Innsbruck will endlich wieder punkten

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Auf dem Papier könnte der Admira am Samstag wohl keine angenehmere Aufgabe bevorstehen.

Die Südstädter treffen in der elften Runde der Fußball-Bundesliga vor eigenem Publikum auf Schlusslicht Wacker Innsbruck, das zuletzt sechs Meisterschaftspartien in Folge verlor und seit 484 Minuten auf einen Torerfolg wartet.

Tiroler nicht unterschätzen

Von einem Pflichtsieg will Admira-Coach Dietmar Kühbauer dennoch nichts hören. "Wer glaubt, dass auf uns ein Spaziergang wartet, irrt", betonte der Burgenländer.

Die Tiroler seien zuletzt oft unter ihrem Wert geschlagen worden. "Und auch wenn sie oft verloren haben, sind sie nie auseinandergenommen worden. Außerdem waren unsere letzten Spiele gegen Wacker immer eng", sagte Kühbauer.

Deshalb forderte der Ex-Teamspieler seine Schützlinge auf, mit voller Konzentration ins Match zu gehen. "Wir müssen dieses Spiel hundertprozentig ernst nehmen, sonst kann es schlecht ausgehen", warnte der 41-Jährige, dessen Club die jüngsten vier Liga-Partien ungeschlagen überstand und gegen Wacker im Oberhaus seit 18. September 2004 keine Heimniederlage kassierte.

Verschiedene Ausgangssituationen

Im Falle eines Sieges könnte sich die im Moment sechstplatzierte Admira bis auf Platz vier verbessern und damit wieder in jene Tabellenregionen vorstoßen, in denen sie in der vergangenen Saison Stammgast war.

"Natürlich wollen wir uns wieder oben ansiedeln, aber wir müssen nicht oben sein. Man kann von uns nicht erwarten, dass wir wieder Dritter werden", erklärte Kühbauer.

An einen Vorstoß in die Europacup-Ränge ist bei Wacker Innsbruck derzeit nicht zu denken - mit nur drei Punkten zieren die Tiroler drei Zähler hinter dem SC Wiener Neustadt das Tabellenende.

Gute Leistungen, keine Punkte

Dennoch keimte zuletzt im "Heiligen Land" wieder etwas Hoffnung auf, schließlich präsentierte man sich bei den Niederlagen gegen den WAC und Rapid über weite Strecken ebenbürtig.

"Wir haben zuletzt guten Fußball gezeigt, sind aber nicht belohnt worden. Jetzt müssen wir diese guten Leistungen bestätigen, dann werden sich auch wieder die Punkte einstellen", sagte Trainer Walter Kogler.

Der Kärntner legte in den vergangenen Tagen den Fokus vermehrt auf den Torabschluss. "Aber die Chancenauswertung kann man nur bis zu einem gewissen Grad trainieren. Da gehört auch das nötige Quäntchen Glück dazu, und bei einem Erfolgserlebnis geht dann alles leichter."

Damit gegen die Admira der Knoten platzt, müssen die Innsbrucker vor allem das schnelle Umschalten der Niederösterreicher unterbinden. "Bei Ballverlust wollen wir sofort beim gegnerischen Mann sein, eine Art Gegenpressing machen", meinte der Trainer.

"Nicht alle Fans gegen mich"

Wenn es aber in der Südstadt schiefgehen sollte, wird sich der Druck von Teilen der Anhängerschaft auf Trainer und Clubführung wohl weiter erhöhen.

"Aber es sind ja nicht alle Fans gegen mich. Natürlich werden die, die am lautesten sind, am ehesten gehört. Beeinflussen lasse ich mich davon trotzdem nicht", sagte Kogler.

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