Wacker-Sturm strafverifiziert

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"Vorfälle werden nicht toleriert"

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Der Senat 1 der Bundesliga hat die am Samstag in der Nachspielzeit beim Stand von 0:1 abgebrochene Partie FC Wacker Innsbruck gegen Sturm Graz erwartungsgemäß mit 0:3 gewertet.

Die Strafverifizierung zugunsten der Steirer erfolgte gemäß dem Paragraf 107 der ÖFB-Rechtspflegeordnung.

Wie hoch die Geldstrafe ausfällt, wird erst nächsten Montag nach Einholung einer schriftlichen Stellungnahme der Innsbrucker entschieden.

Tor und Karten bleiben gültig

Die Grazer dürfen sich im Kampf um die Top-Vier-Plätze über zwei zusätzliche Treffer freuen, sie liegen bei einem Spiel weniger mit 30 Zählern hinter der Austria (41), Titelverteidiger Salzburg (36) und Rekordmeister Rapid (32) auf Rang vier.

Für die am Tabellenenende liegenden Tiroler verschlechterte sich durch das 0:3 die Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt, sie haben nun bei einem Punkt Rückstand das um fünf Treffer schlechtere Torverhältnis im Vergleich mit dem Neunten Wiener Neustadt.

Das Tor von Richard Sukuta-Pasu bleibt in der Wertung, der Sturm-Graz-Angreifer hält daher bei sechs Saisontreffern, ebenso behalten auch die Gelben Karten von Christoph Saurer, Christopher Wernitznig und Martin Svejnoha sowie Michael Madl und Nikola Vujadinovic ihre Gültigkeit.

Schüttengruber handelte richtig

Das Schiedsrichterkomitee Bundesliga/Elite stellte am Montag via Aussendung klar, dass Manuel Schüttengruber entsprechend dem vorgegebenen Drei-Stufen-Plan im Tivoli Stadion Tirol völlig richtig gehandelt hatte.

Nach einem aberkannten Treffer von Wernitznig in der 55. Minute wurden erstmals Gegenstände auf das Spielfeld geworfen, weshalb Schüttengruber eine Lautsprecherdurchsage veranlasste.

In der 92. Minute unterbrach der Referee die Partie nach dem 1:0 der Grazer durch Sukuta-Pasu (91.) für wenige Minuten wegen massiven Würfen von Gegenständen, ging mit seinem Team in die Kabine und bat um eine neuerliche Durchsage, dass es bei neuerlichen Vorfällen zu einem Abbruch kommt.

Dieser war dann rund eine halbe Minute nach Wiederanpfiff die Konsequenz von abermals abgeschossenen Wurfgegenständen in Richtung von Lineinrichter Clemens Schüttengruber.

"Vorfälle werden nicht toleriert"

Der Tabellenletzte aus Tirol und die Bundesliga bedauerten die Vorfälle am Montag in einer gemeinsamen Pressemeldung. Ziel in der Zukunft sei es, derartige Vorkommnisse bestmöglich zu unterbinden.

"Unser Ziel ist es, die Stadien noch sicherer und familienfreundlicher zu machen. Vorfälle, wie jene beim Meisterschaftsspiel in Innsbruck, werden von uns nicht toleriert und aufs Schärfste zurückgewiesen", sagte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl.

Er merkte aber auch an, dass die Zahl von registrierten Vorfällen in Zusammenhang mit Fußballspielen in Österreich rückläufig sind - nicht zuletzt auch durch die seit Jahren aufwendige Fanarbeit des FC Wacker.

"Muss Bewusstsein geschaffen werden"

Wacker-Geschäftsführer Gerald Schwaninger lobte die Innsbrucker Fans, weil sie "während des gesamten Spiels lautstark unsere Mannschaft unterstützt und auch mit einer tollen Choreografie und behördlich angemeldeter Pyrotechnik überzeugt haben".

Andererseits stellte er auch im Hinblick auf die Würfe von Bechern und Co. klar: "Allgemein muss bei Stadionbesuchern das Bewusstsein geschaffen werden, dass Gewaltakte gegen Personen auch im Zusammenhang mit Fußballspielen entschieden zu verurteilen sind."

Geldstrafe für Lederer

Der Strafsenat sperrte am Montag auch Mattersburgs Lukas Rath wegen der Verhinderung einer offensichtlichen Torchance im Auswärtsduell mit der Austria für ein Spiel. Sein Trainer Franz Lederer muss wegen Schiedsrichterkritik 200 Euro Strafe zahlen.

Zudem wurde über den Kapfenberger Erste-Liga-Kicker Ralph Spirk eine Ein-Spiel-Sperre verhängt - genauso wie bei Rath wegen der Verhinderung einer offensichtlichen Torchance.

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