"Es war unglaublich, ein Wahnsinnsspiel"

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Game, Set, Match!

Das 6:4 der Wiener Austria bei der Admira war zweifelsohne ein „unpackbares und unglaubliches Match“ (Hier geht's zum Nachbericht) und erinnerte vom Ergebnis eher an eine Tennis- bzw. Eishockey-Partie.

Und ausgerechnet Philipp Hosiner drückte dem möglichen „Spiel der Saison“ seinen Stempel auf. Der 23-Jährige erzielte im ersten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub einen Triple-Pack und krönte sich somit zum „Man oft he Match“.

Kein Wunder, dass es nach Spielende an Lobeshymnen nicht mangelte. "Die Admira hat sehr gute Offensivspieler. Aber wir haben ihnen den Besten weggenommen, der hat die Partie entschieden", erklärte FAK-Coach Peter Stöger.

Kapitän Manuel Ortelchner: „Unglaubliche Leistung. Man sieht, wie wichtig Philipp für uns ist uns ich bin unheimlich froh, dass er in unseren Reihen steht.“

Parits lobt Hosiner

Auf die Schulter darf sich aber auch Thomas Parits klopfen lassen. Austrias AG-Vorstand brachte den Wechsel des Burgenländers Ende August in trockene Tücher und freut sich angesichts der starken Vorstellungen seines Schützlings.

„Wir haben genau so einen Spieler gesucht und bis knapp vor Transferschluss gewartet. Philipp fühlt sich bei uns sehr wohl, hat in jedem Match seine Torchancen. Er hätte schon gegen Rapid ein paar Tore erzielen können. Was für ihn spricht: Er ist über 90 Minuten engagiert und erarbeitet sich seine Möglichkeiten. Wir sind happy mit ihm, weil er seine Sache sehr gut macht“, so der 66-Jährige.

An Hosiner selber gingen die 90 Minuten in der Südstadt selbstverständlich auch nicht spurlos vorüber. Was sagt Austrias Goalgetter zu den Ereignissen?

Im LAOLA1-Interview gibt’s die Antworten:

LAOLA1: Philipp, ein 6:4-Erfolg ist kein alltägliches Ergebnis. Hast du die packenden 90 Minuten in der Südstadt schon verarbeitet? Was geht dir durch den Kopf?

Philipp Hosiner: Es war unglaublich, ein Wahnsinnsspiel. So kurz danach kann man das gar nicht richtig analysieren. Diese Partie war auf jeden Fall Werbung für den österreichischen Fußball und hatte Gott sei Dank das bessere Ende für uns.

LAOLA1: Hast du eine Erklärung für dieses außergewöhnlich hohe Ergebnis?

Hosiner: Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass in der Südstadt immer viele Tore fallen. Ich kenne nicht den genauen Grund, weiß nur, dass es immer schön ist, hier zu spielen. Ich hatte hier ein schönes Jahr und habe dem Verein sehr viel zu verdanken. Ich muss der Admira auch zu ihrer heutigen Leistung gratulieren. Sie haben ein tolles Spiel gemacht, aber aus ihrer Sicht leider keinen Punkt gemacht.

LAOLA1: Drei Tore gegen den Ex-Klub, das im ersten Aufeinandertreffen. Der Herr im Himmel hat es heute gut mit dir gemeint.

Hosiner (lacht): Ich habe ihn vor dem Match gebeten, dass er auf mich aufpasst. Das hat er sehr gut gemacht. Es hat aber die ganze Mannschaft eine sehr gute Leistung geboten und das Spiel zum Glück gewonnen.

LAOLA1: Du hast angekündigt, bei einem Torerfolg nicht zu jubeln und hast dich auch beim ersten Treffer daran gehalten. Beim 5:4 hast du deine Freude aber nicht verbergen können, oder?

Hosiner: Stimmt. Ich wollte mich zurückalten, aber wenn dir in so einem unglaublichen Spiel in der Nachspielzeit das 5:4 gelingt, sind sehr viele Emotionen dabei. Da habe ich mir schon einen Jubel entlocken lassen.

LAOLA1: Wie hast du den fragwürdigen Elfmeterpfiff für die Admira aufgenommen?

Hosiner: Ich war extrem frustriert, auch, weil ich mir nicht sicher bin, ob es überhaupt ein Strafstoß war. Egal. Der Ausgleich war jedenfalls richtig ernüchternd. Es war dann ein offener Schlagabtausch. Die Admira hatte gute Chancen, wir haben dann aber das Tor erzielt.

LAOLA1: Wie entspannt blickt man auf die Tabelle?

Hosiner: Sehr entspannt. Wir haben unseren Beitrag geleistet, damit wir weiterhin vorne mitmischen.

Das Gespräch führte Martin Wechtl

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