Alle haben gewonnen

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Das kam überraschend.

Am Montag noch kein Thema, am Dienstag wurde die Sache ins Auge gefasst, am Mittwoch die offiziellen Bestätigungen: Die Admira und der WAC tauschen ihre spanischen Stürmer.

Daniel Lucas Segovia wechselt zu den Kärntnern, im Gegenzug heuert Ruben Rivera in der Südstadt an.

Die beiden 28-Jährigen unterschreiben bei ihren neuen Arbeitgebern Verträge für die kommenden drei Saisonen, am Donnerstag werden sie erstmals mit ihren neuen Kollegen trainieren.

"Ich gehe, weil ich nicht glücklich war"

„Mit den Transfers konnten wir eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten erzielen“, ist Admiras General Manager Alexander Friedl zufrieden.

Im Gespräch mit LAOLA1 sagt Segovia: „Ich gehe, weil ich nicht glücklich war – sowohl persönlich, als auch fußballerisch. Ich habe mich im Spiel der Admira nicht richtig zurecht gefunden und brauchte einen Wechsel.“

"Die Admira schuldet mir kein Geld"

In der „Krone“ wird behauptet, der Angreifer verlasse die Niederösterreicher aufgrund ausstehender Gehaltszahlungen.

Er selbst stellt klar: „Mit dem heutigen Tag schuldet mir die Admira kein Geld mehr. Aber die finanzielle Situation des Vereins ist kein Geheimnis. Bevor Probleme auftreten, bevorzuge ich diese Lösung zum beiderseitigen Besten.“

Fakt ist, dass Segovia, der erst im Winter aus St. Pölten kam, einer der Top-Verdiener in der Südstadt war und Rivera einen weniger hochdotierten Vertrag unterschreibt.

"Dürfte meinen Anlagen entgegenkommen"

Viel lieber als über seine Zeit bei der Admira spricht der neue WAC-Angreifer aber freilich über seine kommende Aufgabe: „Ich freue mich schon richtig, weil ich von diesem Projekt überzeugt bin. Der Kader hat eine sehr hohe Qualität und die Spielweise dürfte meinen Anlagen entgegenkommen.

Probleme, Anschluss an die Mannschaft zu finden, dürfte er keine haben, ist er doch gut mit Mittelfeldmann Jacobo, der ihn künftig mit Vorlagen füttern soll, befreundet. Die Wolfsberger haben den 28-Jährigen übrigens noch in „guter“ Erinnerung – in der Saison 2011/12 traf er in vier Erste-Liga-Spielen für St. Pölten zwei Mal gegen die „Wölfe“.

"Ich kann es kaum erwarten, endlich zu spielen"

Und auch die Admira freut sich auf ihren neuen Stürmer. „Wir sind überzeugt, dass er von seiner Spielanlage sehr gut in das System passt und unsere spielstarke Mannschaft optimal ergänzt. Mit ihm konnten wir einen absoluten Wunschspieler verpflichten“, so Friedl über Rivera.

Dieser wurde in der abgelaufenen Saison zwar Torschützenkönig im ÖFB-Cup, blieb in der Bundesliga mit lediglich drei Treffern aber hinter den Erwartungen zurück.

„Ich hoffe, dass ich hier die Spielzeit bekomme, die mir der Trainer beim WAC nicht zusichern konnte“, sagt Rivera im Gespräch mit LAOLA1.

Er brennt ebenso auf die neue Herausforderung: „Ich bin 100-prozentig in Form und kann es kaum erwarten, endlich zu spielen.“


Christian Eberle/Harald Prantl

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