Gulacsi: "Ich war ein Träumer"

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Sportlichen Aufstiegsperspektiven entlang der Achse Salzburg-Leipzig will sich "Bullen"-Tormann Peter Gulacsi derzeit nicht hingeben.

Auch wenn Sportdirektor Ralf Rangnick am Montag laut über einen möglichen Wechsel des 24-Jährigen im Sommer nachgedacht hatte. "Schritt für Schritt", lautet das Motto Gulacsis, der gelernt hat, dass für Träumereien im Profifußball kein Platz ist.

Stankovic könnte Gulacsi beerben

Nach Rangnicks Aussagen zu Kevin Kampl und Andre Ramalho, die Salzburg spätestens im Sommer verlassen würden, brachte der Sportdirektor auch einen möglichen Abgang Gulacsis ins Spiel.

Schließlich sei der von Grödig im Sommer zum Meister wechselnde ÖFB-U21-Teamgoalie Cican Stankovic "definitiv" für Salzburg vorgesehen.

"Ich kann mir vorstellen, dass es Vereine geben wird, die versuchen werden, ihn zu holen, vielleicht auch in England. Auch Deutschland schließe ich nicht aus", hatte Rangnick am Montag gesagt.

"Wenn er gehen möchte, müssen wir uns eine Frage stellen: Wollen wir ihn aus der Red-Bull-Familie verabschieden oder wollen wir ihn vielleicht für Leipzig behalten?" Die Antwort hänge auch davon ab, in welcher Liga Leipzig in der nächsten Saison spiele.

Ein "intelligenter, moderner Profi"

Gulacsi jedenfalls wollte darauf keine klare Antwort geben. "Er ist der Sportdirektor, wenn er etwas sagt, hat das eine große Bedeutung. Aber er muss zwei Clubs aufbauen, für ihn ist das eine andere Frage", meinte der Ungar, der bei Rangnick jedenfalls hoch im Kurs steht.

"Ich halte ihn für einen außergewöhnlich guten Torhüter, er ist ein sensationeller Typ der neuen Torhüter-Generation, ein hoch intelligenter, moderner Profi", so das Urteil des Sportdirektors.

Gulacsi ist vertraglich bis 2019 an die "Bullen" gebunden, verlängerte erst im Sommer seinen Vertrag - will dabei aber nicht primär an Leipzig gedacht haben. "Es ist schön, innerhalb Red Bulls solche Möglichkeiten zu haben, aber das war kein Schlüsselfaktor für die Verlängerung", stellte er klar.

Der Weg des "Träumers"

"Das Entscheidende im Sommer war für mich, dass ich einen Club habe, der mir eine fantastische Chance gegeben hat und ich hier sehr glücklich hier bin", sagte Gulacsi.

Dinge, die für ihn nicht immer selbstverständlich gewesen seien. Das habe er als 17-Jähriges Talent in England erfahren müssen. 2007 wechselte er von MTK Budapest zu Liverpool, konnte sich bei den "Reds" aber nicht durchsetzen.

"Damals war ich ein Träumer", meinte Gulacsi. "Ich war bei einem Traumklub, aber ich habe keine Chance bekommen."

In Salzburg hingegen habe er "endlich" genau das gefunden. "Ich konnte mich hier entwickeln, weil ich das Vertrauen genossen habe. Das ist eine große Sache im Fußball. Ich habe viel gesehen, und daher weiß ich, wie wichtig es ist, dass du in einem Klub bist, wo die Leute auf dich zählen", sagte er. Alles andere werde die Zukunft zeigen.

"Natürlich will ich mich verbessern. Und wenn das gelingt, dann werden wir weitersehen."

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