist sonst noch so passiert?

Wir liefern euch nach jedem Spieltag der heimischen Liga eine Zusammenfassung der etwas anderen Art.

DER WINNER: PHILIPP HOSINER

Lieber Philipp, wir sind ja der Meinung, dass deine Leistungen in den vergangenen Tagen ganz okay waren. Sechs Tore in zwei Bundesliga-Spielen, also nicht einmal 29 Spielminuten pro Treffer - das kann man so schon mal machen. Beim 4:0 im Cup gegen Villach hast du ja auch einmal getroffen. Und über den verschossenen Elfer gegen die Kärntner hüllen wir einfach den Mantel des Schweigens. Im Ernst: Ganz großer Sport! Und ein kleiner Tipp: In der Länderspielpause nichts vornehmen, da wirst du nämlich beschäftigt sein.

DER LOSER: RICHARD WINDBICHLER

Salzburg war für den Abwehrspieler keine Reise wert. Beim ersten Treffer durch Christoph Leitgeb den Ball unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht, beim vierten Treffer durch Florian Klein den Ball unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht. War wohl nichts! Freilich ist der 21-Jährige nicht Alleinschuldiger der Mini-Krise, in der die Admira derzeit steckt, aber bei elf Gegentreffern in zwei Spielen trägt man als Innenverteidiger durchaus einen Teil der Verantwortung. Die gute Nachricht: Gegen die "Bullen" muss er erst Ende Februar 2013 wieder ran.

SCHMANKERL DER RUNDE

  • WALLNERS GEPLATZTER KNOTEN: Jetzt hat Roman Wallner also auch in der Bundesliga zum ersten Mal für den FC Wacker getroffen. Und plötzlich sieht das statistisch alles gar nicht so schlecht aus, was der Stürmer bisher für die Innsbrucker fabriziert hat. Alle 151 Spielminuten gelingt dem 30-Jährigen ein Pflichtspieltor für die Tiroler. Zum Vergleich: Rieds Rene Gartler trifft nur alle 192 Minuten, Sturms Richard Sukuta-Pasu alle 247 Minuten und Mattersburgs Patrick Bürger gar nur alle 307 Minuten.

  • PYROTECHNIK IST KEIN VERBRECHEN: Man könnte ja meinen, der SK Sturm hat aus dem Bankrott des GAK gelernt und spart, wo es nur geht. Rund 20 Minuten vor dem Anpfiff ca. zehn Minuten lang das Flutlicht ausschalten, ist keine schlechte Idee. Das spart Strom. Und die Fans im Stadion haben ja sowieso ihre bengalischen Feuer mit, um das Spielfeld zumindest einigermaßen zu beleuchten.

 

  • SCHRETERS "FAN-ZUSPRUCH": Beim Gipfeltreffen der aktuellen Abstiegskandidaten in Wiener Neustadt lieferte Marcel Schreter nicht seine beste Partie ab, geriet aber trotzdem in den Fokus der Fans. Als er lautstark Schmerzen nach einem Foul kundtat, jedoch gleich wieder aufstand und den Freistoß ausführte, hatten ihn die Wiener Neustädter auf dem Kieker. Bei jedem Ballkontakt schrie die Haupttribüne "Au, Au, Au". Erst nach der Halbzeit hörte sich das auf, aber auch nur weil Schreter da schon ausgewechselt war.

Anweisung ins Nichts

  • NEBEL DES GRAUENS: In der 14. Runde hat der Wolfsberger AC in Mattersburg gespielt. Habt ihr das gesehen? Wir auch nicht. Niemand hat das. Aber angeblich ist das Spiel 1:1 ausgegangen. Angeblich haben auch 2.400 Menschen dafür Eintritt bezahlt. All diese Behauptungen stützen sich jedoch lediglich auf Vermutungen.

