Große Kulisse soll WAC gegen Sturm beflügeln

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Die Bundesliga kehrt am Dienstag (19.30 Uhr im LAOLA1-Live-Ticker) ins EM-Stadion von Klagenfurt zurück.

Aufsteiger WAC empfängt Sturm Graz im Nachtragsspiel der 13. Runde nicht in Wolfsberg, sondern in der Landeshauptstadt.

Die Kärntner hoffen auf 10.000 Zuschauer - und als Außenseiter auf einen Punktegewinn.

Sturm hat zuletzt vier Ligaspiele in Folge gewonnen und ist sechs Runden unbesiegt.

Bjelica: "Ich erwarte eine Reaktion"

Die ursprüngliche Begegnung war Ende Oktober nach etwas mehr als einer Stunde beim Stand von 1:1 wegen sintflutartiger Regenfälle abgebrochen worden.

Das erste Saisonduell in Graz hatte der WAC mit 1:4 verloren. Viel mehr ärgerte Trainer Nenad Bjelica aber die inferiore Leistung am Samstag beim 1:2 gegen Schlusslicht Wr. Neustadt.

"Ich erwarte eine Reaktion auf dieses schlechte Spiel", betonte der Kroate. "Wir waren nicht auf unserem Niveau."

Bjelica vermisste vor allem die kämpferischen Qualitäten: "Was bringt es, über das System zu diskutieren, wenn man keinen Einsatz zeigt?"

Moralinjektion durch große Kulisse?

Von der Kulisse im Wörthersee-Stadion erwartet sich der WAC-Coach aber eine Moralinjektion.

"Ich hoffe, dass uns das Flügel gibt. Vor 10.000 Zuschauern werden wir ganz anders auftreten", versprach Bjelica. Schon bei Rapid (2:0) hätte sein Team vor ähnlich großer Kulisse überzeugt.

Bundesliga-Fußball war in Klagenfurt zuletzt im Mai 2010 geboten worden, damals noch von Austria Kärnten. Das Stadion ist für 12.500 Zuschauer zugelassen, aus Graz werden rund 1.000 Auswärtsfans erwartet - und ein Sturm-Team mit Selbstvertrauen.

"Sie haben so viel Qualität, dass sie auch ein Spiel, in dem sie nicht perfekt spielen, gewinnen können", meinte Bjelica. "Das ist bei uns nicht der Fall, daher sind sie leicht im Vorteil."

Kaum Umstellungen beim WAC

In einzelnen Spielen könne man zwar jeden schlagen, dem WAC fehle es aber an Konstanz. "Die Qualität von Sturm, kontinuierlich diese Leistungen zu bringen, haben wir noch nicht.

Daher sind sie vielleicht Favorit", erklärte Bjelica, der kaum personelle Umstellungen plant.

"Die Spieler, die zuletzt schlecht gespielt haben, bekommen eine Chance, sich zu rehabilitieren."

Anstelle des gesperrten Liechtensteiners Michele Polverino beginnt Roland Putsche im defensiven Mittelfeld.

Hyballa warnt

Bei Sturm fehlt neben den länger Verletzten Jürgen Säumel und Ferdinand Feldhofer auch der erkrankte Darko Bodul. Imre Szabics könnte nach überstandenen Achillessehnenproblemen in die Startformation zurückkehren.

"Es wird ein wichtiges Spiel für uns. Wir wollen die drei Punkte holen", betonte Sturm-Coach Peter Hyballa. Auswärts ist das seinem Team in dieser Saison bereits viermal gelungen - viermal so oft wie in der gesamten vergangenen Saison.

Durch den jüngsten Erfolgslauf haben sich die Grazer in den Top vier zurückgemeldet. Nach Verlustpunkten liegen sie bereits vor dem Tabellendritten Rapid.

Dennoch warnte Hyballa vor dem sechstplatzierten WAC - und vor allem dessen starker Offensive, die seit Mitte August (0:1 gegen Mattersburg) immer zumindest ein Tor erzielt hat. "Wolfsberg ist technisch stark", erklärte der Deutsche.

Mögliche Aufstellungen:

WAC - SK Sturm Graz
Wörthersee-Stadion, 19.30 Uhr, SR Prammer.
Bisheriges Saisonergebnis: 1:4 (auswärts).

WAC: Dobnik - Thonhofer, Sollbauer, Solano, Baldauf - Putsche - Kerhe, De Paula, Liendl, Jacobo - Falk

Ersatz: Knaller - Suppan, Jovanovic, M. Kröpfl, Zakany, Topcagic, Rivera

Es fehlen: Polverino (gesperrt), St. Stückler (Adduktorenprobleme), Messner (Schambeinentzündung)

Fraglich: Jacobo (Adduktorenprobleme)

Sturm: Focher - Kaufmann, Madl, Vujadinovic, Klem - T. Kainz, Weber, F. Kainz - Sukuta-Pasu, Okotie, Szabics

Ersatz: Gratzei - Ehrenreich, Hölzl, Dudic, Schloffer, M. Koch, Ch. Kröpfl, Bukva

Es fehlen: Bodul (erkrankt), Säumel (nach Leisten-OP), Feldhofer (Muskelverletzung)

Fraglich: Dudic (nach Erkrankung)

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