Ortlechner: "Die Spiele sind das Spiegelbild"

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Der Wolfsberger AC setzt seinen Erfolgslauf fort.

Beim 1:1 auswärts gegen Austria Wien bleib der Aufsteiger zum fünften Mal en suite ungeschlagen.

Zu Beginn der Saison hätten die Kärntner diesen Punkt beim Spitzenreiter noch mit Handkuss mitgenommen.

"Es wäre mehr drinnen gewesen"

Doch das Selbstvertrauen ist aufgrund des jüngsten Erfolgslaufs entsprechend gewachsen. Deswegen war auch nicht jeder Akteur mit dem Remis zufrieden.

„Es wäre mehr drinnen gewesen“, sagte Christian Dobnik. Der Goalie spricht damit den Spielverlauf an. Denn der WAC ging in der 71. Minute durch Mihret Topcagic in Führung.

"Eine gute Reaktion gezeigt"

Ein bitterer Zeitpunkt für die Violetten, die ihrerseits nach der Pause vehement auf den ersten Treffer drängten. „Leider haben wir in der Druckphase das Gegentor kassiert. Das haut dich zurück. Wir haben aber eine gute Reaktion gezeigt“, so Emir Dilaver.

Mit dieser Reaktion war auch Trainer Peter Stöger zufrieden: „Als es eng geworden ist, haben wir wieder Gas gegeben.“ Die Belohnung dafür war der Ausgleich durch Tomas Jun in der 84. Minute.

Stöger nicht zufrieden

Einer der wenigen Jubel-Gründe für den FAK-Coach. Denn das Auftreten seiner Mannschaft in der ersten Hälfte gefiel ihm so gar nicht: „Bis auf zwei, drei Situationen war das ein ganz schlechtes Spiel von uns, ich war überhaupt nicht zufrieden.“

„Es ist zu hinterfragen, warum wir nicht von Beginn an diese Aggressivität, dieses Tempo und diese Laufbereitschaft gezeigt haben wie nach der Pause“, so Stöger weiter.

"Zuletzt war nicht mehr der letzte 'Punch' da"

Auch Dilaver findet nur eine unzureichende Erklärung für Austrias Probleme in Durchgang eins: „Wir haben in der Mitte auf wichtigen Positionen oft den Ball verloren und sind so in viele Konter gelaufen. Was da schief gelaufen ist, müssen wir erst analysieren.“

Kapitän Manuel Ortlechner hat eine Vermutung: „In der Phase der Siegesserie sind auch im Training die 'Fetzn' geflogen, zuletzt war nicht mehr der letzte 'Punch' da. Die Spiele sind jetzt das Spiegelbild. Fußball ist Leidenschaft und das jeden Tag.“

Erhobenen Hauptes

Leidenschaft legten indes die Gäste an den Tag, weshalb Trainer Nenad Bjelica auf stolz auf seine Mannen war: „Das war eine gute Leistung beim Leader. Wir haben und gut präsentiert.“

Auch Kapitän Michael Sollbauer verließ Wien-Favoriten erhobenen Hauptes: „Dem Tabellenführer muss man auswärts erst einmal Probleme bereiten.“

Doch die Ansprüche der Wolfsberger sind eben gestiegen, weshalb auch er von einem „ärgerlichen, späten Gegentor“ sprach.

Oder wie es Dario Baldauf ausdrückt: „Nach der 1:0-Führung kann man auch gewinnen.“


Harald Prantl

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