What a difference a day made

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Klein, aber fein. Dieses geflügelte Wort trifft auf Yordy Reyna und den SV Grödig zu.

Es ist eine Kombination, die einfach passt. In seinem ersten Jahr in Europa hatte der Peruaner bei Red Bull kein Land gesehen – lediglich vier Bundesliga-Einsätze, nur ein Tor in 18 Spielen für Erste-Liga-Ableger FC Liefering.

Seit seinem leihweisen Wechsel nach Grödig ist Reyna aber aufgeblüht. Elf Tore und sechs Assists in 19 Meisterschaftsspielen. Von diesem Herbst hat er seiner Familie und seinen Freunden beim Heimaturlaub zu Weihnachten sehr gerne erzählt.

„Es taugt mir, wenn es familiär ist. Ich habe hier das Vertrauen – vom Verein, vom Trainer und vom Team. Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt der Angreifer über Grödig.

Das Treffen am Mittwoch

So oder so ähnlich hätte die Geschichte über Yordy Reyna bis vor wenigen Stunden begonnen.

LAOLA1 hatte den Peruaner am Mittwoch im Trainingslager getroffen. Nach der Vormittagseinheit stand er in einem kleinen Cafe mit Blick auf den Strand der Hotelanlage Rede und Antwort.

Doch wie sang Dinah Washington so schön, dass ihr dafür sogar ein Grammy verliehen wurde? „What a diff’rence a day made, twenty-four little hours,…“ In die gängige Floskel-Sprache der heimischen Kicker übersetzt: „Im Fußball kann es sehr schnell gehen.“

„Ich bleibe auf jeden Fall hier“

„Ich bleibe auf jeden Fall hier. Ich spüre das Vertrauen hier, will weiter meine Tore machen“, erklärte Reyna. Damals war Nils Quaschner noch an die Rasenballer aus Leipzig verliehen und das Grödiger Transferfenster de facto geschlossen.

Weil die FIFA die Sache mit den Kooperationsspielern aber nicht so locker sieht wie die österreichische Bundesliga, wurde Quaschner nach Salzburg zurückbeordert. Und Reyna nahm seinen Platz in Leipzig ein (Alle Infos).

„Es war schwierig“

„Ich kann es sowieso nicht beeinflussen. Ich hätte nichts dagegen, wenn ich zurück nach Salzburg soll“, hatte Reyna im Hinblick auf den Sommer gesagt. Und angekündigt, zu diesem Zeitpunkt 20 oder mehr Tore für Grödig erzielt zu haben.

Den Beweis muss er nicht mehr antreten. Denn die große Fußballer-Familie von Red Bull hat den 21-Jährigen kurzerhand schon früher als geplant zurück in ihren Schoß geholt.

Ob Reyna in Leipzig so gut funktioniert wie in Grödig? Diese Frage hatte sich am Mittwoch noch nicht gestellt.

Der Peruaner hatte nur erklärt, warum sein erstes Jahr in Salzburg nicht nach Wunsch verlaufen war: „Die Umstellung war groß. Ich war weg von der Familie, der Fußball war anders, das Klima war ganz anders. Es war schwierig.“

Harald Prantl

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