Dobnik bleibt am Boden: "Keine Euphorie"

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Christian Dobnik ist ein beschäftigter Mann.

Um genau zu sein: Er ist gemeinsam mit Wr. Neustadts Jörg Siebenhandl der meistgeprüfte Goalie der Bundesliga.

Der WAC-Keeper und sein niederösterreichisches Pendant sahen sich in den ersten zehn Runden jeweils mit 171 Torschüssen konfrontiert. Je 54 davon gingen weder daneben, noch drüber, sondern tatsächlich auf das Tor.

Nur Königshofer ist besser

Der große Unterschied: Dobnik konnte wesentlich mehr davon parieren. Denn während der SCWN bereits 22 Gegentreffer verkraften musste, waren es beim Aufsteiger aus Kärnten lediglich zehn. Nur Rapid (4) und die Austria (5) haben noch weniger Tore kassiert.

Was die Quote an abgewehrten Bällen angeht, werden Dobniks 81,5 Prozent nur von SCR-Keeper Lukas Königshofers 84,6 Prozent übertroffen.

Bescheidenes Zwischenfazit

All diese Zahlen beweisen: Nicht umsonst wird der 26-Jährige aktuell mit Lob überhäuft. „Zurzeit läuft es für mich nicht so schlecht, ich kann mich nicht beklagen“, bleibt der WAC-Schlussmann bescheiden.

Doch drei Gegentreffer in den vergangen sieben Pflichtspielen sind nicht nur „nicht so schlecht“, sondern ausgezeichnet.

Nichtsdestoweniger hält der Kärntner, der Neuzugang Marco Knaller derzeit keine Chance auf Liga-Einsätze lässt, den Ball flach: „Ich bin nicht in einer Euphorie und sage: Unglaublich, unglaublich!“

"Er gibt uns viel Sicherheit"

Andere tun das schon. Kapitän Michael Sollbauer meinte nach dem 1:1 bei der Austria auf die Parade nach einem Schuss von Alex Gorgon angesprochen: „Unglaublich! Wahnsinn, wie er den wieder gehalten hat.“

Auch Teamkollege Dario Baldauf ist sich der Überform des lediglich 1,80 Meter großen Keepers bewusst: „Im Moment hält er die Bälle, die er nicht unbedingt halten muss. Er gibt uns hinten viel Sicherheit.“

"Werde in kein Loch fallen"

Doch Dobnik will keine großen Töne spucken, macht das auch ganz bewusst nicht. Er weiß: „Im Fußball kann schnell einmal etwas daneben gehen.“

Der gebürtige Klagenfurter zeigt sich mental gefestigt. „Wenn ich wieder einmal ein Tor kassiere, das auf meine Kappe geht, werde ich nicht in ein Loch fallen“, sagt er.

 "Andere glauben eh nicht an dich…"

Damit dass nicht so bald passiert, arbeitet der der Tormann, der unter Trainer Nenad Bjelica auch schon beim FC Kärnten und FC Lustenau spielte, weiterhin hart.

Dobnik meint: „Im Leben ist es wichtig, einfach zu arbeiten. Du musst an dich und den Erfolg glauben. Wenn du nicht an dich glaubst… Andere tun es eh nicht.“

Naja, ganz abgesehen von den Trainern, Spielern und Fans des WAC…


Harald Prantl

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