Hyballa: "Inzwischen haben wir dazugelernt"

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Nach dem 1:0-Erfolg gegen die Wiener Austria geht Meister Salzburg am Sonntag mit viel Selbstvertrauen ins Heimspiel gegen Sturm Graz. Das Team von Trainer Roger Schmidt scheint nach dem ersten Viertel der Bundesliga Form anzunehmen.

Spieler wie Kampl, Berisha oder Nielsen haben das bereits deutlich gezeigt. "Wir haben eine gewisse Konstanz ins Spiel gebracht", zog Schmidt vor dem Duell mit den "Blackys" durchaus zufrieden Zwischenbilanz. Der Rückstand auf Spitzenreiter Austria verkürzte sich zuletzt auf nur noch drei Punkte.

Red Bull gegen Sturm zuhause ungeschlagen

Im ersten Duell gingen die "Bullen" Ende Juli in Graz durch einen Doppelschlag von Soriano als 2:0-Sieger vom Platz, generell nimmt sich die Statistik gegen die Steirer aus Salzburger Sicht sehr erfreulich aus.

In der Red-Bull-Ära ging noch kein Heimspiel verloren - allerdings sind Kampl und Co. derzeit auf der Suche nach der Heimstärke. In Wals-Siezenheim ist man seit drei Partien ohne Sieg.

Schmidt, dessen Team sich im Cup zu einem 3:1 gegen Regionalligist Stegersbach mühte, lässt das eher kalt. „Diese Bilanzen sind vielleicht ganz interessant für Außenstehende", erklärte der Deutsche. "Aber wenn der Schiedsrichter anpfeift, spielt das letztendlich überhaupt keine Rolle, wir gehen völlig unvorbelastet ins Spiel.“

Schmidt warnt vor Grazer Offensive

Mit den in der laufenden Saison gebotenen Leistungen zeigte er sich nicht unzufrieden. "Zwei Punkte im Schnitt sind nicht schlecht. Aber insgesamt waren wir über die ersten neun Spiele nicht so konstant wie wir uns das vorstellen", erklärte Schmidt, der gerade hier Verbesserungen ortete: "Wir können jetzt unsere Spielschwerpunkte durchsetzen und dominant auftreten.“

Personell kann Schmidt mit Ausnahme von Mendes, Svento und Hierländer auf seine heuer eingesetzten Akteure zurückgreifen. Der Konkurrenzkampf sollte für zusätzliche Motivation sorgen - etwa in der Innenverteidigung, in der der zuletzt gesperrte Vorsah wohl in die Startformation zurückkehren wird.

Außenverteidiger Klein, der sich inzwischen einen Stammplatz erarbeitet hat ("Das war am Anfang nicht leicht für mich, aber das kann bei einem Wechsel vorkommen"), warnte vor den Steirern: "Sie haben speziell in der Offensive sehr gute Leute."

"Waren im Hinspiel schon auf Augenhöhe"

Sturms Trainer Peter Hyballa erwartete ein "knappes und enges Spiel" und will sich auch vom 0:2 im Juli nicht beirren lassen. "Von den Fehlern abgesehen, waren wir schon im Hinspiel auf Augenhöhe", erklärte der Deutsche. Nicht nur Salzburg habe sich verbessert. "Inzwischen haben wir dazugelernt, schalten schneller um, sind ballsicherer und auch mutiger geworden."

Seine Forderung: "Wir müssen konsequent auftreten, unsere Chancen nutzen. Wir müssen die Räume, die uns Salzburg gibt, gut bespielen." Nach dem 1:1 gegen Wiener Neustadt am vergangenen Samstag sei auch ein bisschen Wiedergutmachung angesagt. "Die Punkte müssen wir uns gegen Salzburg wieder holen. Da müssen wir aber auch einen sehr guten Tag erwischen, um zu gewinnen."

Hyballa muss auf die verletzten Säumel, Ciftci und Hütter verzichten, für den gesperrten Vujadinovic wird wohl Madl vom defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung rücken. Abzuwarten bleibt, ob Okotie, der sich im Cup beim 5:0 gegen Regionalligist Schwechat mit drei Treffern in Erinnerung rief, von Beginn an eine Chance erhält.

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