 

  • LEITGEBS VERWANDLUNG: Gerüchten zufolge ist es immer noch der Christoph Leitgeb, den wir alle seit Jahren kennen, der da mit der Nummer 24 am Rücken im Salzburger-Trikot durch die Bundesliga-Stadien läuft. So recht wollen wir das aber nicht glauben. Denn der blonde Herr, der da gegen die Admira gespielt hat, hat in einem Spiel zwei Tore erzielt. Ja, wirklich! Einen Doppelpack! Der Leiti! Das ist ihm noch nie zuvor gelungen. Überhaupt hat er nun schon drei Saisontore auf dem Konto - also genauso viele wie in den vergangenen beiden Spielzeiten zusammen. Fehlen nur noch zwei Treffer zur Egalisierung seiner Bestmarke von fünf Saisontoren 2009/10.

  • DIE GLÜCKSSCHLEIFE: "Ein Schweißband als Kapitänsbinde ist der Austria nicht würdig", fand Manuel Ortlechner. Tatsächlich hatte das Ding, das der Oberösterreicher bisher auf seinem linken Oberarm spazieren trug, nur wenig Charme. Also hat der Abwehrspieler unter Mithilfe eines Fanshop-Mitarbeiters kurzerhand eine neue Schleife designt. "Gemma Austria!", ruft der violette Spielführer übrigens immer, kurz bevor er den Rasen betritt. Die neue Binde hat offenbar Glück gebracht, immerhin gewannen die Veilchen 6:1. Und im Fanshop gibt es auch schon Anfragen, ob das Stück auch verkauft wird. Man kann also nicht behaupten, "Orti" würde sein Kapitänsamt schleifen lassen.

BILD DES SPIELTAGS

GRAZER FILMGESCHICHTE

ZAHLENSPIELE

1 - Zum ersten Mal in der laufenden Saison hat der SK Rapid ein Gegentor nach einer Flanke kassiert. Es war das 1:0 von Richard Sukuta-Pasu nach einer Hereingabe von Christian Klem. Bis dahin waren die Hütteldorfer das einzige Team, das auf diese Weise noch nicht bezwungen wurde.

2 - 13 Minuten lang durfte Dario Tadic bei Wr. Neustadts 0:1- Niederlage gegen den FC Wacker ran. In dieser Zeit brachte es der gute Mann gerade einmal auf zwei Ballkontakte. Frischer Wind sieht anders aus.

2 - Roland Linz ist und bleibt ein eiskalter Knipser. In den sieben Minuten, die der Stürmer gegen die SV Ried ran durfte, berührte er nur zwei Mal den Ball. Für ein Tor hat es trotzdem gereicht.

6 - Soviele Gegentore hat die SV Ried noch nie gegen die Austria, die ihren höchsten Liga-Sieg seit August 2007 (6:1 gegen Wacker Innsbruck) feierte, kassiert. Bisher waren drei Tore in einem Spiel gegen die "Wikinger" das höchste der violetten Gefühle.

7 - Thomas Schrammel teilte bei Rapids Niederlage gegen den SK Sturm ordentlich aus. Der Außenverteidiger beging in 90 Minuten nicht weniger als sieben Fouls. Das sind genauso viele wie in seinen bisherigen sechs Liga-Auftritten zusammen. Böser Bube!

9 - So oft zückte Markus Hameter Samstag-Abend beim Spiel zwischen dem SK Sturm und Rapid Wien die Gelbe Karte. Das ist Rekord in der laufenden Saison.

10 - Soviele Wochen ist der SV Mattersburg nun schon ohne Sieg in der Bundesliga. Die magere Ausbeute aus den vergangenen acht Runden: Drei Punkte.

12 - Die Hilflosigkeit der Admiraner beim 0:5 in Salzburg lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass die Südstädter ein Dutzend Fouls mehr begangen haben (23), als ihre Bezwinger (11). Von den Spielern in der Startelf ist lediglich Goalie Patrick Tischler ohne unlauteres Vergehen ausgekommen.

18 - Mattersburgs Thorsten Röcher und Wolfsbergs Christian Thonhofer lieferten sich ein ganz heißes Duell. Nicht weniger als 18 Zweikämpfe bestritten die beiden miteinander. Der WAC-Profi behielt mit 13 gewonnenen zumeist die Oberhand.

20 - Warum nicht Christoph Saurer als Rechtsverteidiger auflaufen lassen? Das hat sich Wacker-Coach Roland Kirchler gedacht. Nach dem Spiel in Wiener Neustadt liegt der Grund auf der Hand: Der Wiener gewann gegen seinen direkten Gegenspieler Dominik Hofbauer nur zwei von zehn Zweikämpfen, also gerade einmal 20 Prozent.

