Ried braucht einen Sieg, "egal wie er zustande kommt"

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Den Nimbus einer Festung hat die Keine-Sorgen-Arena von Ried längst verloren.

Vier von fünf Heimspielen haben die Oberösterreicher in der laufenden Saison der Bundesliga bereits verloren, dementsprechend heiß sind Rene Gartler und Co. auf den zweiten Heimsieg 2012/13.

Der Gegner, der sich am Samstag (18.30 Uhr im LIVE-Ticker) im Innviertel einstellt, kommt allerdings mit breiter Brust: Die Admira holte sich zuletzt mit dem 5:1 gegen Mattersburg viel Selbstvertrauen - auch wenn man im Cup scheiterte.

Nur die Punkte zählen

"Keine Frage", sagte Ried-Coach Heinz Fuchsbichler, "wir erwarten einen Sieg - egal, wie er zustande kommt".

Generell brauchen die "Wikinger" dringend Punkte, nach dem 0:2 gegen Rapid am vergangenen Sonntag rutschte man gar auf Rang acht zurück, im Cup erreichte man erst im Elferschießen gegen Regionalligist St. Florian das Achtelfinale.

"Es ist ein sehr wichtiges Spiel", betonte Fuchsbichler, der bis auf Karner, Carril und Baumgartner aus dem Vollen schöpfen kann.

Respekt vor der Admira

Vor der Admira, die im ersten Saisonduell durch einen Gartler-Doppelpack auswärts 2:0 bezwungen wurde, zeigte er angesichts der Leistung gegen Mattersburg großen Respekt.

"Da waren sie hervorragend." Statistisch gesehen ist man seit neun Spielen gegen die Niederösterreicher ungeschlagen, selbst wartet man aber auf das Ende einer fünf Runden währenden Durststrecke, in der lediglich ein Punkt eingefahren wurde.

Starke Leistung unbelohnt

Dass sich seine Elf gegen Rapid als durchaus ebenbürtig präsentierte, blieb schließlich ohne Wert. "Wir müssen die spielerische und kämpferische Leistung wiederholen. Aber wir haben uns bei den beiden Standards schlecht verhalten und müssen unsere Chancen konsequenter nützen", forderte Fuchsbichler, der auf einen günstigen Spielverlauf hofft.

"Ich hoffe, dass wir einmal 1:0 führen." Einmal, so die Hoffnung, komme das Glück auch wieder zurück. "Fußball ist natürlich sehr viel Kopfsache. Das ganze kann sich innerhalb von wenigen Minuten drehen, darauf müssen wir hinarbeiten."

Die Admira, die mit einer an mehreren Positionen veränderten Elf im Cup mit 0:2 bei Regionalligist Austria Klagenfurt scheiterte, feierte in Mattersburg den ersten Sieg nach fünf Runden, Trainer Dietmar Kühbauer fährt aber keineswegs überheblich ins Innviertel.

"Sie sind nicht im Reindl"

"Das ist eine Mannschaft, gegen die wir nie gewinnen konnten, aber alle Spiele waren eng", erklärte Kühbauer, der die schwache Heimbilanz des Gegners nicht überwertet wissen will.

"Wir brauchen nicht glauben, dass sie im Reindl sind. Sie hatten auch gegen Rapid die besseren Chancen."

Verzichten muss der 41-Jährige auf Benjamin Sulimani, Seeger und Mevoungou, er sieht sein auf Platz sechs rangierendes Team trotz des kleinen "Hängers" Ende August, Anfang September auf dem richtigen Weg. "Das ist unser zweites Jahr in der Bundesliga, ich war nicht so unzufrieden. Das Budget ist noch immer klein, dafür haben wir eine super Mannschaft."

Seine Auseinandersetzung mit Schiri Grobelnik samt Verbannung auf die Tribüne im Spiel gegen Mattersburg will Kühbauer so schnell wie möglich vergessen. "Ich habe bisher keine Probleme gehabt", betonte der Ex-Teamspieler.

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