Im Schatten Dibons

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Dibon hier, Dibon da. Wechselt er zu Salzburg? Oder doch zu Rapid? Macht letztlich gar die Austria das Rennen? Und wann wird er wieder fit?

Der Abwehrspieler beherrschte im Frühjahr die Schlagzeilen.

Dabei standen im Admira-Kader zwei weitere junge Innenverteidiger, die letztlich sogar mehr Bundesliga-Spiele gemacht haben, als ihr Kollege: Daniel Drescher (22) und Richard Windbichler (21).

"Bei uns gibt es keinen Neid"

Mittlerweile hat Dibon seine Sachen gepackt und ist in Salzburg, in der neuen Saison will das Duo aus dem Schatten des Ex-Kollegen treten.

„Sicher war das mediale Interesse an ihm größer, als an uns. Aber er hat sich das durch seine Leistungen verdient. Für uns war das nie ein Problem“, sieht es Drescher locker, wenn er an die vergangene Spielzeit denkt. Windbichler ergänzt: „Bei uns gibt es keinen Neid.“

Ausgeglichene Bilanz

Sechs Mal sind die beiden 2011/12 gemeinsam in der Abwehrzentrale aufgelaufen. Ihre Bilanz ist ausgeglichen: Zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen.

Nun werden sie regelmäßig das jüngste Innenverteidiger-Paar der Bundesliga bilden. „Sie sind sehr, sehr gute Fußballer. Ich bin froh, dass ich sie habe“, sagt Didi Kühbauer.

Mehr Verantwortung

Nach Dibons Abgang hat der Trainer Windbichler zum neuen Kapitän bestimmt: „Er hat es sich aufgrund seiner Einstellung zum Fußball und seiner Akzeptanz innerhalb der Truppe verdient. Ich kenne ihn, seit ich die Amateure trainiert habe – er hat stetig einen Schritt nach vorne gemacht.“

„Das ist ein Ansporn, mehr Verantwortung zu übernehmen. Mich motiviert die Schleife“, erklärt der Neo-Spielführer der Südstädter.

Auch in diesem Fall ist keine Spur von Neid zu erkennen, wenn Drescher zu verstehen gibt: „Er hat es sich wirklich verdient.“

Ein Duo kennt seine Stärken

Was der Blondschopf an seinem Nebenmann schätzt? „Er ist unglaublich kopfballstark, zweikampfstark, sucht das Eins-gegen-Eins und ist hautnah am Körper des Gegners dran.“

Auch Windbichler weiß um die Stärken seines Kollegen Bescheid: „Er ist kopfballstark und robust. Er hat den perfekten Körper für einen Innenverteidiger.“

Die Abstimmung passt

Nicht minder wichtig als die Stärken des jeweils einzelnen ist die Abstimmung untereinander. Daran, dass diese passt, zweifelt in der Südstadt niemand. „Immerhin kennen wir uns schon einige Jährchen, haben auch im Nachwuchs und bei den Amateuren zusammengespielt“, so Drescher.

Windbichler: „Wir verstehen uns auch neben dem Platz gut, das hilft uns.“

Und schon bald wollen sie die Schlagzeilen beherrschen. Der neue Kapitän weiß: „Wenn wir unsere Leistungen bringen, werden auch wir die Früchte ernten.“


Harald Prantl

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