Salzburger Abwehr-Rotation

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Rodnei: "Egal mit wem, alle sind gute Spieler"

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Stabilität ist Roger Schmidt wichtig.

Der Trainer von Red Bull Salzburg sprach das in diesem Frühjahr oftmals an.

Das Problem: Es geht zumeist darum, sie wiederzufinden.

Der Meister kann aufgrund des überraschenden 0:4 der Austria gegen den WAC den Abstand am Sonntag mit einem Sieg gegen Sturm auf zehn Punkte verringern. 

Nichtsdestoweniger sind es viele Zähler, die auf die "Veilchen" fehlen.

Die man auch in diesem Frühjahr liegen gelassen hat. Unter anderem eben wegen fehlender (defensiver) Stabilität.

Probleme in der Defensive

"Wir haben die letzten Spiele nicht so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben", gibt der Trainer offen zu. Ein Grund dafür lag auch in der Defensive, Salzburg kassierte immer wieder vermeidbare Gegentreffer.

Was eine Kontinuität in diesem Jahr darstellt. Diese findet man in dieser Saison in der Abwehr allerdings kaum. Oft wird rochiert, vor allem im Abwehrzentrum.

Nimmt man alle Bewerbe her, neben Meisterschaft also auch Cup und der Kurzauftritt in der CL-Quali gegen Düdelingen, gab es nicht weniger als zwölf Innenverteidiger-Duos, die Schmidt von Beginn an aufbot.

Franz Schiemer begann die meisten (20) der 32 Pflichtspiele, die Salzburg in dieser Saison bestritt, in der Abwehrmitte. Dabei hatte der 26-Jährige vier verschiedene Partner.

Zuletzt beim Gipfel gegen die Austria spielte Schiemer im defensiven Mittelfeld, am Sonntag kehrt er wohl einmal mehr eine Reihe mehr zurück.

Beim 1:1 vergangenen Ostersonntag in Wien-Favoriten bildeten Rodnei und Isaac Vorsah das zwölfte Innenverteidiger-Duo.

Nach seiner Roten Karte muss aber Letzterer im Spiel gegen die Steirer, bei dem jeder Fan mit dem Kauf einer Eintrittskarte (1 Euro an "Wings for Life") karitativ unterstützen kann, zusehen.

Rodnei wird hingegen wieder am Start sein und sein drittes Spiel en suite von Beginn weg machen.

Seit der Brasilianer in Salzburg agiert, das tut er seit seinem Wechsel von Kaiserslautern nach Österreich im August, lief er nie öfter als drei Mal hintereinander auf.

Egal wer neben einem spielt

"Ich hatte im Herbst drei gute Spiele, aber ich habe mich dann verletzt und musste vier Wochen pausieren. Jetzt bin ich topfit", sagt der 27-Jährige, der neben dem angesprochenen Augenbogenbruch auch immer wieder mit kleinen Verletzungen zu kämpfen hat.

Andernfalls hätte der robuste Innenverteidiger wohl schon mehr als insgesamt acht Einsätze zu Buche stehen. Der Ex-Lauterer hatte bislang drei verschiedene Partner an seiner Seite. Ein Umstand, der ihm nichts ausmacht.

"Das ist kein Problem für mich. Jeder ist ein eigener Charakter, aber es sind alles gute Spieler", so Rodnei, der damit auch Vorsah miteinschließt. 

Rodnei kam erst auf acht Partien

Der Ghanaer gilt allerdings in diesem Kalendar-Jahr als Unsicherheitsfaktor, was auch die Statistik zeigt.

Egal mit wem Vorsah spielte, im Schnitt bekommt ein Innenverteidiger-Duo mit ihm nicht weniger als ein Tor.

Beste Bilanz mit Schiemer

Rodnei hat mit Schiemer die beste Salzburger Bilanz - in vier Partien kassierten die beiden nur ein Gegentor. Da ging es allerdings mitunter mit Admira, Wiener Neustadt und Wacker gegen das Keller-Trio.

Nichtstdestoweniger scheint es mit Schiemer zu funktionieren. Rodnei hat bei entsprechender Fitness auf jeden Fall gute Chancen, sich einen Stammplatz zu sichern.

Vielleicht auf Dauer auch mit einem langfristigen Partner. Denn Stabilität hat in der Defensive vor allem mit Kontuität zu tun. Und im Defensiv-Bereich haben die Salzburger offensichtlich keine. Noch nicht.

 

Bernhard Kastler

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