Auch der WAC spricht spanisch

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"Das Preis/Leistung-Verhältnis stimmt einfach"

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Ried hat es vorgemacht.

Die Innviertler setzen seit Jahren auf die spanische Welle.

Und der Erfolg gibt den Wikingern recht.

Spieler wie Nacho, Ivan Carril und Guillem hatten maßgeblichen Anteil am Erfolgslauf, der mit dem Gewinn des ÖFB-Cups in der Saison 2010/11 ihren Höhepunkt hatte.

Mittlerweile tummeln sich eine Vielzahl von Fußballern aus dem Land des amtierenden Welt- und Europameisters in Österreichs höchsten Spielklassen.

So auch bei Bundesliga-Aufsteiger WAC.

Goldgriff Jacobo

Mit Jacobo gelang den Kärntnern vor einem Jahr ein Glücksgriff. Der offensive Mittelfeldspieler führte die Truppe aus dem Lavanttal mit 14 Toren und acht Assists zum Titel in der Ersten Liga. Der 28-Jährige wurde daraufhin zurecht zum besten Spieler der Saison gewählt.

Da auch Verteidiger Solano auf ganzer Linie überzeugen konnte, entschloss man sich im Sommer erneut für frisches Blut aus Spanien.

Gekommen sind David de Paula von Logrones und Ruben Rivera von Montaneros CF.  „Die Leistungen von Jacobo und Solano haben die Tür für die anderen aufgemacht“, bestätigt Trainer Nenad Bjelica bei LAOLA1.

Passendes Preis/Leistung-Verhältnis

Außerdem steht der 40-Jährige auf die Mentalität der Spanier: „Sie sind einfache Leute, sind Teamplayer. Sie sind freundlich, verstehen ihre Aufgaben, sind pflegeleicht, integrieren sich schnell und leben sich schnell in Österreich ein.“

Zudem passt für den Kroaten das Preis/Leistung-Verhältnis. „Das sind alles sehr gute Fußballer. Sie wurden von klein auf gut ausgebildet. Mit solchen Spieler hast du keine Probleme - auch wenn sie einmal nicht spielen. Sie sind absolute Top-Profis.“

Bjelica schätzt sich jedenfalls glücklich, gleich vier Iberer in seinem Team zu haben. Denn für den WAC-Chefcoach haben alle unglaubliches Potenzial.

Durchbruch verpasst

„Alle vier hätten eigentlich das Niveau für die Primera Division. Aus irgendwelchen Gründen haben sie den Sprung aber nie geschafft. Ruben Rivera hat bei La Coruna gespielt, De Paula bei Bilbao, Solano bei Barcelona B und Jacobo bei Atletico Madrid B. Allerdings haben entweder Verletzungen oder die starke Konkurrenz den Durchbruch verhindert. In Spanien gibt es 40 Profi-Mannschaften und 80 Teams in der zweiten Liga. Dort befinden sich viele Spieler mit großer Qualität.“

Mit der spanischen Nationalmannschaft kann und will sich der neunfache Internationale aber nicht identifizieren.

Spanien kein Vorbild

„Was Spanien bei der EURO 2012 gezeigt hat, können wir beim WAC nicht umsetzen. Sie haben etwas Ungewöhnliches abgeliefert. Ohne Stürmer zu spielen, kann nur eine Mannschaft, die enorme Qualität besitzt. Wir wollen Spanien nicht kopieren, sondern einen eigenen Stil entwickeln und mit diesem erfolgreich spielen.“

Bjelica möchte dabei seiner Philosophie aus der Ersten Liga treu bleiben und mit Offensiv-Fußball begeistern.

„Wir wollen in jedem Spiel drei Punkte holen. Das gelingt nicht, wenn man auf Abwarten spielt. Wir werden daher nicht auf 0:0 spielen, sondern versuchen, immer ein Tor mehr als der Gegner zu erzielen. Ob es gelingt, wird man sehen.“

Seine Ziele sind klar definiert: „Wir wollen in der Liga bleiben. Also ist unser Ziel, 40 Punkte zu holen.“

Martin Wechtl/Stephan Schwabl

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