Schmidt erwartet "offenen Schlagabtausch"

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Selten zuvor war die Favoritenrolle von Red Bull Salzburg bei einem Gastspiel im Hanappi-Stadion so groß wie vor dem Duell mit Rapid am Sonntag (16 Uhr).

Während die Hütteldorfer nach den jüngsten Tiefschlägen gegen die Austria und Bayer Leverkusen in den Seilen hängen, reist der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga in Topform zum Schlager der 13. Bundesliga-Runde.

Acht Spiele ohne Niederlage

Die Mozartstädter sind seit acht Meisterschaftspartien ungeschlagen und feierten zuletzt vier Erfolge en suite, auswärts blieben die "Bullen" in diesem Jahr sogar noch ohne Niederlage.

Allerdings wurden beide Serien nach Schlappen gegen Rapid gestartet - fremdes Terrain verließ der Doublegewinner zuletzt im November des Vorjahres beim 2:4 im Hanappi-Stadion als Verlierer, die bisher letzte Niederlage setzte es im August beim Heim-0:2 gegen die Grün-Weißen.

Richtige Schlussfolgerungen

Nach dieser Partie schlugen die Salzburger groß auf dem Transfermarkt zu und präsentierten sich in der Folge in deutlich besserer Verfassung.

27 Zähler stehen nach einem Drittel der Meisterschaft zu Buche und damit so viele wie noch nie in der Red-Bull-Ära. "Wir haben die richtigen Schlüsse aus diesem Match gezogen", sagte Trainer Roger Schmidt.

Die vielen Neuverpflichtungen seien aber keine Kurzschlussreaktion gewesen. "Wir haben in den letzten zwei Monaten sehr hart gearbeitet und können nun ein anderes Tempo gehen. Auch die physischen Voraussetzungen sind jetzt andere."

"Mit sehr viel Freude"

Dennoch weigerte sich Schmidt, Rapid als krassen Außenseiter zu sehen. "Das soll jeder für sich beurteilen. Ich erwarte mir einen offenen Schlagabtausch."

Die Aussicht darauf, den Titelrivalen bei einem vollen Erfolg bereits sieben Punkte hinter sich zu lassen, lässt Schmidt erwartungsfroh auf den Liga-Hit blicken. "Wir gehen mit sehr viel Freude in dieses Spiel."

Die Rivalität zwischen Rapid und Red Bull wollte der Deutsche nicht überbewerten. "Letztendlich geht es nur um drei Punkte. Wir erwarten eine Riesenstimmung im Stadion und wollen in dieser Atmosphäre eine Topleistung abrufen", erklärte Schmidt und kündigte eine angriffslustige Salzburg-Mannschaft an. "Wir wollen offensiv spielen und Rapid unter Druck setzen."

Keine Leichtsinnsfehler mehr

Ein bedingungsloser Sturmlauf des Spitzenreiters ist aber nicht zu erwarten.

"Unser Spiel ist offensiv ausgerichtet, egal ob auswärts oder daheim. Nur darf diese Offensive nicht auf Kosten der Defensive gehen. Denn unsere Spielentwicklung bürgt für gewisse Gefahren. Solche Leichtsinnsfehler wie gegen den WAC dürfen wir uns gegen Rapid nicht erlauben", warnte Schmidt mit Hinweis auf die vielen Torchancen, die man den Kärntnern beim 4:1 am vergangenen Samstag ermöglicht hatte.

Hofmann-Ausfall "kein Vorteil"

Der Salzburg-Trainer wurde am Donnerstag im Happel-Stadion Zeuge des 0:4 von Rapid gegen Bayer Leverkusen und bekam dabei vor Augen geführt, wie schwer die Hütteldorfer von der Abwesenheit ihres Kapitäns Steffen Hofmann getroffen wurden.

Dass der Deutsche gegen Salzburg zumindest zu Beginn fehlen dürfte, wertete Schmidt trotzdem nicht als großen Vorteil.

"Das wird keinen Einfluss auf das Spiel haben. Wir schauen auf uns, so selbstbewusst sind wir", sagte der 45-Jährige, gab aber auch zu, dass Hofmann "das Herz der Mannschaft" sei. "Doch bei uns hat Mendes auch acht Wochen gefehlt", betonte Schmidt. Der Niederländer könnte gegen Rapid sein Comeback geben.

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