Die "Wölfe" als Frechdachse

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Die "Wölfe" als Frechdachse

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„Auf gut Kärntnerisch: Wir scheißen uns nix!“

So erklärt sich Michael Sollbauer den Erfolgslauf des Wolfsberger AC.

Der Aufsteiger hat nach anfänglichen Schwierigkeiten seinen Respekt vor der Bundesliga abgelegt und sammelt fleißig seine Punkte.

Starke Serie

Seit fünf Ligaspielen sind die Kärntner nun schon ungeschlagen, inklusive ÖFB-Cup sind es sogar sechs. Das imposante Torverhältnis in dieser Phase: 16:2!

„Hinten stehen wir sicher und vorne machen wir immer zumindest ein Tor“, bringt es Dario Baldauf auf den Punkt. Tatsächlich trafen die „Wölfe“ in der fünften Runde beim 0:1 gegen Mattersbrurg zum letzten Mal nicht.

Immer auf Sieg

Was die Liga-Neulinge außerdem ausmacht: Mit einem Unentschieden geben sie sich nicht zufrieden. „Wir wollen jedesmal die drei Punkte – vielleicht ist das unser kleines Geheimnis“, so Sollbauer.

Wo wir wieder beim Thema Respekt sind. „Wir ziehen einfach unser Spiel auf. Auch vor 10.000 Leuten im Horr-Stadion. Uns ist das egal“, gibt der Kapitän zu Protokoll.

Goalie Christian Dobnik schlägt in dieselbe Kerbe: „Wir versuchen, jede Partie zu gewinnen. Man kann im Fußball jeden schlagen. Vielleicht können wir über die ganze Saison gesehen nicht mit Salzburg oder der Austria mithalten, aber 90 Minuten lang ist alles drinnen.“

"Das ist für uns kein Alibi"

Dass praktisch alle Bundesliga-Mannschaften besser aufgestellt sind, weiß nicht zuletzt Trainer Nenad Bjelica: „Die Austria hat zum Beispiel viel mehr Qualität. Stadion, Fans, Infrastruktur. Ihr solltet einmal sehen, wo wir trainieren.“

Der Kroate stellt aber auch fest: „Das ist für uns kein Alibi! Wir wollen einfach frech auftreten und glauben in jedem Spiel an uns. Wir wehren uns eben mit unseren Mitteln: Viel Herz, Leidenschaft, Emotion und Einsatz.“

Über den Kampf

Womit wir bei einer weiteren Stärke des WAC wären. Der Aufsteiger präsentiert sich nämlich als überaus kampfkräftige Truppe.

„Wir kämpfen um jeden Zentimeter“, sagt Sollbauer. In Dobniks Augen eine Grundvoraussetzung: „Wir müssen uns quälen. Nach dem Spiel kann sich jeder einzelne in den Spiegel schauen und sagen, dass er alles getan hat.“

Der Schlussmann fügt hinzu: „Wir sind zwar sehr aggressiv, vergessen aber auch nicht darauf, Fußball zu spielen. Das macht uns aus.“

"Die Niederlagen kommen früh genug"

Und wenn dann auch noch die Leichtigkeit hinzukommt, ist der Erfolgslauf perfekt.

Dass das nicht immer so sein wird, ist den Kärntnern bewusst. „Schwankungen hat jeder. Wir können nicht erwarten, dass wir immer auf diesem Niveau spielen“, meint Bjelica.

So sieht es auch Baldauf: „Die Niederlagen kommen früh genug wieder. Wir sollten diese Phase einfach genießen.“


Harald Prantl

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