WAC nach Auftakt selbstkritisch

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WAC zeigt sich nach dem Liga-Debüt selbstkritisch

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Lange Zeit hat es für den Wolfsberger AC am Mittwochabend danach ausgesehen, als könnte der Aufsteiger gegen Austria Wien einen Einstand nach Maß in der Fußball-Bundesliga feiern.

Erst in der 77. Minute machte Tomas Jun mit einem etwas glücklichen und nicht unumstrittenen Tor die Hoffnungen der Elf von Nenad Bjelica auf einen verdienten Punkt oder gar auf einen Sieg zunichte.

Die Kärntner sprachen nach einer guten Auftaktpartie angesprochen auf Schiedsrichterentscheidungen von noch fehlendem "Respekt", den man sich erarbeiten wolle.

Strittige Schiedsrichter-Entscheidungen

Wenngleich es auch von Austrias Neo-Trainer Peter Stöger Lob für die Kärntner gab, mussten die Gastgeber freilich mit gemischten Gefühlen ihr Debüt in der obersten Spielklasse analysieren.

Zum einen haderte man sowohl mit der eigenen Chancenauswertung als auch mit Schiedsrichterentscheidungen, zum anderen blieb die Erkenntnis, dass man einem Titelmitfavoriten ebenbürtig gewesen war.

Für Diskussionsstoff sorgten zwei entscheidende Strafraum-Situationen, bei denen zum Ärger der Hausherren der Pfiff von Referee Markus Hameter ausgeblieben war.

"Die Austria war glücklicher. Ich habe ein Elfmeter-Foul an Falk und auch ein Foul an Dobnik durch Kienast vor dem 1:0 gesehen", erklärte Bjelica.

Die 6.800 Zuschauer in der fast ausverkauften Lavanttal-Arena hatten Elfmeter reklamiert, als Christian Falk unter "Mithilfe" von Austria-Verteidiger Emir Dilaver alleine vor dem Tor an einer Flanke vorbeigesegelt war (24.). Vor dem späten Gegentor wollten die Gastgeber dann ein Foul an Tormann Christian Dobnik gesehen haben.

Selbstkritische Wolfsberger

"Den Respekt vom Schiedsrichter müssen wir uns noch erarbeiten", erklärten Bjelica und der etwas unglücklich agierende Dobnik unisono. Präsident und Mäzen Dietmar Riegler schlug in eine andere Kerbe: "Mit mehr Cleverness hätten wir vielleicht einen Punkt gemacht, aber das ist das Lehrgeld, das man als Liga-Neuling zahlen muss."

Mit Cleverness sprach er wohl auch die vergebene Top-Chance von Michael Liendl an, der gegen seinen Ex-Club den Ball unbedrängt über das Tor jagte (67.).

Die Kärntner scheuten sich nicht vor Selbstkritik. "Wir haben nicht schlecht gespielt, gute Chancen gehabt und brav gekämpft. Brav ist aber zu wenig", brachte es Manuel Kerhe auf den Punkt. Einig war man sich aber auch, dass die Leistung an sich positiv stimmt.

Kampfansage des WAC

"Jeder in der Liga ist schlagbar und ich glaube, wir werden das schon in den nächsten Partien erledigen", sagte Kerhe. Und Kapitän Michael Sollbauer meinte: "Ganz Fußball-Österreich hat gesehen, dass wir nicht irgendwer sind."

Der Aufsteiger stand mit seiner Meinung nicht alleine da. Stöger, der trotz einer Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte, einen gelungenen Einstand feierte, war voll des Lobes für den Gegner:

"Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt. Man wird in den nächsten Wochen sehen, dass sich viele Mannschaften gegen den WAC schwertun." Mit der eigenen Leistung und vor allem dem Resultat sei er zufrieden, wenngleich sein Team noch nicht dort sei, wo man hinwolle.

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