"Lasse mir von Niemandem reinreden"

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Was haben Schalke 04, VfB Stuttgart, Sampdoria Genua, Juventus Turin und Manchester United gemeinsam?

Sie alle sollen ein Auge auf Admira-Juwel Marcel Sabitzer geworfen haben.

Bereits im Sommer überschlugen sich die Gerüchte, nun scheinen die Spekulationen einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben.

Geht es nach dem Portal „Tuttojuve“, ist der amtierende italienische Meister bereit, 1,5 Millionen Euro für den Stürmer, dessen Vertag bei den Niederösterreichern im Sommer 2013 endet, hinzublättern.

„Brauchen nicht größenwahnsinnig werden“

„Ich habe davon gelesen. Wir brauchen jetzt aber nicht größenwahnsinnig werden. Es ist natürlich ein schönes Gefühl, mit solchen Vereinen in Verbindung gebracht zu werden. Ich konzentriere mich aber voll auf die Aufgaben bei der Admira“, erklärt der 18-Jährige im Gespräch mit LAOLA1.

Dass angeblich auch die „Red Devils“ hinter ihm her sind, lässt ihn genauso kalt. “Ich schlafe noch immer entspannt – egal, was passiert.“

Sabitzer kennt Situation

Kein Wunder, ist Sabitzer doch die Gerüchte um seine Person bereits seit längerem gewöhnt und kann damit bestens umgehen.

„Ich habe mich schon in der Transferzeit von nichts beunruhigen lassen, habe versucht, das Thema so weit wie möglich von mir fern zu halten. Meine Berater haben sich damit beschäftigt. Ich habe zu ihnen auch gesagt, dass ich mich nur auf den Fußball konzentrieren will. Ich war nicht derjenige, der jeden Tag mit einem Manager telefoniert hat. So soll es auch bleiben. Es ist ja nicht so, dass ich kurz vor einer Unterschrift stehe. Ich denke gar nicht an das Ganze.“

Scouts sind ein Ansporn

Die zahlreichen Scouts, die den Stürmer zuletzt unter die Lupe genommen haben, seien ein Ansporn. „Es ist natürlich motivierend, wenn du beobachtet wirst. Ich spiele aber in erster Linie für mich und die Mannschaft. Da kann kommen, wer will.“

Trotz seiner erst 18 Jahre wirkt der ÖFB-U21-Teamspieler extrem reif, wenn es um seine Zukunft geht. „Ich möchte einfach den nächsten Schritt setzen, ob das im In- oder Ausland ist, kann ich jetzt noch nicht sagen.“

Vertragsverlängerung eher unwahrscheinlich

Eine Vertragsverlängerung bei den Südstädtern ist noch immer denkbar, wenngleich die Chancen darauf sehr gering sind.

„Ich bin überhaupt nicht abgeneigt, mit dem Verein zu sprechen. Die Admira ist mein Ansprechpartner Nummer eins. Ich kann aber nicht garantieren, dass ich hier zu 100 Prozent verlängern werde. Wir werden Gespräche führen, dann wir es eine Entscheidung geben.“

Deutschland das große Ziel

Auch ein Wechsel innerhalb Österreichs ist eher unwahrscheinlich, denn sein großes Ziel ist Deutschland. Bei welchem Verein ist ihm schlussendlich egal. „Hauptsache der Klub spielt in der deutschen Bundesliga.“

Unterstützung in der Entscheidungsfindung erhält der Youngster von seinem Vater Herfried. „Es ist nur von Vorteil, wenn man einen Vater hat, der sich im Fußball-Geschäft dank seiner aktiven Karriere perfekt auskennt. Seine Ratschläge nehme ich dankend an.“

„Lasse mir von Niemandem reinreden“

Das letzte Wort hat aber der zweifache Saisontorschütze. „Mein Vater sagt mir seine Meinung, gibt mir Tipps, aber ich lasse mir von Niemandem reinreden. Ich muss die Entscheidung treffen.“

Und eine Entscheidung wird spätestens im kommenden Sommer, vielleicht sogar im Winter fallen. Dann wird sich zeigen, ob wirklich ein Verein aus dem Quintett Schalke 04, VfB Stuttgart, Sampdoria Genua, Juventus Turin und Manchester United das Rennen macht…

Martin Wechtl

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