Testkandidat Sandanski macht auf sich aufmerksam

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Sehr hart habe man zuletzt trainiert beim SK Sturm. „Die Jungs sind ziemlich blau“, sagt Generalmanager Gerhard Goldbrich vor dem Testspiel gegen Kapfenberg, das später mit 3:1 gewonnen wird.

Während in Brasilien die Weltmeisterschaft langsam aber sicher ihre entscheidende Phase erreicht, hat auch für die Bundesliga-Klubs der finale Countdown für die Saison 2014/15 begonnen.

In zweieinhalb Wochen startet der österreichische Klubfußball mit der ersten Runde im ÖFB-Cup vom 11. bis zum 13. Juli in die neue Spielzeit.

Stankovic und Neo-Kapitän Madl angeschlagen

Bis dahin soll und will Darko Milanic eine schlagkräftige Truppe beisammen haben und die gesamt gesehen durchwachsene letzte Saison so schnell wie möglich vergessen machen.

Personell betrachtet holen die Grazer bislang keineswegs zum großen Wurf aus. Mit drei Neuzugängen – bei acht Abgängen - hat man im Vergleich zur Konkurrenz die wenigsten Spieler an Bord geholt.

Besonders viel verspricht man sich von Marko Stankovic.

Der 28-Jährige kehrt nach vier Jahren bei der Wiener Austria zu den Schwarz-Weißen zurück und soll das Offensivspiel beleben. Bevor es soweit ist, muss er, wie Neo-Kapitän Michael Madl, noch eine Verletzung auskurieren und kann daher nicht am Mannschaftstraining teilnehmen.

Vujadinovic? "Es geht ihm gut"

Mit Tomislav Barbaric und Naim Sharifi sind die beiden anderen Neuen bereits integriert. Ersterer scheint als Innenverteidger gesetzt, hat man mit Nikola Vujadinovic in Graz doch bereits abgeschlossen.

„Wir haben telefoniert. Es geht ihm gut“, sagt Goldbrich. Mehr aber auch nicht. Für eine weitere Zusammenarbeit gehen die finanziellen Vorstellungen beider Parteien zu weit auseinander.

Das gilt auch für Gordon Schildenfeld, den man gerne heimgeholt hätte. Der kroatische Nationalteamspieler ist vertraglich aber noch bis 2015 an Dinamo Moskau gebunden.

Sandanski macht auf sich aufmerksam

Damit ist nicht gesagt, dass Sturm keinen neuen Spieler mehr verpflichten wird. Derzeit sind mit dem Japaner Taiskue Akiyoshi und Yanko Sandanski zwei defensive Mittelfeldspieler auf dem Prüfstand.

Letzterer konnte beim Sieg gegen matte obersteirische Falken mit dem schnellen Führungstreffer aufzeigen.

„Grundsätzlich hat er keinen schlechten Eindruck gemacht. Ich glaube, dass er körperlich noch im Rückstand ist. Spielverständnis und Spielintelligenz sind definitiv da, auch das Zweikampfverhalten hat gestimmt. Er war sehr aggressiv. Das war schon einmal eine Duftnote“, findet der Generalmanager durchaus lobende Worte für den 26-Jährigen, der zuletzt für Slavia Sofia seine Fußballschuhe schnürte.

Trainer Milanic bezeichnet Sandanski ebenfalls als „interessanten Spieler“. 

Chance für die Jugend?

Wie Akiyoshi darf Sandanski noch bis zum Ende der Woche mit den Granzern mittrainieren. Weitere Testkandidaten seien derzeit nicht geplant, so Goldbrich.

Dafür bekommen hoffnungsvolle Talente aus dem Nachwuchs von Milanic eine Chance.

Neben Torhüter Tobias Schützenauer (17), Verteidiger Felix Schmied (19), den Mittelfeldspielern Andreas Gruber (18) und Benjamin Rosenberger (18) dürfen sich auch die erst 16-jährigen Mittelfeldmänner Sandi Lovric und Marco Gantschnig beweisen, die gegen Kapfenberg einen Treffer in Koproduktion beisteuern konnten.

 

Andreas Terler

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