LAOLA1: Bis jetzt konnten Sie die Kampfmannschaft nur beobachten, ab sofort können Sie direkt mitwirken. Haben Sie schon Ideen?

Knaller: Der von Oliver angefangene Weg ist der richtige. Wir wollen uns defensiv konsolidieren und bei Standards stärker werden. Darüberhinaus  soll der Spielaufbau verbessert werden, es muss schneller an die letzte Linie gespielt werden. Zudem soll bei Balleroberung die Aktion besser ausgespielt werden. Das sind vier Punkte, die wir weiterverfolgen, und alles Faktoren, die ein Spiel entscheiden. Wenn wir da besser werden, werden auch unsere Resultate besser.

LAOLA1: Wie haben die Spieler auf Ihre Bestellung reagiert?

Knaller: Die Spieler haben mit einer internen Lösung gerechnet. Es war auch für sie wichtig, dass schnelle Klarheit herrscht. Wie gesagt, ich kenne ja 50 Prozent des Kaders. Sie haben mit dem Trainerteam auch schon eine gute Einheit gefunden. Da darf man auf keinen Fall reinfahren und alles ändern.

LAOLA1: Am Wochenende wartet gleich das Sechs-Punkte-Spiel gegen Neustadt. Ein Sieg wäre für Sie wohl das schönste Einstiegsgeschenk.

Knaller: Die Partie muss ganz konzentriert angegangen werden. Es ist eine Partie auf Augenhöhe, wo schon ein kleiner Fehler entscheidend sein kann. Wir müssen solide agieren und Druck aufbauen. Das ist das Ziel. Zuviel dürfen wir aber auch nicht riskieren. Wir wollen drei Punkte.

 

Das Gespräch führte Martin Wechtl

 

LAOLA1: Ab wann gab es konkrete Pläne, Sie zu „befördern“?

Knaller: Die Problematik mit Olivers fehlender Lizenz gab es schon länger, wir dachten nur, dass die Deadline zum Jahreswechsel ist. Als der Bescheid von der Bundesliga kam, dass der 15. Oktober der Stichtag ist, sind die Gespräche und Überlegungen angelaufen. Alle haben sich intensiv damit beschäftigt, eine Lösung zu finden. Wer macht das Training? Wer organisiert es? Wer führt es durch? Wer macht die Aufstellung? Im Endeffekt haben Oliver und ich gesagt, dass wir das übernehmen.

LAOLA1: Das heißt, Sie haben auch gar nicht lange überlegen müssen, als sich diese Option für Sie ergeben hat?

Knaller: Es war nicht mein Ziel, dass ich erneut Trainer der Kampfmannschaft werde. Aber es war irgendwie logisch. Der Klub hat dadurch den wenigsten Aufwand und den wenigsten Informationsverlust. Ich hatte ja zehn Spieler der Kampfmannschaft bereits in der Akademie. Zudem ist das komplette Trainerteam aus der Akademie gekommen. Da eine interne Lösung immer an erster Stelle stand, habe ich mich nach ein paar Gesprächen dazu entschlossen, den Job zu übernehmen. Ich will schließlich dem Verein helfen, kann ihn nicht im Stich lassen. Es ist ja auch meine Admira.

LAOLA1: Wie sieht es mit der Position des Akademie-Leiters aus? Dafür wird als Chefcoach dann wohl keine Zeit mehr bleiben.

Knaller: Beides geht nicht. Die Leitung wird jetzt einmal interimistisch übergeben. Auch hier suchen wir nach internen Lösungen. Es gibt da aber einige Möglichkeiten. Ab Montag werde ich mich in Gespräche begeben und schauen, wie das gelöst wird.

LAOLA1: Ihr Kontrakt als Chefcoach läuft bis September 2014. Ein eher untypischer Zeitpunkt für ein Vertragsende.

Knaller: Ganz einfach: Das ist die Laufzeit meines alten Vertrags. Wir haben das Thema Vertragsverlängerung auch vertagt. Dies wird am Ende der Saison nachgeholt. Wir wollen jetzt einmal machen und schauen, was sich ergibt. Im Sommer werden wir uns dann zusammensetzen und überlegen, wie wir weitermachen. Ich weiß nicht, was in einem Jahr ist, aber ich sehe mich dann schon eher in einem anderen Bereich.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen