Zehn heiße Transferaktien

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Zehn heiße Sitze am Transfer-Karussell

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Die Bundesliga-Klubs nehmen nach und nach das Training wieder auf.

Und die Transfer-Gespräche werden konkreter.

Praktisch alle Klubs suchen nach Verstärkungen, einige wollen auch aktuelle Kaderspieler abgeben.

Zudem gibt es noch jene Spieler, die neue Aufgaben suchen, sich bei besseren Vereinen unter Beweis stellen wollen.

LAOLA1 kennt die zehn heißestens Transferaktien der Bundesliga:

Christopher Dibon

Der U21-Teamkapitän rückte schon in den vergangenen beiden Transferzeiten ins Blickfeld einiger Bundesliga-Klubs. Im Herbst hat der 21-Jährige nun unter Beweis gestellt, dass er sich mit seinen Qualitäten auch in der höchsten Spielklasse keinesfalls verstecken muss. Und schon werben mit Salzburg, Austria und Rapid drei Klubs intensiv um seine Dienste. Doch die Admira gibt sich kämpferisch, will den Innenverteidiger nicht so einfach ziehen lassen. Der Poker um den Niederösterreicher wird in dieser Transferzeit noch für einige Schlagzeilen sorgen.

Zlatko Junuzovic

Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft im Sommer aus, verlängern wird er ihn nicht. Deshalb will die Austria den 24-Jährigen verkaufen, um zumindest noch ein bisschen Ablöse zu kassieren. Doch Werder Bremen, jener Klub, für den sich der 16-fache Internationale entschieden haben dürfte, will ihn erst im Sommer holen. Ein Wechsel nach Spanien, wo unter anderem Osasuna Interesse zeigt, ist praktisch auszuschließen. Die wahrscheinlichste Variante: Junuzovic unterschreibt bei Werder einen Vorvertrag. Dass er dann doch noch im Winter wechselt, ist aber nicht unmöglich. Man erinnere sich nur an Aleksandar Dragovic‘ Abgang zum FC Basel vor einem Jahr.

Anel Hadzic

Landet er auf der Insel oder landet er nicht auf der Insel? Wie es aktuell aussieht, nicht. Die Middlesbrough-Funktionäre wollen nichts davon wissen, dass der Rieder zu sportmedizinischen Tests kommt. Nichtsdestoweniger könnte der 22-Jährige in der Winterpause wechseln. Die Gerüchteküche brodelt: Neben dem englischen Zweitligisten wurde der Doppelstaatsbürger (Österreich/Bosnien-Herzegowina) auch schon mit Fürth und dem FC Kopenhagen in Verbindung gebracht. Kein Wunder, gehört doch Hadzic zu den universellsten Spielern der Liga. Sein Vertrag läuft noch bis 2013 – und die Innviertler wären einer schönen Ablösesumme sicher nicht abgeneigt…

Nacer Barazite

Elf Tore im Europacup, acht in der Liga und die Rückkehr ins niederländische U21-Team geschafft – Barazite hat in diesem Herbst für Aufsehen gesorgt und sich in zahlreiche Notizblöcke gespielt. Unter anderem sollen Swansea, Dynamo Moskau und der FC Porto ein Auge auf den Angreifer geworfen haben. Doch die Austria hat keine Eile, der Vertrag des 21-Jährigen läuft noch bis 2013, zudem besitzt der FAK die Option auf ein weiteres Jahr. Dementsprechend hohe Ablöseforderungen stellen die Wiener auch. Ob AG-Vorstand Thomas Parits ein Angebot unterbreitet wird, dass er nicht abschlagen kann, steht noch in den Sternen.

Stefan Schwab

Der Admiraner fehlte in seiner ersten Bundesliga-Herbstsaison nur ein Spiel – und das wegen einer Gelbsperre. Nicht nur deswegen ist der 21-Jährige aus dem zentralen Mittelfeld nicht wegzudenken, zumal Schwab auch ein wichtiger Teil im Offensivbereich der Niederösterreicher ist – das schnelle Umschalten würde ohne den einfachen Torschützen und dreifachen Assistgeber nicht in solchem Maße erfolgreich funktionieren. In Italien dürfte das erfolgreiche Treiben auch beobachtet worden sein, vor allem der FC Parma scheint Interesse an dem Salzburger zu haben. Schwab würde der Admira Geld bringen, sein Vertrag läuft im Sommer 2013 aus.

