Stöger vs. Hyballa: Nur der Erfolg verbindet

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Wenn Peter Stöger und Peter Hyballa an der Outlinie stehen, könnte die Gestik nicht unterschiedlicher sein.

Während der Austria-Coach eher den ruhigen Pol mimt, agiert Sturms Trainer im hyperaktiven Stil.

Im Schlager zwischen der Austria und Sturm Graz am Sonntag stehen einander aber auch jene beiden Männer gegenüber, die mit ihren Mannschaften im Herbst klar über den Erwartungen blieben.

Neue Gesichter bringen Erfolg

Sowohl die Austria, als auch Sturm gingen mit dem Wissen eines verpatzten Frühjahrs in die Saison.

Die Wiener hatten unter Ivica Vastic als Vierter die Europacup-Teilnahme verpasst, bei den Steirern stand nach etlichen Turbulenzen um den Abschied von Franco Foda der fünfte Rang zu Buche.

Mit Stöger und Hyballa übernahmen die Trainerbank neue Gesichter - mit Erfolg.

Alles aufgegangen

Die Austria holte sich mit Respektabstand auf Salzburg die Winterkrone, Sturm etablierte sich erfolgreich unter den Top Vier der Liga.

Dementsprechend zufrieden durften beide Trainer vor der letzten Runde des Jahres 2012 bilanzieren.

"Wie sich die Spieler präsentiert haben, dass wir keine Verletzten beklagen mussten; alles ist passiert, wie wir uns das vorgestellt haben. Eine solche Punkteausbeute hat natürlich auch keiner erwartet", meinte Stöger.

"Außer Tottenham ruft an"

Besonders zufrieden zeigte sich der seit Jahresbeginn ohne Pause arbeitende Ex-Internationale mit dem Willen seiner Spieler.

"Im Training rennt es wie vor drei Monaten. Man hat nicht das Gefühl, dass bald Urlaub ist", berichtete Stöger.

Auch aus diesem Grund seien Veränderungen im Winter nicht geplant. Zu- und Abgänge sind bei der Austria nicht zu erwarten.

"Wir wollen in die eine und die andere Richtung nicht aktiv werden. Außer natürlich, Tottenham ruft nächste Woche bei uns an."

Bereits 450 Frühjahrs-Abos verkauft

Einher mit dem Aufschwung in der Tabelle ging bei den Wienern auch jener bei der Anhängerschaft.

Bereits 450 neue Frühjahres-Abos wurden bis zur Winterpause neu abgeschlossen und damit bei weitem mehr als in vergangenen Saisonen.

Keine uneingeschränkte Liebe

Auch in der Grazer UPC Arena war die Stimmung in den vergangenen Wochen bestens.

Trotzdem genießt Hyballa im Unterschied zu dem in Wien gefeierten langjährigen Austrianer Stöger nicht die uneingeschränkte Liebe der steirischen Anhängerschaft.

Dem 37-Jährigen aus dem Münsterland wird von Teilen der Fans zulasten gelegt, altgediente Profis wie Rekordspieler Mario Haas im Herbst ausgemustert zu haben.

Hyballa lässt sich nicht dreinreden

"Die meisten sind zufrieden, und auf die konzentriere ich mich", meinte der mit einem Vertrag bis Sommer 2014 ausgestattete Sturm-Trainer auf diese Problematik angesprochen.

Dass so mancher in Graz mit dem Typ Hyballa nicht gleich klar kommt, sei Teil seines Jobs. "Ich bin, wie ich bin. Ich mache, was ich für richtig halte und sage, was ich denke. Das ist einfach meine Art."

Zumindest könne man ihm nicht vorwerfen, nicht alles für den Erfolg von Sturm gegeben zu haben.

"Gewaltig Luft nach oben"

"Persönlich habe ich alles herausgeholt, ich bin sehr müde", betonte Hyballa vor dem letzten Spiel vor der Winterpause. Für ihn geht es im Urlaub zunächst in seine Heimat, ehe ein Trip nach Namibia wartet.

Am 7. Jänner dürfen die Sturm-Kicker beim Start ins Frühjahr jedenfalls mit einem motivierten Trainer rechnen. Amtsmüdigkeit wird man Hyballa schließlich nie vorwerfen können.

"Wir könnten noch besser offensiv verteidigen, Pressing spielen und vor allem technisch besser werden. Da ist noch gewaltig Luft nach oben", stellte er auch dieser Tage klar.

Für die Abwehr wird gesucht

Ähnlich wie bei der Austria plant man auch bei Sturm im Frühjahr mit einem unveränderten Kader.

Gesucht wird laut dem sportlichen Geschäftsführer Ayhan Tumani am ehesten noch ein Mann für die zentrale Defensive, nachdem Michael Madl zuletzt ins Mittelfeld aufgerückt ist.

Verstärkung bekommt Hyballa im Betreuerstab. Die nach der Beförderung von Tumani vakante Position des Co-Trainers soll im Winter nachbesetzt werden.

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