"Die Stürmer-Suche gestaltet sich schwierig"

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Oft wechselte der Wolfsberger AC seine Tabellenposition in dieser Saison nicht.

Vom ersten bis zum siebten Spieltag belegten die „Wölfe“ Rang zwei, vom achten bis zum elften war die Kühbauer-Truppe gar Tabellenführer – und das als erster Kärntner Klub überhaupt.

In die Winterpause ging es als Zweiter, dann der Fall auf drei, vier und fünf – und diesen belegt der WAC nun auch bis zum Saisonende. „Wir waren eine Wundertüte“, sagte Alexander Kofler.

Der Goalie weiter: „Wir haben in dieser Saison über und unter unseren Verhältnissen gespielt. Über die gesamte Spielzeit gesehen stehen wir nun dort, wo wir hingehören. Die Tabelle lügt nicht.“

Die Wundertüte der Liga

Das trifft es auf den Punkt. Das Sensationsteam des Herbstes ärgerte auch den Meister, wies aber am Ende ein zu deutliches Gefälle in Heim- und Auswärtsspielen auf – elf Siege zu elf Niederlagen.

So ist nach dem 0:3 in Salzburg Platz fünf gewiss. Während Altach über den erstmaligen Einzug in den Europacup jubelte, hat Wolfsberg den direkten Weg verpasst.

„Dafür hätten wir zuvor in Wiener Neustadt gewinnen müssen“, weiß Kofler, wo die Punkte in jüngerer Vergangenheit verloren wurden.

„Platz fünf ist voll okay, ein Rang weiter vorne wäre natürlich wunderschön gewesen, aber wir sind noch immer der WAC und vielleicht geht es sich über den Cup aus“, hofft WAC-Boss Didi Riegler.

Daumendrücken für Salzburg

Ausgerechnet der Meister, dem man in dieser Saison sieben Punkte abknöpfen konnte (Kofler: „Das ist sensationell“), kann den Klub aus dem Lavanttal noch ins europäische Geschäft hieven.

Denn gewinnt Salzburg das Cup-Finale am 3. Juni in Klagenfurt, fällt der Europa-League-Quali-Platz an den Liga-Fünften – und erstmals nicht an den Cup-Verlierer, der Austria Wien heißen würde.

„Wir verfolgen das natürlich, es wäre ein Zuckerl für uns, aber mit einem Salzburg-Schal werden wir nicht im Stadion sitzen“, wartet Kofler ab, was Salzburg und Austria im Heimat-Bundesland machen.

Zuvor steht noch der Liga-Abschluss gegen Rapid auf dem Programm. Platz drei in der Heimtabelle ist noch möglich. Ansonsten blicken die Kärntner schon auf die nächste Saison.

Drei Spieler sollen unterschreiben

„Wir haben ja noch länger vor, in der Bundesliga zu bleiben“, sagt Riegler, der sich diese Woche in Verhandlungen befindet. Die auslaufenden Verträge von Manuel Kerhe, Nemanja Rnic und Silvio sollen verlängert werden.

„Da werden wir diese Woche schauen, dass das klappt“, so Riegler.

Michael Berger wird indes fix bleiben.

Rene Seebacher geht. „Er hat angeblich etwas Neues. Wir hätten uns zusammengesetzt, aber so ist es nun mal“, sagt der Klubchef über den Offensivspieler.

Fix abgegeben bzw. tendenziell abgegeben werden die Stürmer Attila Simon („Er hat sich nicht so entwickelt, wie erhofft“) bzw. Herve Oussale.

Letzterer hat noch eine Chance gegen Rapid.

Die Suche nach dem Volltreffer

Die Schlüsselspieler sowie Trainer Didi Kühbauer stehen allesamt unter Vertrag, nur eben im Angriff suchen die Kärntner weiter nach einem Volltreffer.

„Wir sind immer wieder auf Stürmer-Suche, das gestaltet sich aber schwierig. Einen Top-Spieler zu bekommen, das ist nicht einfach, so muss man gut sichten. Nämlich einen Spieler, der charakterlich zu uns passt und sich bei uns weiterentwickeln kann."

 

Bernhard Kastler

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