Motivation für Rapid, Verzweiflung bei Wacker

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Sieben von zehn Ligaspielen hat Rapid gewonnen - allesamt zu Null.

Der neue Tabellenführer macht seinen Kontrahenten das Toreschießen schwer.

Im September haben die Wiener in der Fußball-Bundesliga nicht ein Gegentor erhalten.

Den Kasten sauber zu halten, wird am Donnerstag aber ungleich schwieriger als beim 2:0 am Samstag beim Schlusslicht Wacker Innsbruck.

Dann trifft der Rekordmeister im zweiten Europa-League-Gruppenspiel auswärts auf Metalist Charkiw.

Tabellenführung als "schöne Motivation"

Rapid reist mit der breiten Brust eines Tabellenführers in die Ukraine.

Aufgrund der um drei Treffer besseren Tordifferenz lösten die Hütteldorfer den Stadtrivalen Austria (1:1 gegen Aufsteiger WAC) an der Spitze ab.

"Für die Rapid-Fans ist der Blick auf die Tabelle jetzt in jedem Fall besser", versicherte Trainer Peter Schöttel.

"Für uns als Mannschaft ist das auch eine schöne Motivation für die nächsten schweren Aufgaben."

Selbstvertrauen für Charkiw

Der Respekt vor Charkiws Südamerika-Auswahl, die vergangene Saison bereits die Austria (2:1, 4:1) und Salzburg (4:0,4:1) abgefertigt hat, ist groß.

"Das wird richtig schwer", prognostizierte Schöttel. "Wir werden uns in den nächsten Tagen sehr gut vorbereiten und versuchen, eine gute Leistung zu bringen."

Beim Schlusslicht in Tirol erbrachte sie seine Mannschaft abgesehen von einer matten ersten halben Stunde.

Stürmer Terrence Boyd vergab schon vor der Pause einige Großchancen, ehe Markus Katzer den Bann mit einem glücklichen Treffer brach.

Der Verteidiger hatte schon im Geisterspiel zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase gegen Rosenborg Trondheim (1:2) eingenetzt.

"Wir nehmen Selbstvertrauen mit nach Charkiw", sagte Katzer. "Wir können auch dort eine gute Leistung zeigen. Ich hoffe, dass wir jetzt auch im Europacup die ersten Punkte holen."

"Müssen mit unseren Kräften haushalten"

In der Liga und im Cup haben die Hütteldorfer zuletzt drei Auswärtssiege in Serie gefeiert.

Schöttel warnte aber nicht zuletzt aufgrund der Doppelbelastung vor überzogenen Erwartungen an die kommenden Wochen.

"Wir müssen mit unseren Kräften haushalten, damit wir über den Herbst kommen und im Frühjahr noch um etwas mitspielen können", erinnerte der Ex-Teamspieler.

"Die Tabellenführung ist nicht so wichtig. Wichtig sind die Punkte, die wir jetzt machen."

Mehr als acht Stunden ohne Torerfolg

Das wären sie auch für Innsbruck. Sechs Spiele in Folge hat der Tabellenletzte bereits verloren, in den vergangenen fünf (Torverhältnis 0:12) nicht einmal einen Treffer erzielt.

484 Liga-Minuten oder mehr als acht Stunden warten die Tiroler in der Liga vergeblich auf einen Torerfolg - und das trotz der Verpflichtung von Stürmer Roman Wallner.

"Wir dürfen nicht verzweifeln und nicht die Geduld verlieren", meinte der Wandervogel, der zuletzt im Cup beim Regionalligisten Sollenau (5:1 n.V.) einen Hattrick erzielt hatte.

Wackers Situation immer schwieriger

Aber Rapid ist eben nicht Sollenau. Und daher wird es für den FC Wacker schwierig genug, die Klasse zu halten.

Drei Punkte fehlen den Tirolern auf den Vorletzten Wr. Neustadt. Den Unterschied macht immer noch eine 2:3-Heimniederlage im direkten Duell Mitte August.

Mit der Brechstange gehe laut Trainer Walter Kogler wenig.

"Es ist schwierig, wenn man immer einem Rückstand hinterherläuft."

Die nächste Chance gibt es kommenden Samstag bei der Admira.

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