"Ich bin kein Wunderwuzzi"

Aufmacherbild
 

Am Mittwoch ist der offizielle Startschuss zur Ära von Roland Kirchler als Trainer des FC Wacker Innsbruck erfolgt.

Nach dem großen Medienauflauf bei seiner Präsentation im Tivoli-Stadion bat der 42-Jährige die Wacker-Kicker ab 16.00 Uhr zur ersten Trainingseinheit unter seiner Leitung.

Kirchler richtete den Fokus sofort auf Samstag, da empfängt das derzeit abgeschlagene Tabellenschlusslicht nämlich um 18.30 Uhr die SV Ried.

Auf Koglers Arbeit aufbauen

Der 28-fache ÖFB-Teamspieler will auf der Arbeit seines Vorgängers Walter Kogler aufbauen, aber "da oder dort natürlich Veränderungen anbringen".

Gegen Ried ist Kirchler ohnehin zu Veränderungen gezwungen, schließlich fehlen Marco Kofler und Tomas Abraham gesperrt.

Kirchler, den sein bisheriger Arbeitgeber WSG Wattens (Regionalliga West) kostenlos ziehen ließ, strahlte bei seinem Amtsantritt Lockerheit und Zuversicht aus, stellte jedoch auch gleich klar: "Ich bin kein Wunderwuzzi."

Prudlo in die Trainingsarbeit einbauen

Florian Klausner wird weiterhin als Co-Trainer arbeiten. Kirchler kündigte aber an, Sportdirektor Oliver Prudlo "ein- bis dreimal pro Woche" in die Trainingsarbeit einzubauen.

"Er ist als Fußballer für Kratzen, Beißen, Kämpfen gestanden. Genau das braucht man im Abstiegskampf", sagte Kirchler.

"Geistige Müdigkeit aus den Köpfen bringen"

Und damit wollte der neue Wacker-Headcoach zum für längere Zeit letzten Mal das Wort "Abstiegskampf" ausgesprochen haben.

Denn seine ersten Ziele lauten: "Wir müssen die geistige Müdigkeit aus den Köpfen bringen und positive Stimmung erzeugen."

Verstärkungen in der Winterpause hat sich Kirchler sogar vertraglich zusichern lassen. "Um die Dichte im Kader zu erhöhen." Als aktuelle Problemzone Nummer eins machte Kirchler ganz klar die Abwehr aus.

Aktiv auf Fans zugehen

Beim harten Kern der Fans auf der Tivoli-Nordtribüne muss Kirchler trotz seiner langen Tirol-Vergangenheit noch Überzeugungsarbeit leisten.

Einige Anhänger nehmen ihm noch seinen Abstecher zu Red Bull Salzburg in der Saison 2005/06 übel. Kirchler will aktiv auf die Fans zugehen und eventuelle Ungereimtheiten so schnell wie möglich ad acta legen.

"Er brennt auf seine Aufgabe"

Die Club-Führung ist logischerweise vom neuen Mann voll überzeugt. "Wir glauben, dass er der richtige Mann ist, um den Verein dorthin zu bringen, wo er hingehört. Nämlich in die Mitte der Liga", erklärte Obmann Kaspar Plattner.

"Ich bin froh, dass die Entscheidung endlich gefallen ist. Der Roli brennt auf seine Aufgabe", versicherte Prudlo.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen