Hyballa: "Die Fans zum Brennen bringen"

Aufmacherbild
 

Die Würfel sind gefallen – und zwar auf Peter Hyballa.

Der Deutsche wird ab der kommenden Saison das Traineramt beim SK Sturm übernehmen und damit in die Fußstapfen seines Landsmanns Franco Foda treten.

Das haben die Grazer am Montagnachmittag offiziell bestätigt. Der 36-Jährige erhält einen Vertrag bis Sommer 2014 und wird am Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt.

"Hyballa brennt auf seine neue Aufgabe"

"Er ist ein Mann, der sowohl großes fußballerisches Fachwissen, als auch die nötigen menschlichen Qualitäten für den Posten mitbringt", betont Paul Gludovatz, der als Geschäftsführer Sport die Hauptverantwortung für die Bestellung des bisherigen Coaches der Red Bull Juniors trägt.

"Hyballa ist ein Fußballverrückter, im absolut positiven Sinne des Wortes. Er brennt auf seine neue Aufgabe. Wir sind davon überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben und hoffen, dass seine Begeisterung schnell auf die Mannschaft abfärbt", so Gudovatz weiter.

"Unser Dank geht auch an Red Bull Salzburg, die Peter Hyballa trotz des laufenden Vertrages an Sturm freigegeben haben", erklärt Christopher Houben.

Für den wirtschaftlichen Geschäftsführer Sturms ist Hyballas langjährige Trainererfahrung trotz seines jungen Alters ein großes Plus: "Hyballa ist seit 17 Jahren im Fußballgeschäft tätig und hat mehrmals bewiesen, welch großes Potenzial in ihm steckt. Auch das hat bei der Entscheidung für ihn gesprochen."

Umbruch im Kader

Auf Hyballa kommt die Herausforderung zu, Sturm nach einer denkbar verkorksten Saison als Titelverteidiger, in welcher die Teilnahme am Europacup verpasst wurde, wieder auf Kurs zu bringen.

Dabei wird es zu einem Umbruch im Kader, der massiv verjüngt werden soll, kommen. Hyballa ist es aufgrund seines Lebenslaufs gewohnt, mit Youngsters zu arbeiten - unter anderem betreute er drei Jahre lang die U19 von Borussia Dortmund, wo er das deutsche Supertalent Mario Götze coachte.

"Die Talenteförderung ist eines meiner besonderen Anliegen, jetzt freue ich mich auf die Arbeit mit den Profis. Ich will einfach zurück ins Stadion", so Hyballa.

Kristl verlässt Sturm

Für Interimstrainer Thomas Kristl endet mit dem Saisonabschluss gegen Austria Wien seine Tätigkeit bei Sturm. Er wird dem neuen Trainerstab definitiv nicht angehören.

Gludovatz: „Thomas Kristl hat die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen und gute Arbeit geleistet. Wir danken ihm für die positive Zusammenarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."

Peter Altmann

Damit deutet der frühere Ried-Trainer auch ein wesentliches Motiv für die Verpflichtung von Hyballa an. Der Deutsche steht für attraktiven Fußball, detailverliebte Arbeit und extrovertiertes Auftreten (siehe LAOLA1-Portrait). Kurzum: Sturm soll wieder mit begeisterndem Fußball für Furore sorgen.

"Das Ziel oben mitzuspielen hat jeder, ich möchte mit Sturm vor allem leidenschaftlichen Fußball zeigen und mit einem attraktiven und offensiven Spielstil die Fans zum Brennen bringen", nimmt sich Hyballa für seine neue Aufgabe viel vor.

Schopp als Amateure-Trainer?

Eine Überraschung ist diese Personalentscheidung freilich keine mehr. Schon in den vergangenen Tagen war durchgesickert, dass Hyballa neben Markus Schopp der letzte verbliebene Kandidat auf den Posten des neuen Headcoaches sei.

Intern war die Entscheidung für den Deutschen bereits vor einigen Tagen gefallen, nachdem sowohl Hyballa als auch Schopp bei einem Hearing der Vereinsspitze ihr Konzept präsentieren durften.

Auch Schopp dürfte seinem Stammklub weiterhin erhalten bleiben. Der 38-Jährige könnte fix die Amateure in der Regionalliga Mitte übernehmen, die er zuletzt bereits interimistisch betreut hatte und somit dem von Geschäftsführer Sport Paul Gludovatz forcierten „Trainer-Team“ angehören. Ziel der Steirer ist es jedenfalls, mehr Synergien zwischen Kampfmannschaft und Nachwuchsbereich zu erzeugen.

Für die Position des Co-Trainers waren verschiedene Kandidaten im Gespräch, unter anderem der frühere Hartberg-Coach Bruno Friesenbichler, der als Spieler ebenso Sturm-Vergangenheit hat wie Vereins-Urgestein Günther Neukirchner, der diese Rolle aktuell ausfüllt.

Freigabe von Salzburg

Ein Hindernis stellte jedoch noch die fehlende Freigabe für Hyballa aus Salzburg dar. Am Montagnachmittag erfolgte jedoch die Einigung mit dem neuen Meister.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen