Mattersburg will mehr

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Mattersburg will sich nach oben orientieren

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Franz Lederer ist bereits seit 18. November 2004 Cheftrainer des SV Mattersburg. Mit dem Heimspiel am Samstag gegen Wiener Neustadt startet das SVM-Urgestein in die neunte Saison in der heimischen Fußball-Bundesliga.

"Eine gewisse Nervosität ist aber immer da", gestand Lederer, der nicht nur dienstältester, sondern mit 48 Jahren aktuell auch ältester Coach im Oberhaus ist.

Mattersburg will offensiv agieren

Für die neue Meisterschaft ist Lederer überaus optimistisch. "Ich sehe, dass die Mannschaft im Training tagtäglich versucht, alles umzusetzen. Und das tut gut." Lederer ist vollauf überzeugt, dass der SVM mit der richtigen Mischung aus Jugend und Routine ins Rennen geht.

"Die Mannschaft in sich hat eine super Mentalität. Sie ist wieder ein Jahr reifer geworden und hat den richtigen Biss." Lederer spürt "diese gewisse Unzufriedenheit", und deutet dies sehr positiv.

"Es ist spürbar, dass meine Spieler zeigen wollen, dass sie gut Fußballspielen können und mehr als Platz zehn, neun oder acht draufhaben", erklärte Lederer.

Um diese Ambitionen zu unterstreichen, will Mattersburg offensiv auftreten. "Wir gehen sicher nicht in ein Spiel, damit die Null hinten steht. Ich wünsche mir richtig Schmackes in der Offensive, wir wollen unberechenbar sein", so Lederer.

Fragezeichen bei Naumoski und Lovin

Die gefährlichste burgenländische Offensivwaffe der vergangenen Saison war Patrick Bürger. Dass der mittlerweile zum ÖFB-Teamkicker aufgestiegene Angreifer noch immer in Mattersburg spielt, freut Lederer natürlich, überrascht ihn aber auch.

"Es lag eigentlich auf der Hand, dass ihn sich ein größerer Verein schnappt. Aber es ist gut für ihn, dass er noch eine Saison bleibt, dann kann er als fertiger Mann Mattersburg verlassen." Offen ist noch, ob Lederer die zuletzt angeschlagen gewesenen Ilco Naumoski (Zehenverletzung) und Florin Lovin (Bänderdehnung) in der Startelf aufbieten wird.

BL-Debüt für Pfeifenberger

Im krassen Gegensatz zu Lederer gibt Heimo Pfeifenberger sein Trainerdebüt in der höchsten heimischen Spielklasse. "Das ist eine Riesenchance für mich", weiß Pfeifenberger, dass er durch Erfolge mit den Niederösterreichern in der österreichischen Trainerelite Fuß fassen könnte.

Obwohl bei Wiener Neustadt in den vergangenen Monaten ein reges Kommen und Gehen herrschte, glaubt Pfeifenberger, dass seine Truppe bereit für den Auftakt ist. "Wir werden versuchen, Akzente zu setzen. Unser Kader ist offensiv ausgerichtet. Aber wir dürfen keine Angst zeigen, sonst können wir nicht bestehen", sagte der 40-fache ÖFB-Teamstürmer.

Der wenig überzeugende Cup-Auftritt gegen den Vorarlberger Viertligisten Wolfurt (4:2 nach Verlängerung) könnte als weiteres Indiz gewertet werden, dass die Wiener Neustädter diesmal Probleme im Kampf um den Klassenerhalt bekommen könnten.

Pfeifenberger sieht die Lage anders: "Das war ein wichtiger Test und im Endeffekt auch ein wichtiges Erfolgserlebnis." Die "alte" Wiener Neustädter Mannschaft hatte im Saisonfinish lange kein solches Erfolgserlebnis zu feiern gehabt, nach einem 1:0 am 10. März in Graz gegen Sturm hat man bis zum Ligaende 13 Runden in Serie nicht gewonnen.

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