30 - Satte Rabatte bei der Austria. Weil Philipp Hosiner daheim gegen die SV Ried drei Tore erzielte, gab es nach dem Spiel im Fanshop sein Trikot um 30 Prozent billiger.

66,7 - Lediglich zwei Drittel der Pässe beim Spiel zwischen dem SV Mattersburg und dem Wolfsberger AC haben ihren Weg zum Mitspieler gefunden. Wir wollen nichts beschönigen: Das ist ein armseliger Wert! Aber wir lassen den dichten Nebel zumindest zum Teil als Ausrede gelten.

77 - Soviele Tage benötigte der FC Wacker Innsbruck, um die Rote Laterne wieder an den SC Wiener Neustadt abzugeben.

371 - Ein Remis im Pappel-Stadion. Das gab es schon lange nicht mehr. Zuletzt wurde vor 371 Tagen, also etwas mehr als einem Jahr, bei einem Heimspiel des SV Mattersburg kein Sieger ermittelt. In der 13. Runde 2011/12 endete das Spiel gegen die Admira torlos. Und dann kam Wolfsberg...

Torschüsse, Torschuss-Vorlagen, Zweikämpfe, Pässe, Ballkontakte - die Arbeitsnachweise aller eingesetzten Spieler findest du hier im Stat-Check!

TEAM DER RUNDE

Das ist unser Team der 14. Runde!

Im diesem stehen immer jene Kicker, die im Bundesliga-Manager die besten Noten bekommen.

Ihre Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Sturm) sind jene, die die Klubs dem Daten-Liferant IMPIRE, der auch die Bundesliga beliefert, übermittelt haben - deshalb müssen sie nicht zwangsläufig mit jener Position, auf der sie tatsächlich eingesetzt wurden, entsprechen.

Die Noten der Spieler werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet.

FRÄNKYS BLOODY HELL

Dass der Schiemer Franz immer noch keinen Spitznamen a la "Turban-Turbo" trägt, ist uns völlig schleierhaft.

Das Blut, dass der Salzburg-Profi in seiner bisherigen Karriere schon auf den Fußballplätzen dieses Landes vergossen hat, ist vermutlich schon in Litern zu messen.

Am Samstag gegen die Admira war es wieder einmal soweit, eine Wunde musste verarztet werden.

Wir haben ein Potpourri aus Bildern seiner bisherigen "Unfälle":

So habt ihr in den Spielberichten der Runde abgestimmt (Stand Mo., 14 Uhr).





"On Fire" - Lukas Hinterseer

Wenn der Opa schon mal da ist, muss man ihm auch etwas bieten. So oder so ähnlich wird Lukas Hinterseer bei Viennas 3:1-Heimsieg gegen Kapfenberg gedacht haben. Vor dem Spiel nahm Großvater Ernst, der 1960 bei den Spielen in Squaw Valley zu Olympischem Slalom-Gold fuhr, den Ehrenanstoß vor, eine halbe Stunde später köpfte sein Enkel zur 1:0-Führung der Döblinger ein.

"On Ice" - Lustenau

Die Stimmung in Österreichs einwohnerreichsten Marktgemeinde an diesem Wochenende dürfte eher unterkühlt gewesen sein. Am Freitag verlor die Austria in St. Pölten mit 1:2, am Samstag musste sich der FC daheim den Altachern mit 0:1 geschlagen geben. Gut für die Gastronomen: Sie profitierten somit gleich an zwei Abenden von Fans, die ihren Frust im Alkohol ertränkten.

DER BLICK INS ARCHIV:

In der Schlussphase des 5:0 gegen die Admira durfte der 16-Jährige Valentino Lazaro zum ersten Mal in der Bundesliga auflaufen. Der Salzburg-Kicker gilt seit geraumer Zeit als eines der größten Talente des Landes, ist Nachwuchs-Teamspieler und steht auf den Scouting-Listen von Top-Klubs wie Inter, Bayern und Chelsea. Das Foto auf der linken Seite stammt aus seiner Zeit beim GAK, damals war der Mittelfeldspieler elf Jahre alt.

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