"Freue mich für die beiden"

Aufmacherbild
 

Werbung in eigener Sache.

Marko Stankovic hat bei Austrias 3:0-Erfolg gegen Wacker ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben.

Der Steirer war mit zwei Assists einer der Matchwinner im violetten Dress. Es war Balsam für seine gebeutelte Seele, denn die Saison läuft bisher alles andere als nach Wunsch.

Lediglich 687 Minuten stand der Offensiv-Akteur am Platz. Keine einzige Partie absolvierte er über die gesamte Spielzeit.

Die Zukunft in Wien-Favoriten ist zudem ungewiss. Sein Vertrag läuft mit Saisonende aus, der Klub besitzt eine Option auf ein weiteres Jahr. Die Deadline endet am 15. Mai.

Bitte Warten!

Während die Austria am Samstag die Vertragsverlängerung von Tomas Jun bis 2014 bekanntgab und die Optionen auf Markus Suttner, Marin Leovac (jeweils bis 2013) und Emir Dilaver (bis 2014) zog, heißt es für Stankovic also weiterhin „Bitte warten“.

Gespräche sollen in den nächsten Tagen stattfinden. Dabei dienen Leistungen wie jene gegen die Tiroler als gutes Argument für einen neuen Kontrakt.

Obwohl der 26-Jährige auch bei Ivica Vastic bisher nicht regelmäßig zum Zug kam, ist der Trainer vollen Lobes für den ehemaligen Italien-Legionär.

„Stanko hat sich nicht hängen lassen“

„Er hat gegen Wacker endlich im Spiel das gezeigt, was er kann. Marko trainiert super, hat eine tolle Einstellung. Leider kann er es oft im Match nicht umsetzen. Er hat sich aber nie hängen lassen und an seine Chance geglaubt. Daher freue ich mich für ihn“, erklärt der violette Chefcoach.

Neben Stankovic hat auch Tomas Simkovic gegen Wacker Werbung in eigener Sache betrieben.

Der Flügelflitzer, der speziell bei den Fans schon als Winter-Fehleinkauf abgestempelt worden ist, lieferte nach seiner Einwechslung zur Pause die Vorlage zum 2:0 und fixierte in der Nachspielzeit den 3:0-Endstand – das erste Tor im violetten Dress seit seiner Rückkehr.

„Es war ein schönes Gefühl“, strahlt der 25-Jährige, der vor zwei Wochen zum ersten Mal Vater wurde.

Auch Simkovic lobt Stankovic

Und die Rolle des Jung-Papas liegt ihm jetzt schon: „Ich bin ein Typ, der gerne Verantwortung übernimmt. Ich freue mich auf diese Aufgabe.“

Bei aller Freude verweist er aber auch auf seinen „Spezi“ Stankovic. „Die Leistung von Marko ist hervorzuheben. Er hat zwei Tore vorbereitet und sehr viel für die Mannschaft gearbeitet. Ich freue mich für ihn – speziell weil ja sein Vertrag noch nicht verlängert wurde.“

Gegenüber den letzten Wochen erkennt der Absolvent der Frank-Stronach-Akademie eine klare Leistungssteigerung.

„Es war ein Schritt nach vorne. Es geht aber noch viel, viel mehr. Wir müssen es uns nur zutrauen. Wir können das Kurzpassspiel, die langen Bälle sind nichts für uns“, lautet seine Marschroute.

„Freue mich für die beiden“

Ein Spiel kann zwar noch nicht als Maßstab hergenommen werden, aber wächst hier vielleicht mit Simkovic/Stankovic ein neues Traumduo ala Barazite/Junuzovic zusammen?

Kapitän Manuel Ortlechner: „Es ist immer gesagt worden, dass uns Junuzovic und Barazite so abgehen – na no na net, sie waren  ja auch hervorragende Fußballer. Ich habe aber auch immer wieder betont, dass die Offensiv-Qualität im Kader sehr hoch ist. Daher freut es mich, dass gerade ´ihre Vertreter´ Stankovic und Simkovic so groß aufgespielt haben…“

Martin Wechtl

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen