Nur die Nebengeräusche stören

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"Ich lasse die Kirche im Dorf"

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Zufriedene Gesichter wohin das Auge reicht.

„Wir haben speziell in der ersten Hälfte ein Topspiel geboten. Die Laufbereitschaft und das Engagement meiner Mannschaft war super“, erklärte Admira-Coach Didi Kühbauer nach dem 4:1 gegen Schlusslicht Wacker.

Der Burgenländer gestand aber auch, „dass der Ausschluss von Abraham in der fünften Minute sicher nicht ungünstig für uns war.“

Die Südstädter zogen in den ersten 45 Minuten ein wahres Powerplay auf und belagerten den Strafraum der Innsbrucker.

Den zwei Treffern von Schick (11.) und Ouedraogo (24.) folgte gleich nach der Pause das dritte Tor durch Schwab (47.).

Sudern auf hohem Niveau

Danach schalteten Plassnegger und Co. jedoch einen Gang zurück – zum Unmut des Trainers. „Wir haben uns in der Kabine vorgenommen, gleich auf das dritte Tor zu gehen. Das ist uns schnell gelungen, doch statt weiter Druck auszuüben, haben wir nachgelassen. Das ist für mich unverständlich. Wir waren zu behäbig, waren nur auf Ballbesitz aus“, so Kühbauer.

Diese Kritik gehörte aber in die Kategorie „Sudern auf hohem Niveau“, denn der Ex-Internationale war summa summarum angetan.

„Ein paar kritische Worte gehören dazu. Ich bin trotzdem sehr zufrieden. Wir haben drei Punkte geholt, es gab keinen Verletzten. Das ist entscheidend.“

Thürauer stellt Saisonrekord auf

Lukas Thürauer stellte im Duell mit den Tirolern zudem einen neuen Saisonrekord auf. 137 Ballkontakte in einer Partie schaffte bisher noch kein Akteur in diesem Spieljahr.

Ein Wert, der seine aktuelle Formkurve gut widerspiegelt. Der Niederösterreicher zieht seit Wochen die Fäden im Mittelfeld, leitet Torchancen ein und kommt auch selber zum Abschluss. Zwei Tore und zwei Assist stehen bereits am Konto.

Man kann getrost sagen, dass der Ex-St. Pöltener in der Südstadt angekommen ist. Seine Leistungsexplosion erklärt Kühbauer ganz einfach: „Weil er ein guter Fußballer ist.“

Der geforderte EL-Quali-Platz

Gut steht die Admira auch in der Tabelle da. Der aktuelle vierte Platz würde für einen internationalen Startplatz reichen. Doch bei diesem Thema wird der Admira-Coach vorsichtig.

„Wir haben ein kleines Budget, dennoch wird ein EL-Qualifikationsplatz von einigen Leuten gefordert. Ich lasse die Kirche im Dorf, übe keinen Druck auf meine Spieler aus. Wenn wir es erneut schaffen, wäre es eine unglaubliche Leistung. Doch es ist zu früh, darüber zu reden.“

Apropos Budget. Möglicherweise kommen im Winter ein paar Euros in die Kassa. Dann nämlich, wenn Marcel Sabitzer verkauft wird. Interessenten am Youngster, dessen Vertrag im Sommer 2013 ausläuft, gibt es genug (LAOLA1-Story).

Verletzte kehren zurück

 „Wir werden nach der Länderspielpause Gespräche führen. Auch über eine Vertragsverlängerung. Es gibt viele Varianten, wie es mit Sabitzer weitergeht“, berichtet Präsident Richard Trenkwalder.

Nach der Länderspielpause kehren auch die Verletzten Patrick Seeger und Benjamin Sulimani zurück. Dann stehen Kühbauer wieder mehr Optionen in der Offensive zur Verfügung. Und auch dieser Umstand sorgt für zufriedene Gesichter…

Martin Wechtl

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