Glaube an sich und Hyballa

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„Kein Trainer macht eine Taktik, die nicht funktioniert“

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Rückblende, 25. August 2012.

Sturm Graz setzt sich daheim gegen die Admira dank zweier Tore von Richard Sukuta-Pasu mit 3:2 durch.

Es sollten seine letzten für lange Zeit bleiben. 661 Minuten, sechs Bundesliga- und zwei Cup-Spiele später wurde der Bann beim 2:1-Sieg gegen Rapid gebrochen.

Der Stürmer brachte sein Team in der 38. Minute auf Kurs. Dass der Neuzugang auch ohne Tore extrem wichtig für die „Blackies“ ist, steht längst außer Frage.

„Als Stürmer muss man an sich glauben“

Antrittsschnell, dribbel- und zweikampfstark – so präsentierte sich der Deutsche mit kongolesischer Abstammung bisher im Dress der Schwarz-Weißen. Dass es nun auch wieder mit dem Toreschießen klappt, freut ihn umso mehr.

„Ich denke, für einen Stürmer ist es immer schön, ein Tor zu schießen. Ich habe mich natürlich gefreut, aber im Vordergrund steht die Mannschaft“, gibt sich Sukuta-Pasu im Gespräch mit LAOLA1 bescheiden.

Trotz Torsperre verspürte der großgewachsene Angreifer keinen Druck und genoss weiterhin das Vertrauen des Trainerteams.

„Das ist als Stürmer ganz normal. Entweder man hat einen Lauf oder nicht. Man muss trotzdem weiter an sich arbeiten und an sich glauben, dann kommt der auch wieder. Wenn es dann läuft, dann läuft es auch.“

Der Knoten platzte als Mittelfeldspieler

Das Warten hatte allerdings ausgerechnet ein Ende, als Sukuta-Pasu gegen Rapid in der ungewohnten Rolle als rechter Mittelfeldspieler auflief.

„Ich habe schon öfters außen gespielt, aber dieses Mal aus taktischen Gründen. Das Trainerteam weiß, was es macht. Von daher vertrauen mir alle. Wie man gesehen hat, hat es auch geklappt.“

Der Frage, ob sich die Leihgabe vom 1. FC Kaiserslautern jedoch eher als Mittelstürmer sieht, wich diese gekonnt aus.

„Ich sehe mich als Spieler von Sturm Graz, wo mich der Trainer aufstellt, ist egal“, lächelt der 22-Jährige verschmitzt.

Kritik soll Sturm noch mehr pushen

Das System Hyballa entpuppte sich nicht zum ersten Mal als „Überraschungsei“. Die anhaltende Kritik sieht Sukuta-Pasu allerdings als zusätzlichen Anreiz.

„Man darf das den Journalisten nicht übel nehmen. Das ist ihr Job, unserer ist es, gut zu spielen. Wenn wir Kritik kriegen, kriegen wir halt Kritik. Das ist normal“, prallt diese am körperlich robusten Sturmtank ab.

„Das sollte uns noch mehr pushen und wir sollten enger zusammenrücken. Wir haben das gut aufgenommen und das Trainerteam hat uns geholfen.“

Aufgrund von Erfahrungen am Betzenberg, bei Leverkusen oder St. Pauli sieht er Hyballas Ideen alles andere als abstrakt.

"Wichtig sind wir"

„Wir sind im Umbruch mit neuem Trainer und neuen Spielern. Im ganzen Verein ist alles ein bisschen neu. Ich finde das System sehr gut, wir spielen offensiv.“

Das kommt Sturms fünffachem Torschützen entgegen. Meinungen von außen müssen hingegen ausgeblendet werden.

„Wichtig sind wir. Wir müssen an uns glauben und umsetzen, was der Trainer von uns will. Dann werden wir auch auf einem guten Weg sein. Denn kein Trainer macht eine Taktik, die nicht funktionieren wird.“

Ein Sukuta-Pasu in Trefferlaune würde dieses voran treiben. Natürlich aber nur dann, wenn der Stürmer Recht behält und Hyballa genau weiß, was er tut.


Alexander Karper

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