Lovin: "Es gab Kontakt mit Rapid"

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Mit der Verpflichtung von Florin Lovin ist dem SV Mattersburg ein kleiner Transfer-Coup gelungen.

Dass der Rumäne im Burgenland landet, hatten wohl die Wenigsten auf der Rechnung.

Nicht nur, weil der Transfer bis zum Schluss geheim gehalten wurde, sondern weil sich der 30-Jährige mit starken Leistungen in Kapfenberg ins Rampenlicht spielte.

„Es gab ein paar Interessenten und auch zahlreiche Gespräche. Das finanziell beste Angebot kam aus meiner Heimat. Ich hatte aber meine Bedenken. In Rumänien kommt es schon einmal vor, dass du drei, vier Monate auf dein Gehalt warten musst“, gesteht Lovin im Gespräch mit LAOLA1.

Kontakt mit Rapid

Zudem präferierte der Mittelfeldmotor einen Verbleib in West-Europa. „Ich mag die deutschsprachigen Länder, habe bereits in Deutschland gute Erfahrungen bei 1860 München gemacht. Leider gab es dort Differenzen mit dem Trainer und deswegen bin ich von dort weggegangen. Danach war ich eine Zeit in Griechenland. Das war aber keine gute Phase. Ich mag Österreich und die Liga. Die Qualität ist gut, passt zu meinem Stil.“

Beinahe wäre er sogar bei Rapid gelandet, doch aus dem Flirt mit den Wienern wurde nichts Ernstes. „Es gab Kontakt mit Rapid. Mein Manager hat mir über das Interesse berichtet. Wie konkret es ausgesehen hat, kann ich nicht sagen. Es interessiert mich jetzt auch nicht mehr.“

Lederer voller Lobeshymnen

Denn der zweifache Familienvater ist „glücklich, beim SVM zu sein. Mattersburg ist ein „gesunder“ Klub. Sie waren meine erste Option, denn ich wollte unbedingt in Österreich bleiben.“

Trainer Franz Lederer schätzt sich jedenfalls glücklich, mit Lovin einen exzellenten Fußballer mit viel Erfahrung in seinen Reihen zu haben.

„Florin soll nicht nur die Lücke, die nach dem Abgang von Stefan Ilsanker entstanden ist, schließen, sondern eine tragende Rolle bei uns spielen“, macht der SVM-Coach kein Hehl daraus, welche Aufgaben auf seine Neuverpflichtung warten.

Mit Verantwortung hat Lovin früh umzugehen gelernt. Mit 21 Jahren war er bei seinem Stammverein FCM Bacau Kapitän, später ab und zu auch bei Steaua Bukarest und 1860 München.

Lovin von Mattersburg begeistert

Obwohl der Rechtsfuß in seinem Leben schon viel gesehen hat, ist er vom Ambiente des Tabellenachten der abgelaufenen Saison begeistert.

„Ich bin schon ein bisschen beeindruckt. Das Umfeld mit den tollen Trainingsbedingungen in der Akademie ist fantastisch. Etliche Vereine werden da wohl neidisch sein. Gute Bedingungen vorzufinden, ist ganz wichtig – nur dann kannst du im Match Bestleistungen bringen.“

Seine neuen Teamkollegen hat er bereits nach wenigen Wochen ins Herz geschlossen. „Mattersburg setzt auf Kontinuität. Die Truppe spielt schon lange zusammen. Das ist ihr größtes Plus. Qualität kann man im Training und im Match steigern, eine Gruppendynamik, wie hier, braucht hingegen Jahre. Und es kommt mir vor, als wäre ich schon  Jahre hier. Ich habe ein gutes Gefühl.“

Gute Erinnerungen an Kapfenberg

Mit einem guten Gefühl blickt Lovin auch auf seine Zeit in Kapfenberg zurück. „Es war für mich sehr wichtig, praktisch jedes Spiel bestritten zu haben. Es herrschte dort trotz der sportlich schwierigen Situation eine wunderbare Stimmung. Die Chemie zwischen den Teamkollegen, dem Trainer und mir war ausgezeichnet.“

Einziger Schönheitsfehler war der Abstieg. Dieser wäre unter Umständen zu verhindern gewesen. „Der Umbruch im Winter ist meiner Meinung nach zu spät gekommen. Man hätte bereits im Herbst reagieren müssen. Wir haben dennoch einen schönen Fußball geboten. Leider war in einigen Spielen Pech dabei. Mit etwas Glück hätten wir Neustadt noch abgefangen.“

Mit Mattersburg peilt der sympathische Fußballer einen Platz im Mittelfeld an. „Es ist zu Beginn einer Meisterschaft wichtig, Punkte zu sammeln. Das nimmt den Druck. Und es ist uns gleich zum Auftakt gelungen. In Rumänien bei Steaua war immer ein Sieg gefordert. Das ist auch heute meine Einstellung. Ich will jedes Match gewinnen.“

Noch nicht ganz fit

Derzeit spürt er noch immer die Nachwirkungen einer in der Vorbereitung erlittenen Knöchelverletzung. Aus diesem Grund absolvierte der „Sechser“ für Mattersburg auch noch kein Spiel über die volle Spielzeit.

Doch wenn er wieder fit ist und an seine KSV-Leistungen anschließen kann, werden die Burgenländer noch viele Freude mit ihrem Routinier haben.

„Für jeden Spieler ist es wichtig, wenn seinen Leistungen honoriert werden. Ich versuche immer mein Bestes zu geben. Wenn es mir gelingt, ist es gut, wenn nicht, probiere ich es im nächsten Spiel besser zu machen.“

Martin Wechtl

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