Hofmann: "Es macht einfach Spaß wieder zu spielen"

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Zwei Testspiele hat Rapid bisher absolviert. 1:0 und 9:1 waren die Ergebnisse. Beide Male gegen Vereine aus der zweiten Landesliga Niederösterreichs.

Doch weder der knappe Sieg gegen Scheiblingkirchen, noch das Schützenfest über Mistelbach sollten überbewertet werden. Dienten beide Partien doch hauptsächlich dem Vergnügen der regionalen Fans, an ihren Rapid-Stars hautnah dran zu sein.

„Wir sind in der Anfangsphase unserer Vorbereitung auf die neue Saison. Es fehlen noch einige Spieler, wie Marcel Sabitzer, Dominik Wydra, Louis Schaub oder Terrence Boyd. Jetzt kann man noch nicht viel sagen“, meint Trainer Zoki Barsisic.

Hofmann ist zurück

Eine Sache wird aber auch den Chefcoach freuen: Der Kapitän ist wieder da!

Nach seinem im Frühjahr zugezogenen Bänderriss gab Steffen Hofmann in Scheiblingkirchen sein Comeback. Gegen Mistelbach durfte er schon wieder von Beginn an ran.

„Mit dem Knie habe ich überhaupt keine Probleme mehr. Aber natürlich ist es nach drei Monaten ohne Fußball normal, dass der Spielrhythmus fehlt, dass ich längere Erholungsphasen brauche. Deswegen sind für mich genau diese Partien jetzt wichtig. Es macht einfach Spaß, wieder zu spielen“, so der 32-Jährige gegenüber LAOLA1.

Welche Rolle im Barisic-System?

Beim 9:1 in Mistelbach dirigierte der Rapid-Spielmacher fast schon wieder so, wie in alten Zeiten. Bis zur 64. Minute, als er ausgewechselt wurde, liefen nahezu alle Angriffe über ihn. Mal holt er sich im Spielaufbau schon hinten bei den Innenverteidigern den Ball, mal trat er vorne als Assistgeber in Erscheinung.

Das wirft Fragen auf: Sieht er sich selbst eher weiter vorne agierend oder direkt vor der Abwehr als Spieleröffner? „Das ist nichts, was ich entscheide, sondern das kommt auf den Trainer an. Ich spiele alles gerne, auch rechts oder links“, erklärt Hofmann.

Viele Gelegenheiten, das von Barisic präferierte 4-3-3-System einzustudieren, gab es jedenfalls nicht. „Es fehlen ja noch so viele Spieler“, weiß der Rapid-Kapitän.

Barisic „für diesen Zeitpunkt ideal“

Seit dem 16. März musste Hofmann pausieren. Eine bittere Zeit, nicht nur wegen der Verletzung. Sportlich lief es bei seinen Kollegen damals bekanntlich nicht nach Wunsch.

„Natürlich ist es ganz besonders schwer, wenn man selbst nicht im Stande ist, mitzuspielen. Von außen kann man nur wenig bewirken“, denkt die Nummer elf der Grün-Weißen zurück.

Als sich Hofmann gegen die Admira verletzte, saß mit Peter Schöttel noch ein anderer Übungsleiter auf der Bank, als heute.

„Es ist nie schön, wenn ein Trainer gehen muss. Aber mit Zoki haben wir einen Coach bekommen, der für diesen Zeitpunkt ideal ist und der sehr gut mit jungen Spielern kann.“ Letztlich sei am Ende noch das beste aus der Saison rausgeholt worden: „Wir haben unser Ziel erreicht, sind international dabei. Mehr war letztes Jahr einfach nicht drin.“

Trainerausbildung neben der Karriere

Abseits von Rapid begann Hofmann in der letzten Woche die Trainerausbildung für den B-Schein. Dabei zählte die Coaching-Karriere eigentlich nie zu seinen großen Zielen. „Aber ich denke, dass es gut ist, so etwas neben der Karriere zu machen. Außerdem ist es ganz interessant, die Dinge auch einmal von der anderen Seite zu sehen.“

Als 32-Jähriger hat Hofmann noch genug Jahre, um über die Zeit nach seiner Karriere nachzudenken.

Denn zum alten Eisen gehört der Rapid-Spielmacher noch lange nicht.

 

Jakob Faber

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