Patrick Bürger

Acht Treffer hat Bürger in der laufenden Saison bereits erzielt und damit seine Leistungen aus der Vorsaison (14 Tore) bestätigen können. Gegen Ende der Hinrunde waren Gerüchte zu vernehmen, wonach der Mattersburg-Stürmer bei englischen Klubs ein Thema wäre. Doch auch in der Bundesliga wird vielerorts nach einem kopfballstarken Angreifer seines Formats gesucht. Fakt ist aber auch, dass Mattersburg im Winter nicht gewillt ist, den 24-Jährigen ziehen zu lassen. Und auch der Spieler selbst hat mehrfach betont, zumindest bis Sommer beim SVM bleiben zu wollen. Ein Transfer wäre also eine Überraschung.

Florian Klein

Bei Klein verhält es sich nicht viel anders, als bei Junuzovic. Sein Vertrag läuft ebenfalls aus, auch er will ab Sommer sein Glück anderweitig, also im Ausland, versuchen. Der 1. FC Köln soll das konkreteste Interesse haben, doch Manager Max Hagmayr hat bekanntlich auch gute Kontakte nach Italien. Der Mann für die rechte Außenbahn ist ein besonnener Typ, wird seine Entscheidung sicher nicht überstürzen und weiß auch, dass er im Sommer als ablösefreier Spieler bessere Chancen auf ein Engagement im Ausland hat. Man kann damit rechnen, dass der 25-Jährige noch ein halbes Jahr bei den Violetten bleibt.

Thomas Reifeltshammer

Für viele war der 23-Jährige DER Spieler der Herbstsaison. Als Ried-Urgestein Oliver Glasner nicht mehr auflaufen konnte, mutierte der Spätstarter zum Abwehrchef und dirigierte den „Kinder-Riegel“ bravourös – die Innviertler kassierten die wenigsten Gegentore. Keine Überraschung, dass sein Name im Kontext mit größeren Klubs fällt. Vor allem Winterkönig Rapid soll großes Gefallen an dem cool aufspielenden Innenverteidiger gefunden haben. Dass der Innviertler noch in diesem Winter wechselt, ist nicht nur wegen der hohen Ablösesumme (Vertrag bis 2014) zu bezweifeln. Denn wie er im LAOLA1-Talk erklärte, „muss ich noch sehr viel lernen, hier bin ich sportlich perfekt aufgehoben.“

Philipp Hosiner

Was für ein Aufstieg! Im Frühjahr 2011 spielte der 22-Jährige noch mit der Vienna gegen den Abstieg aus Liga zwei. Im Sommer folgte der Wechsel zum Aufsteiger Admira und dort schlug der Stürmer voll ein. Sieben Tore in 17 Spielen hat der Burgenländer, der schon im Nachwuchs und unterklassig in Deutschland kickte, auf der Visitenkarte stehen. Als die Südstädter die Bundesliga sensationell anführten, wurde Hosiner sogar ins Nationalteam einberufen. Der Angreifer ist schnell und kaltschnäuzig, etwas, das auch Peter Schöttel gefällt – Rapid soll Gerüchten zufolge interessiert sein. Sollte Hosiner (Vertrag bis 2013) ein ähnliches Frühjahr hinlegen, ist er wohl spätestens im Sommer weg.

Matej Mavric

Im Juni 2010 gehörte Mavric dem slowenischen Kader für die Weltmeisterschaft in Südafrika an. Noch im selben Sommer wechselte der Innenverteidiger nach Kapfenberg. Nach eineinhalb Saisonen stehen die Zeichen allerdings auf Abschied. Die Obersteirer sind mit den bisherigen Leistungen des 32-Jährigen nicht zufrieden, als Abwehrchef enttäuschte der Routinier vielmehr. Die „Falken“ versuchen den 42-fachen Bundesliga-Spieler – auf gut deutsch – anzubringen, schließlich hat Mavric noch Vertrag bis 2013. Kontakte nach England und China soll es geben. Der Abschied scheint sicher, bei der Abfahrt zum Trainingslager nach – richtig – Slowenien war er nicht dabei…


Bernhard Kastler/Harald Prantl

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