Derby-Urteil: Keine Gästefans!

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Derby-Urteil: Keine Gästefans in Saison 2014/15

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Die Ausschreitungen im 311. Wiener Derby zwischen Rapid und Austria im Wiener Ernst Happel-Stadion (2:3), als aus dem FAK-Sektor Leuchtraketen in Richtung Rapid-Block gefeuert wurden, haben zu zum Teil harten Urteilen geführt.

Wie der Senat 1 der Österreichischen Bundesliga am Montag bekannt gibt, werden FK Austria Wien und SK Rapid Wien aufgrund von "Verletzung der Veranstaltungsbestimmungen" gemäß § 116 ÖFB-Rechtspflegeordnung sowie der "missbräuchlichen Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen" gemäß § 116a ÖFB-Rechtspflegeordnung mit folgenden Sanktionen belegt:

Geldstrafe für beide Klubs

Der FK Austria Wien wird zu einer Geldstrafe von € 35.000,-, der SK Rapid Wien mit einer Geldstraße von € 25.000,- verdonnert.

Zusätzlich wird der Heimfansektor beider Klubs für ein Spiel gesperrt, sofern der jeweilige Klub eine Sanktion wegen Verletzung von § 116a der ÖFB-Rechtspflegeordnung bis zum Ende der Saison 2014/15 erhält.
 
Weitere Sicherheitsmaßnahme

Darüber hinaus werden entsprechend § 12 der ÖFB-Rechtspflegeordnung als Sicherheitsmaßnahme bei den nächsten beiden Wiener Derbys – in Runde 24 in der Generali Arena sowie in Runde 33 im Ernst Happel Stadion – die jeweiligen Gästesektoren gesperrt.

Dr. Norbert Wess: "Im heutigen Verfahren wurden sowohl die Verstöße als auch Art und Ausmaß der Sanktionen sorgfältig diskutiert. Dabei war die Möglichkeit, aus Sicherheitsgründen weitere Maßnahmen zu verfügen, ein wichtiges Thema."

"In Zukunft werden die Klubs vermehrt in der Verantwortung stehen, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu setzen. Insbesondere personalisierte Auswärtskarten sowie eine angemessene Anzahl an Fanbeauftragten, um die Masse an Fans zu bewältigen, können hierbei zielführend sein."

Stellungnahme des Bundesliga-Vorstands

Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer: "Es ist bedauerlich, dass der Senat 1 durch schwerwiegende Vorfälle wie beim letzten Wiener Derby gezwungen ist, derartige Sanktionen und Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit zu setzen."

"Strafen sollten immer das letzte Mittel sein. Deswegen kann nicht oft genug betont werden, dass die Präventionsarbeit im Vorfeld zwischen allen Beteiligten unerlässlich ist. Hier sind neben den Verbänden und den Behörden bzw. politischen Stellen insbesondere die Klubs gefordert, in Zukunft weitere Maßnahmen zu setzen."

Reaktion der Austria

Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer: "Das ist ein sehr hartes Urteil aus unserer Sicht. Wir werden schnellstmöglich die Urteilsbegründung anfordern und uns dann mögliche Rechtsmittel überlegen. Für uns sind jedenfalls noch einige Fragen offen."

Rapid nimmt laut Aussendung dieses harte Urteil vorerst zur Kenntnis, wartet aber ebenfalls die Begründung des Beschlusses ab, um in weiterer Folge Schritt zu überlegen.

Im grün-weißen Lager erhofft man sich durch die schriftliche und detaillierte Begründung die Klärung noch offener Fragen.

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