Franco Foda hofft noch auf die "gute Lösung"

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Meister SK Sturm Graz hat seine Transferaktivitäten noch nicht abgeschlossen.

Nach dem Wechsel von Abwehrchef Gordon Schildenfeld zum deutschen Zweitligisten Eintracht Frankfurt haben die Steirer nur drei gelernte Innenverteidiger im Kader.

Für eine lange Bundesliga-Saison inklusive Europacup und nationalem Cup eindeutig zu wenig. Dessen ist sich auch Chefcoach Franco Foda bewusst.

"Natürlich müssen wir noch einen Spieler holen", betonte der Deutsche, der derzeit auch als Sportdirektor der Grazer fungiert.

Keine Fehltritte erlauben

Der kroatische Testpilot Vedran Jese überzeugte nicht, die Suche geht daher weiter.

"Jetzt in dieser Phase ist es natürlich schwierig, weil die guten Spieler alle unter Vertrag sind", ist sich der Sturm-Coach bewusst. Der Rest sei nicht im Trainingszustand und müsse daher erst wieder aufgebaut werden.

Trotz der "Eile" wird kein Spieler verpflichtet, dem Foda nicht persönlich auf die Beine geschaut hat.

"Ich hole keinen Spieler, den ich mir nicht vorher angeschaut habe, um mir da keine Fehltritte zu erlauben", meinte der 45-Jährige.

"Hätten Alternativen gehabt"

Der Abgang von Schildenfeld hatte sich nach dem gewonnenen Meistertitel bereits angedeutet. Deshalb hatten sich die Steirer damals auch um Ersatz umgeschaut.

"Wir haben im Sommer schon davor gewarnt, damals hätten wir schon die eine oder andere Alternative gehabt, aber da wollte der Verein dann nicht in Vorlage treten, was man natürlich akzeptieren kann, weil man nur ein gewisses Budget zur Verfügung hat", erklärte Foda. Ein Kandidat wäre etwa Niklas Hoheneder gewesen, der zum Karlsruher SC gewechselt ist, wo Ex-Sturm-Sportdirektor Oliver Kreuzer nun tätig ist.

Der Wechsel des kroatischen Abwehrchefs für eine fixe Ablösesumme von einer Million Euro kam nun am vergangenen Donnerstag ziemlich kurzfristig zustande, zu einem ungünstigen Zeitpunkt so knapp vor dem Auftakt in der Champions-League-Qualifikation.

"Der Ausfall von Gordon schmerzt natürlich sehr", betonte Foda einmal mehr. Nun werden vorerst Routinier Ferdinand Feldhofer und Thomas Burgstaller die Innenverteidigung bilden, zudem steht mit dem 18-jährigen Florian Neuhold ein "Rohdiamant" als Alternative bereit.

Hoffen auf "gute Lösung"

Für die Suche nach einem vierten Innenverteidiger ist Foda trotz des späten Zeitpunkts aber trotzdem zuversichtlich. "Es wird schwierig, aber es gibt immer wieder einmal gute Lösungen", sagte der Sturm-Trainer.

Wie in den vergangenen Jahren etwa auch mit den Transfers von Schildenfeld, Lavric, Kandelaki, Schaschiaschwili oder Perthel.

"Wir haben dann doch immer wieder noch etwas gefunden, deshalb bin ich überzeugt, dass wir auch diesmal etwas finden werden", sagte Foda.

Bodul ist derzeit kein Thema

Für die zweite Qualifikations-Runde zur Champions League, in der das Hinspiel gegen den FC Videoton am (heutigen) Mittwochabend stattfand, ist es jedenfalls definitiv zu spät, der Kader musste in der vergangenen Woche bekanntgegeben werden.

Danach könne man pro Runde einen Spieler nachnennen. "Aber jetzt müssen wir erst einmal die zweite Runde überstehen", betonte Foda.

Die Verpflichtung von Offensivspieler Darko Bodul, der in der Vorbereitung lange mittrainiert hatte, sei im Moment übrigens "kein Thema".

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