Neue, alte Gesichter für Salzburgs Monsterprogramm

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Ein altbekanntes Gesicht kehrt zu Red Bull Salzburg zurück – vorübergehend.

Goalie-Urgestein Heinz Arzberger (42) – von 1999 bis 2010 in der Mozartstadt unter Vertrag und aktuell Tormanntrainer von Red-Bull-Ableger FC Liefering in der Ersten Liga – wird in den kommenden Wochen den Posten des  Tormanntrainers ausüben, da Herbert Ilsanker ausfällt.

Der 47-Jährige schleppt sich seit geraumer Zeit mit Knieproblemen herum, konnte teilweise nur mit Spritzen das Training leiten.

Deshalb unterzieht sich der Vater von Stefan Ilsanker am Freitag auch einer längst fälligen Knie-OP.

Knie-OP bei Ilsanker

„Bei Herbert geht es nicht mehr. Er humpelte zuletzt zeitweise vom Platz. Deswegen kommt Arzberger aus Liefering und wird in den nächsten zwei Monaten mit unseren Tormännern arbeiten“, gibt Chefcoach Adi Hütter im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Ried bekannt.

Quasi frisches Blut für das bevorstehende Monsterprogramm. Schließlich warten auf die Salzburger sieben Spiele in nur 22 Tagen.

Da kommt es Hütter nur gelegen, dass sich sein Lazarett in der Defensive schön langsam lichtet. „Schiemer hatte zwar zu Beginn der Woche Magenprobleme, hat aber seine Verletzung auskuriert. Auch Ulmer ist wieder fit. Schwegler befindet sich auf einem sehr gut Weg, für die Ried-Begegnung ist er aber kein Thema“, so der RBS-Übungsleiter, der weiß, dass die kommenden Aufgaben an die Substanz gehen werden.

„Wir haben alle drei Tage ein Spiel. Das ist natürlich eine Riesen-Belastung. Wir werden daher sicher rotieren. Wie und wann das sein wird, lasse ich mir offen“, erklärt der 44-Jährige.

Kommt ein Liefering-Spieler?

Während in der Verteidigung schön langsam die Leute zurückkommen, schmerzt der längere Ausfall von Nils Quaschner.

Der 20-jährige Stürmer zog sich am Dienstag in einem Testspiel gegen den FC Hallein einen Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel zu und muss rund zehn Wochen pausieren.

„Die Verletzung ist bei einem Ferslertrick passiert“, berichtet Hütter. Ob aufgrund der neuen Situation eventuell ein Kooperationsspieler aus Liefering hochgezogen wird, ließ der Vorarlberger offen.

„Gegen Ried sicher nicht. Wir haben genug Offensivkräfte. Aber vielleicht danach“, so der Ober-Bulle. Man müsse jedoch prüfen, welcher Akteur als Kooperationsspieler gemeldet ist und ob es Sinn macht, ihn zu holen.  „Smail Prevljak wäre so ein Fall“, fügt der Trainer hinzu.

Volle Konzentration auf Ried

Primär gehört seiner vollen Aufmerksamkeit die Begegnung gegen die Innviertler. „Wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen. Wir haben viermal hintereinander gewonnen und werden versuchen diese Periode zu prolongieren und am Samstag gleich den nächsten Dreier einzufahren.“

Davon, dass sein Team ein besseres Bild als nach der letzten Länderspielpause, als zwei Begegnungen ins Serie (WAC und Austria) verloren gingen, abgeben wird, ist Hütter überzeugt.

„Es ist eine ganz andere Situation. Damals haben wir schlecht gespielt und auch die Partie (Sturm) vor der Pause verloren. Jetzt haben wir wieder Selbstvertrauen. Wir werden uns ganz anders präsentieren.“

Lieblingsgegner

Zudem wartet mit Ried eine Art Lieblingsgegner, der zudem bisher hinter den Erwartungen hinterherhinkt. Dass mit Oliver Glasner der letztjährige Co-Trainer der Salzburger bei den Wikingern das Sagen hat, sei egal.

„Oliver Glasner kennt unsere Mannschaft natürlich in und auswendig, hat aber selbst personelle Probleme, weil ihm sämtliche Außenverteidiger ausfallen. Das heißt, dass er auch an seiner Aufstellung etwas 'künsteln' muss.“

Das eine oder andere neue Gesicht wird es somit auch bei Ried geben.

 

Martin Wechtl

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