"Es macht absolut Sinn"

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Wenn Ralf Rangnick zu einem Mediengespräch mit dem Thema „Zukünftige Ausrichtung des Klubs“ lädt, dann gibt es bei Red Bull Salzburg in der Regel etwas zu sagen.

Vor allem, wenn der Deutsche nach drei Saisonen im Sommer dem Klub zumindest offiziell den Rücken kehrt und „nur“ noch für Schwestern-Klub RB Leipzig als Sportchef tätig ist.

Rangnick kam wenig überraschend mit Geschäftsführer Jochen Sauer und Sportkoordinator Christoph Freund, beide werden wie erwartet die Agenden des scheidenden Sportchefs übernehmen.

"Es ist absolut logisch“

"Es macht absolut Sinn, mit der internen Besetzung so weiterzumachen“, sagt der 56-Jährige.

Rein formal ändert sich an der Bezeichnung bei Sauer nichts. Freund, die rechte Hand Rangnicks seit dessen Beginn in Salzburg 2012, steigt hingegen zum sportlichen Leiter auf und wird vom Hintergrund in den Vordergrund rücken.

Ansonsten bleibt das Wort Kontinuität das Schlagwort, auch nach dem Abschied von Rangnick.

"Jochen ist fast gleich lange hier wie ich, Christoph ohnehin schon ewig und kennt alle Facetten des Vereins. Es ist absolut logisch“, erklärt der Noch-Sportchef, der seinen Arbeitsplatz Salzburg mit "einem weinenden Auge, aber mit gutem Gewissen“ räumt.

Aufgaben aufgeteilt

"Die Ausrichtung wird so bleiben wie bisher, das ist auch der ausdrückliche Wunsch von Herrn Mateschitz“, bestätigt Rangnick damit auch zuletzt getätigte Aussagen des Red-Bull-Chefs, der von einer externen Nachbesetzung absah.

Bislang trafen Rangnick, Sauer und Freund die Entscheidungen im Verein, die wesentlichen natürlich abgesegnet vom Eigentümer. Nun wird es nur mehr zwei Entscheidungsträger geben.

Rangnick ("Haben enges Vertrauensverhältnis“) erklärt die Aufgabenverteilung. "Christoph wird sportlicher Leiter und beim Thema Fußball direkt dran sein, an der Mannschaft, am Trainer und auch diesbezüglich Rede und Antwort stehen. Jochen wird auch näher an den Sport heranrücken, bei Vertragsverhandlungen werden auch beide am Tisch sitzen, wie eben wir bislang zu dritt.“

Freund nun im Fokus

Für Sauer, der als Geschäftsführer "den Gesamtverein weiter leiten“ wird, ändert sich nicht viel.

"Wir wollen die Kontinuität beibehalten und sind von diesem Weg überzeugt. An der täglichen Arbeit wird sich nichts wesentlich ändern, außer dass wir uns die Aufgaben von Ralf nun aufteilen. Wir haben in der Organisation eine hohe Qualität, so kann ich diese nun auch wahrnehmen.“

Freund hingegen rückt ins Rampenlicht, freut sich aber natürlich auf seine neue Aufgabe: „Ich bin schon lange im Verein, bin seit 2006 dabei und habe fast alles kennengelernt. Es war eine bislang ereignisreiche Zeit. In den vergangenen zweieinhalb Jahren habe ich viel gelernt, einen anderen Einblick bekommen. Wir sind total überzeugt von diesem Weg und es macht Spaß, hier zu arbeiten.“

 

Bernhard Kastler

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